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Klaus Fröhlich ist vom Audi-Rückzug enttäuscht
© AFP/SID/CHRISTOF STACHE | Zoom

BMW-Entwicklungschef Fröhlich "überrascht und enttäuscht" über Audi-Abschied aus DTM

BMW-Entwicklungschef Klaus Fröhlich hat den angekündigten Rückzug von Audi aus der DTM "überrascht und enttäuscht" zur Kenntnis genommen.

Köln (SID) - BMW-Entwicklungschef Klaus Fröhlich hat den angekündigten Rückzug des Konkurrenten Audi aus der DTM zum Ende des Jahres "überrascht und enttäuscht" zur Kenntnis genommen. Es sei "nicht nur erstaunlich, sondern auch unsportlich, auszusteigen und mit uns als zweitem Partner davor nicht zu sprechen. Das hat mich wirklich umgehauen", sagte der 59-Jährige der Süddeutschen Zeitung.

Autobauer Audi hatte Ende April seinen Rückzug aus der traditionsreichen DTM angekündigt. Damit bleibt nach jetzigem Stand BMW als einziger Hersteller, Ende 2018 hatte sich bereits Mercedes verabschiedet. Die Serie steht vor einer ungewissen Zukunft.

Auch Fröhlich, der Ende Juni nach 30 Jahren bei BMW seinen Platz räumt, sorgt sich daher um die DTM. "Durch das Aufgeben von Audi ist die Serie jetzt in eine Existenzkrise gestürzt worden", sagte er. BMW könne nicht "alleine gegen sich selbst" fahren. Gemeinsam mit DTM-Chef Gerhard Berger müsse er nun überlegen, wie es weitergeht. "Wir haben sprichwörtlich keine Chance, jetzt schauen wir mal, ob wir sie nutzen können", sagte Fröhlich.

Fröhlich hofft nun, gemeinsam mit ähnlichen Serien in Japan und möglicherweise auch in den USA "eine Art Champions League" zu starten. Eine Rückkehr in die Formel 1 schloss er indes aus. "Für uns ist die Formel 1 aktuell nicht relevant. Der Markenbeitrag ist gering, die Investments sind gigantisch hoch. Wir haben den Ausstieg nicht bereut. Außerdem tut sich die Formel 1 gerade sehr schwer mit einem Wandel", sagte Fröhlich.

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