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AVL wird die BoP in der DTM 2021 erarbeiten
© Speedpictures | Zoom

Österreichische Firma AVL für DTM-BoP verantwortlich!

Das Grazer Unternehmen ist in Motorsport-Kreisen eher bekannt für die Lieferung von Simulationslösungen, Prüfstandtechnik und Antriebs-Know-how für Formel1-Teams. Im Bereich Balance of Performance für Rennserien hat die Firma eher wenig Erfahrung. Trotzdem hat Gerhard Berger seinen Landsleuten den Zuschlag erteilt für die erste Saison der DTM mit GT3-Fahrzeugen die BoP-Einstufungen vorzunehmen. Seit Ende 2020 ist der Grazer Michael Resl in der ITR für den Technikbereich verantwortlich und zuständig dafür einen Partner für die BoP innerhalb der DTM zu finden. Resl war von 2012 bis 2020 Leiter des Motorsport-Bereichs bei AVL. Daher war die Kooperation für die DTM 2021 naheliegend.

Doch wie kam es dazu, das man dem eher unerfahrenen Dienstleister AVL den Zuschlag für die DTM gab? Im Bereich GT3 Balance of Performance sind alle bekannten Einstufungen auf Basis der Daten von Stephane Ratels SRO zustande gekommen. Alle Einstufungen im GT-Masters, 24 Stunden Nürburgring und den SRO-Serien basieren hierauf. Nach den Differenzen zwischen Gerhard Berger und dem ADAC im Vorfeld der Umstrukturierung der DTM auf GT3-Fahrzeuge, schied eine Zusammenarbeit diesbezüglich natürlich aus. Für AVL ist der Auftrag für die DTM-BoP jetzt Fluch und Segen zugleich! In der medial hochpräsenten DTM werden die Hersteller versuchen die BoP für ihren Vorteil zu nutzen. Selbst bei einer fairen Einstufung besteht die Gefahr, das die Fahrzeughersteller Druck ausüben um die eigene Ausgangssituation zu verbessern. Demgegenüber steht natürlich die Chance, sich bei gelingen zu einem neuen Player in diesem Bereich zu entwickeln.
 

Horst Bernhardt