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LKWs mit LNG-Antrieb fahren nahezu emissionsfrei, also klimaneutral. Bis 2030 soll das Klimaschutzpotential von Erdgas und Biomethan für den LKW-Verkehr genutzt werden.1
© Zukunft Gas e. V. | Zoom

Zukunft im LKW Verkehr: Fit-for-55 Dank LNG und Bio-LNG Flüssiggas

Europa will raus aus Co2-Emissionen und steht dabei insbesondere im Verkehrssektor vor grossen Herausforderungen. Seit 1990 wurden hier keine signifikanten Co2-Einsparungen erreicht. Dabei sollen bis zum Jahr 2030 satte 55 Prozent Co2 eingespart werden, bei gleichzeitig wachsendem Strassengüterverkehr. Auf der NGVA-Veranstaltung "Renewable Gases for Road Transport: Fit for 55" herrschte daher Einigkeit, dass die ausschliessliche Fokussierung der Politik auf die Elektromobilität nicht zielführend ist. Denn insbesondere für den Strassengüterverkehr über lange Strecken sind batteriebetriebene Fahrzeuge heute keine Alternative. In diesem Sektor fällt aber ein Drittel der Co2-Emissionen des Verkehrs an. (Das Kürzel LNG steht für „liquefied natural gas“. )

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Durch Flüssiggas verspricht man sich bis 2030 eine deutliche Co2-Reduktion im LKW-Verkehr


Die Rolle des Verkehrssektors im Kampf um geringere Treibhausgasemissionen stand im Mittelpunkt der Veranstaltung der NGVA Europe. Wissenschaftler, Vertreter aus europäischen Institutionen und aus der Industrie diskutierten dabei, welche Innovationen und Massnahmen notwendig sein werden, um den Schwerlastverkehr auf den europäischen Strassen in die Klimaneutralität zu führen.
 
"Um die Ziele des europäischen Green Deals zu erreichen, müssen alle verfügbaren Technologien genutzt werden", erläutert Dr. Timm Kehler, Vorstand von Zukunft Gas und Präsident der NGVA Europe. "Bis 2030 werden gasbetriebene Fahrzeuge die einzige marktreife Technologie sein, die eine deutliche Co2-Reduktion im Schwerlastverkehr verspricht. Speditionen haben das bereits erkannt. Die starke Nachfrage von LNG-Lkw führte seit 2019 zu einem extrem starken Wachstum des LNG-Absatzes."

Von 2019 auf 2020 hat sich der LNG-Absatz verdreifacht, bis September dieses Jahres wurde bereits die doppelte Absatzmenge als 2020 erreicht. Somit verspricht der Einsatz von LNG-Lkw schnelle CO2-Reduktionen. Besonders attraktiv wird die Technologie durch Bio-LNG, damit fahren Lkw nahezu klimaneutral.

Bio-LNG Produktionsanlagen in Europa

Erste Bio-LNG Produktionsanlagen wurden bereits in mehreren europäischen Ländern wie Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, Belgien und den Niederlanden in Betrieb genommen, weitere befinden sich im Bau und in der Planung. In Deutschland ist laut einer Mitgliederbefragung des Branchenverbands Zukunft Gas ab 2023 mit einem signifikanten Anteil Bio-LNG im Markt zu rechnen. Für einen Markthochlauf von LNG und Bio-LNG müssen jedoch auch die rechtlichen Rahmenbedingungen entwickelt werden:

"Die aktuellen Regelungen ignorieren das Klimaschutzpotenzial von Erdgas und Biomethan für den Schwerlastverkehr. Die Emissionen werden lediglich am Auspuff gemessen, es wird also der Tank-to-Wheel-Ansatz angewendet. Ehrlicher zeigt der Well-to-Wheel-Ansatz die tatsächlichen Auswirkungen aller Antriebe auf den Klimaschutz. Eine unabhängige Bewertung der Technologien ist für den Schwerlastverkehr besonders wichtig, um die ambitionierten deutschen und europäischen Klimaschutzziele zu erreichen", so Kehler.

LNG-Motoren fahren mit dem umweltfreundlicheren Erdgas und haben dabei die gleiche Leistung wie mit Dieselkraftstoff angetriebene Motoren.  Dabei fallen allerdings viel weniger Emissionen an, und dazu kommt der geringere Geräuschpegel: Die mit LNG-Antrieb fahrenden Autos sind leise unterwegs.

Übrigens fährt als erstes Kreuzfahrtschiff seit vier Jahren bereits die Aida-Nova mit Flüssiggas (LNG). Und lt. AIDA kommen noch zwei weitere dieser umweltfreundlicheren Aida-Schiffe bis 2023 dazu.

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