Alfa Romeo 6C 1500 Super Sport von 1928 ist Namensgeber für die Sondermodelle der Topversionen von Alfa Romeo Giulia und Alfa Romeo Stelvio.
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Tribut an die legendäre Mille Miglia: Launch Super Sport-Sondermodelle für Quadrifoglio-Varianten

Mit zwei limitierten Sondermodellen erinnert Alfa Romeo an den ersten Sieg der Marke beim berühmten Straßenrennen Mille Miglia. Nur 275 Exemplare der neuen Alfa Romeo Giulia Quadrifoglio Super Sport werden produziert. #alfaromeo #millemiglia #alfaromeogiulia #giuliaquadrifoglio

Die Stückzahl des neuen Alfa Romeo Stelvio Quadrifoglio Super Sport ist auf 175 begrenzt. Die Bezeichnung „Super Sport“ der beiden 382 kW (520 PS) starken Sondermodelle ist eine Hommage an den Alfa Romeo 6C 1500 Super Sport: Mit einem Rennwagen dieses Typs gewann Grand-Prix-Star Giuseppe Campari im April 1928 die Mille Miglia – der erste von insgesamt elf Siegen des Alfa Romeo Werksteams bei dem 1.000-Meilen-Straßenrennen von Brescia nach Rom und zurück.

Die limitierten Super Sport Sondermodelle im Detail

 
Die starke Persönlichkeit der beiden Sondermodelle findet im neu gestalteten Quadrifoglio-Logo und in zusätzlichen Komponenten aus Kohlefaser ihren Ausdruck, beispielsweise bei den Abdeckkappen der Außenspiegel. Das Dach der neuen Alfa Romeo Giulia Quadrifoglio Super Sport ist optional aus diesem ultraleichten Verbundwerkstoff gefertigt. Weitere Erkennungsmerkmale sind die dunklen Leichtmetallfelgen im klassischen Alfa Romeo-Design. Ihr Durchmesser beträgt beim Modell Giulia 19 Zoll, beim Stelvio sind es 21 Zoll. Zur Wahl stehen die Karosseriefarben Rosso Etna, Nero Vulcano sowie Bianco Alfa (nur Giulia).
 
Betont sportliche Merkmale finden sich auch im Innenraum beider Sondermodelle wieder. Exklusiv ist die Verkleidung von Armaturentafel, Mitteltunnel und Türverkleidungen in dunkelrot getönter Kohlefaser, mit offener Reliefstruktur. Die Kopfstützen der vorderen Sitze sind mit dem Logo „Super Sport“ in Rot sowie der Limitierungsschriftzug in Schwarz bestickt. Das Sportlenkrad ist mit Leder und Alcantara bezogen, schwarze Nähte und Kohlefaser-Elemente setzen Akzente.
 
Die Einfassung des zentralen Instruments ist im klassischen, sogenannten „Cannocchiale“-Design historischer Alfa Romeo gestaltet. Die Grafik des volldigitalen TFT-Monitor mit 12,3 Zoll (31,2 Zentimeter) Bildschirmdiagonale lässt sich individuell anpassen.

Bezeichnung „Super Sport“ erinnert an den ersten Sieg von Alfa Romeo beim berühmtesten Straßenrennen seiner Zeit, der Mille Miglia.  © Media Stellantis
 
Zusätzlich zu den Darstellungsoptionen EVOLVED, RELAX und HERITAGE steht für bei beiden Quadrifoglio-Sondermodellen die Variante RACE zur Verfügung. Sie zeigt eine vom Rennsport inspirierte Grafik mit mittig angeordnetem Drehzahlmesser und spezifischen Performance-Informationen. So können beispielsweise Grafiken zur aktuellen Leistungsabgabe des Motors seitlich platziert werden.
 
Alfa Romeo Giulia Quadrifoglio Super Sport und Alfa Romeo Stelvio Quadrifoglio Super Sport werden von 2,9-Liter-V6-Motoren angetrieben, die 382 kW (520 PS) leisten. Das mechanische Sperrdifferenzial AlfaTM Q2 in der Hinterachse optimiert die Traktion bei allen Fahrbedingungen durch eine optimale Verteilung des Drehmoments an der Hinterachse und sorgt sowohl bei der Sportlimousine Giulia (Hinterradantrieb) als auch beim High-Performance-SUV Stelvio (Alfa™ Q4 Allradantrieb) für optimale Kraftübertragung auf die Straße. Auf diese Weise werden Fahrstabilität, Agilität und Kurvengeschwindigkeit erhöht. Die Fahrwerksabstimmung wurde anhand von Erfahrungen mit den früheren, vom Rennsport abgeleiteten Sondermodellen GTA und GTAm konfiguriert.
 
Die Verwendung von Aluminium für den Motor sowie Kohlefaser für Kardanwelle, Motorhaube, Spoiler und Seitenschweller garantiert bei den neuen Sondermodellen eine Fahrdynamik auf höchstem Niveau. Die Aerodynamik der Alfa Romeo Giulia Quadrifoglio Super Sport wird durch den aktiven Frontsplitter aus Kohlefaser bei hohen Geschwindigkeiten weiter optimiert. Die serienmäßige Abgasanlage von Akrapovič® sorgt für unverwechselbaren Sound.
 
Die in jeweils drei Elemente aufgeteilten Hauptscheinwerfer in Voll-LED-Matrix-Technologie gehören bei beiden Sondermodellen zur Serienausstattung.
 
Alfa Romeo bringt stark limitierte Sondermodelle für Quadrifoglio Versionen von Giulia und Stelvio mit besonderen Ausstattungshighlights und einer modernisierten Version des vierblättrigen Kleeblatts.   © Media Stellantis

Das Centro Stile Alfa Romeo interpretiert das Quadrifoglio neu

 
Um Alfa Romeo Giulia Quadrifoglio Super Sport und Alfa Romeo Stelvio Quadrifoglio Super Sport einzigartig zu machen, überarbeitete das Centro Stile Alfa Romeo das klassische Quadrifoglio-Logo. Seit 1923 ziert das vierblättrige Kleeblatt als Glücksbringer die Rennwagen von Alfa Romeo sowie die jeweils leistungsstärksten Modelle einer Baureihe.
 
Zum ersten Mal in der inzwischen über 100-jährigen Geschichte des Quadrifoglio wird die Farbe Weiß für den Hintergrund des Logos durch Schwarz ersetzt. Unverändert bleibt das grüne vierblättrige Kleeblatt. Diese Neuinterpretation knüpft an das spezielle Quadrifoglio-Logo an, das vom Centro Stile Alfa Romeo im vergangenen Jahr anlässlich des 100. Geburtstags des Glücksbringers entworfen wurde. Damals kennzeichneten ein goldener Rahmen und die Jahreszahlen 1923-2023 die Sonderausgabe des Logos.

Der Mille-Miglia-Sieg des Alfa Romeo 6C 1500 Super Sport

 
Nach dem Gewinn der 1927 erstmals ausgerichteten Weltmeisterschaft im Automobilrennsport, entwickelte Alfa Romeo ein neues Serienfahrzeug mit motorsportlichen Attributen. So wies der 1,5-Liter-Sechszylindermotor des 6C 1500 für die Zeit revolutionäre Technologien wie obenliegende Nockenwellen auf. In der Serienversion leistete das Triebwerk 44 PS.

Alfa Romeo Giulia Quadrifoglio Super Sport wird weltweit nur 275 Mal gebaut, Alfa Romeo Stelvio Quadrifoglio Super Sport nur 175 mal.    © Media Stellantis
 
Für den Einsatz im Rennsport überarbeitete Ingenieur Vittorio Jano den Motor. In der Variante Super Sport mit Kompressoraufladung und mit verschweißtem Zylinderkopf stieg die Leistung auf 84 PS. Für den Einsatz beim Straßenrennen Mille Miglia 1928 gab das Werksteam bei Zagato eine besonders leichte Karosserie in Auftrag. Der Alfa Romeo 6C 1500 Super Sport MMS (Mille Miglia Speciale) erreichte so eine Höchstgeschwindigkeit von zeitgenössisch äußerst beeindruckenden 155 km/h.
 
Alfa Romeo schickte vier Teams an den Start des Nonstop-Rennens vom norditalienischen Brescia in die Landeshauptstadt Rom und zurück. Nach 1.640 Kilometern – rund 1.000 Meilen – und einer Fahrtzeit von 19 Stunden und 14 Minuten erreichten Grand-Prix-Star Campari und Rennmechaniker Giulio Ramponi als Sieger das Ziel. Ihre Durchschnittsgeschwindigkeit betrug von 84,128 km/h.
 
Neben den Erfolgen im Rennsport bescherten die verschiedenen Versionen des Alfa Romeo 6C 1500 der Marke zwischen 1927 und 1929 auch hervorragende kommerzielle Ergebnisse: 1.064 Stück wurden verkauft, eine für die damalige Zeit durchaus respektable Zahl.
 
Das Werksteam von Alfa Romeo feierte bis zum Ende der Mille Miglia als Straßenrennen im Jahr 1957 noch zehn weitere Sieg. Ein weiteres Mal gewann ein privater Alfa Romeo. Damit ist die Marke Rekordhalter – und noch heute zahlreich im Teilnehmerfeld der als Oldtimer-Rallye wiederbelebten Veranstaltung vertreten.

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