Retro: Zum Jahresende liess es Sothebys noch einmal krachen
Bei ihrer Versteigerung im Scheichtum Abu Dhabi am Persischen Golf liessen es die Auktionaten von Sotheby's vor 6 Jahren noch einmal richtig krachen. Schauplatz war die Rennstrecke „Yas Marina Circuit“ östlich von Abu Dhabi, wo am nächsten Tag der abschließende Lauf der Formel 1 für die Saison 2019 stattfand. 40 ausgesucht seltene und daher teure Sportwagen sollten unter den Hammer kommen, davon die Hälfte mit einem mutmaßlichen Wert von zum Teil weit über einer Million Dollar.Ferrari FXX K 2015 war das Highlight bei der Auktion
Spitzenreiter des Angebots war ein Ferrari FXX K von 2015, ein Modell, das zum ersten Mal auf einer öffentlichen Auktion angeboten wurde. Es galt mit 1050 PS (772 kW) als das leistungsstärkste Serienmodell der Marke und wurde von seinem Besitzer nur 250 Kilometer gefahren. Sotheby's schätzte den Wert auf mindestens vier Millionen bis viereinhalb Millionen Dollar, wenn nicht noch mehr.
Der FXX K wurde Ende 2014 auf dem Yas Marina Circuit in Abu Dhabi vorgestellt, also genau dort, wo er mit der angesetzten Auktion einen neuen Besitzer finden sollte. Bei der Namensgebung wurde nach der Bezeichnung des Vorgängermodells FXX der Buchstabe K für Kinetic Energy Recovery System (KERS) angefügt. Das aus der Formel 1 bekannte Bremsenergierückgewinnungssystem setzt auf Knopfdruck elektrische Energie in zusätzliche Leistung für einen Elektromotor um, der die Kraft des 6,3 Liter großen V8-Benziners ergänzt. Die Stückzahl war auf 32 Exemplare begrenzt.
7 Modelle aus Maranello im Angebot, zuzüglich 2 Formel-1-Boliden
Der Ferrari 2002, mit dem Michael Schumacher beim Grand Prix von Frankreich vor 17 Jahren seinen fünften Weltmeistertitel sicherte, wird auf bis zu 7,5 Millionen Dollar geschätzt. Ein Teil des Erlöses aus dem Verkauf des F 2002 kam der Keep Fighting Foundation zugute, einer globalen Initiative, die von Schumachers Familie ins Leben gerufen wurde, um dessen gemeinnützige Arbeit fortzusetzen. Zu den Zwecken der Stiftung zählen die Förderung von Kultur, Bildung, Wissenschaft und öffentliche Gesundheit.
Daneben standen noch eine ganze Reihe weiterer Pretiosen auf der Versteigerungsliste. Darunter ein Mercedes SLR McLaren Stirling Moss aus dem Jahr 2010, der auf 2,75 Millionen Dollar geschätzt wurde.
Dieser teure Gebrauchtwagen hat nur 500 Kilometer auf dem Tacho. Das Auto war eines von 75 Exemplaren, die in Erinnerung an den Sieg des Briten Stirling Moss bei der Mille Miglia 1955 gebaut wurden.
Das Angebot an seltenen Hypercars umfasste außerdem einen Aston Martin One-77 von 2011, dessen Erlös als Spende Naturschutzgebiete in Afrika unterstütztl (geschätzt 1,5 Millionen bis zwei Millionen Dollar). Das Auto war schon 2010 alles andere als ein Schnäppchen. Es kostete als Neuwagen 1,25 Millionen Britische Pfund zuzüglich der lokalen Steuern und war in Deutschland für nach damaligem Kurs umgerechnete 1,8 Millionen Euro zu haben.
Im richtigen Leben war der Jaguar C-X75 ein Konzeptauto, das als Hybrid von vier Elektromotoren an den Radnaben angetrieben wurde. Als Reichweitenverlängerer sollten entweder zwei dieselbetriebene Mikrogasturbinen oder ein aufgeladener Ottomotor zum Einsatz kommen. Wegen wirtschaftlicher Probleme kam allerdings nie eine Produktion in Gang.
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