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Nordfranzösisches Werk fertigt europäischen Bestseller seit 2001
© Toyota | Zoom

Produktionsstätte des Toyota Yaris feiert 20.

Aus Frankreich in die Welt: Die Produktionsstätte des Toyota Yaris (Kraftstoffverbrauch kombiniert: 5,1-2,8 l/100 km, CO2-Emissionen kombiniert: 117-64 g/km) feiert ihren 20. Geburtstag. Bereits seit Ende Januar 2001 läuft der Kleinwagen bei Toyota Motor Manufacturing France (TMMF) im nordfranzösischen Valenciennes vom Band – und entwickelte sich so zum europaweiten Bestseller.

Jeder fünfte Toyota Kunde in Europa entscheidet sich mittlerweile für den Yaris, der in seinem Segment aktuell einen Marktanteil von 8,4 Prozent erzielt – eine beindruckende Zahl auf einem von zahlreichen traditionsreichen Autobauern dominierten Kontinent. In Deutschland ist der Cityflitzer sogar das beliebteste Toyota Modell: 21.000 Neuzulassungen 2020 entsprechen einem Anteil von gut 27 Prozent am hiesigen Gesamtabsatz der japanischen Marke, der Großteil der Kunden wählt dabei die Hybridvariante. 
 
Die Beliebtheit spiegelt sich auch in der Produktion wider: Erst im Dezember 2020 wurde der viermillionste Yaris in Frankreich hergestellt. Der Erfolg des Kleinwagens hatte auch unmittelbare Folgen für TMMF, das sukzessive modernisiert und erweitert wurde. Toyota hat kumuliert 1,5 Milliarden Euro in die Anlage investiert, die mittlerweile Arbeitsstätte für 5.000 Personen ist.

Modernisierung mit Blick auf Produktivität und Ökologie

Eine der umfassendsten Modernisierungen erfolgte im Zuge der Einführung der aktuellen, vierten Modellgeneration des Yaris, die seit Sommer 2020 erhältlich ist. Die zugunsten der Fahrdynamik erhöhte Karosseriesteifigkeit führte beispielsweise zu neun Prozent mehr Schweißpunkten. Um dies umzusetzen und Ergonomie, Präzision und Produktivität zu verbessern, ersetzte oder aktualisierte Toyota mehr als 70 Prozent der Roboter in der Schweißerei. Auch die beliebte Zweifarblackierung erfolgt seitdem automatisiert und schneller dank verkürzter Prozesszeiten. 
 
Die Automatisierung ist auch angesichts der Werksgröße erforderlich: Obwohl sich einige Arbeitsbereiche mit der Zeit vergrößerten – die Kunststoffwerkstatt sogar auf das Doppelte –, erstreckt sich die Anlage nach wie vor auf 180.000 Quadratmeter. Effizienz ist daher besonders wichtig.
 
Bei allen Verbesserungen hatte die japanische Automobilmarke aber auch stets die Umweltbelastung im Blick. Die Kunststoffteile für den neuen Yaris werden beispielsweise in noch größerem Umfang im eigenen Haus gefertigt, was nicht nur die Qualitätskontrolle vereinfacht, sondern auch die Logistikkosten und Transportemissionen verringert. Die Kunststoff-Lackieranlage ermöglicht zudem eine höhere Lackauftragsrate von 90 Prozent, was zu weniger Abfall und einem um 30 Prozent geringeren Energiebedarf führt. Die Energie stammt dabei ohnehin aus Wärmepumpen anstelle der früheren Gaskessel. Damit ist TMMF auf dem Weg, seine CO2-Emissionen bis 2040 auf Null zu reduzieren.

Familienzuwachs und alternative Produktion

Die für die Produktionsumstellung auf die GA-B Plattform erforderlichen Modernisierungen bilden auch die Basis für weitere Modelle. Noch in diesem Jahr läuft beispielsweise der ebenfalls auf der Fahrzeugarchitektur aufbauende Yaris Cross in Valenciennes vom Band. Dadurch erreicht das Werk einen Fertigungsrekord von 300.000 Einheiten pro Jahr. 
 
Um der weiterhin steigenden Nachfrage gerecht zu werden, wird der Yaris künftig zusätzlich auch bei Toyota Motor Manufacturing Czech Republic (TMMCZ) gefertigt. Das ehemalige Werk von Toyota Peugeot Citroën Automobile, das zum 1. Januar 2021 vollständig übernommen und umbenannt wurde, erweitert das europäische Produktionsnetzwerk. Motoren und Getriebe des Yaris stammen von Toyota Motor Manufacturing Poland (TMMP), das Design kommt aus dem ED²-Zentrum in Südfrankreich und die Forschung und Entwicklung aus dem Technikzentrum in Zaventem bei Brüssel. Der Yaris ist eben ein echter Europäer.

Toyota / DW