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Das Hypercar mit Formel 1-Technologie geht in die exklusive Kleinserienfertigung
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Produktion der Kundenfahrzeuge des Mercedes-AMG ONE ist gestartet

Nur 275 Exemplare werden insgesamt gebaut: Die exklusive Fertigung des Hypercars Mercedes-AMG ONE (Kraftstoffverbrauch gewichtet, kombiniert: 8,7 l/100 km; CO2‑Emissionen gewichtet, kombiniert: 198 g/km; Stromverbrauch gewichtet, kombiniert: 32 kWh/100 km)[1] ist gestartet. Die ersten Fahrzeuge gehen im zweiten Halbjahr 2022 an die Kunden. Der Formel 1-basierte Hybridantrieb mit 1,6-Liter-V6-Turbomotor und vier Elektromaschinen entsteht bei den Motorsportexperten von Mercedes-AMG High Performance Powertrains in Brixworth (England). Sie sind auch für die Entwicklung und Produktion der Power Units für die Mercedes-AMG Petronas F1 Rennwagen verantwortlich. Das Gesamtfahrzeug wird im britischen Coventry hergestellt. In Zusammenarbeit mit dem Fertigungspartner Multimatic hat Mercedes-AMG dort eine eigene Kleinserienfertigung aufgebaut.
 

„Der Mercedes-AMG ONE ist das ambitionierteste Projekt, das wir uns jemals vorgenommen haben – von der Entwicklung bis zur Produktion. Es markiert einen weiteren Höhepunkt in der erfolgreichen strategischen Weiterentwicklung von Mercedes-AMG in Richtung einer elektrifizierten Future of Driving Performance. Die Fertigung der exklusiven Kleinserie ist dabei eine ganz besondere Herausforderung. Das Hypercar bringt erstmals aktuelle Formel 1-Hybrid-Technologie nahezu eins zu eins von der Rennstrecke auf die Straße und kombiniert überwältigende Performance mit beispielhafter Effizienz. Das ist weltweit einzigartig. Die Umsetzung erfolgt jetzt im engen Teamwork zwischen Mercedes-AMG in Affalterbach, den Formel 1-Experten von Mercedes-AMG High Performance Powertrains in Brixworth und unserem Produktionspartner Multimatic. Wir als gesamtes Team sind sehr stolz, nun die Produktion der ersten Kundenfahrzeuge begonnen zu haben“, so Philipp Schiemer, Vorsitzender der Geschäftsführung der Mercedes‑AMG GmbH.

Die Angaben zu Verbrauch und CO2-Emissionen sind vorläufig und wurden intern nach Maßgabe der Zertifizierungsmethode „WLTP-Prüfverfahren“ ermittelt. Es liegen bislang weder bestätigte Werte vom Technischen Dienst noch eine EG-Typgenehmigung noch eine Konformitätsbescheinigung mit amtlichen Werten vor. Abweichungen zwischen den Angaben und den amtlichen Werten sind möglich.
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Die exklusive Fertigung erfolgt in Handarbeit an insgesamt 16 Montage- und Prüfstationen. Viele Arbeitsschritte erinnern an die Herstellung von hochwertigen Luxusuhren: So werden einige Baugruppen zunächst vormontiert und auf ihre Funktion geprüft. Danach werden sie wieder demontiert und erst dann final ins Fahrzeug eingebaut. Das gilt beispielsweise für das Kohlefaser-Monocoque mit integriertem Dach sowie für alle Karosserie-Anbauteile, die aus dem leichten und stabilen, aber auch kostspieligen Werkstoff bestehen. Als erstes wird die gesamte Außenhaut komplett montiert. Spezialisten überprüfen dann alle Passformen und bringen diese, wenn nötig, auf Maß. Nur so kann ein vollkommen gleichmäßiges Fugenbild entstehen. Dabei müssen sie die abschließende Lackierung mit einberechnen, durch die eine weitere Schicht hinzukommt. Angesichts einer Wandstärke des Carbons von nur 1,2 Millimetern an einigen Stellen eine höchst diffizile und spezialisierte Tätigkeit. Passt alles perfekt zusammen, werden die Anbauteile inklusive Türen und Hauben wieder demontiert und dann als Carset für jedes einzelne Fahrzeug von Hand lackiert – dies garantiert den perfekten Colour Match des Gesamtfahrzeugs.
 
Im weiteren Montageschritt werden Antriebsstrang und Rohkarosserie vereint: Der 1,6-Liter-V6-Turbomotor, die Hochvoltbatterie und die insgesamt vier Elektromaschinen wurden zuvor auf den Prüfständen in Brixworth getestet, um sicherzustellen, dass sie die Leistungsvorgaben exakt erreichen ‑ genau nach den gleichen Verfahren, die auch bei den Formel-1-Aggregaten von Mercedes-AMG angewendet werden. Mercedes‑AMG High Performance Powertrains liefert die entsprechenden Einheiten an: den eTurbo-Hybrid-Verbrennungsmotor, die Hochvoltbatterie des Plug-in-Hybriden, die Vorderachse mit den zwei Elektromaschinen und die Leistungselektronik inklusive Inverter für jede der vier Elektromaschinen. Im Arbeitsablauf sind 75 Prozent der Teile bereits montiert, bevor die Hochvoltkomponenten installiert werden.

„Der Mercedes-AMG ONE ist das ambitionierteste Projekt, das wir uns jemals vorgenommen haben – von der Entwicklung bis zur Produktion."
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Ein allgemeiner Überblick zu den Produktionsschritten, die in 16 Haupt-Stationen organisiert sind:
  • Station 1 bis 4: Montage der mechanischen Teile und aller Niedervolt-Komponenten sowie Verbau wesentlicher Triebstrangkomponenten inklusive Bestandteile Fahrzeugelektrik.
  • Station 5 bis 6: Montage Hochvoltbatterie und Hochvoltanschlüsse, Probeläufe Verbrennungsmotor und Elektromotoren sowie Inbetriebnahme des Fahrzeugs.
  • Station 7: Innenraum-Montage.
  • Station 8: Beginn der Montage der Karosserieaußenteile, Türen und Kotflügel. Während dieses Prozesses treffen vorgefertigte Karosserieelemente wie die vorderen und hinteren Verkleidungen, die Seitenverkleidungen und die Türen auf die Hauptmontagelinie im Vormontagebereich des Werks. Auch hier liegt die besondere Herausforderung in den zum Teil sehr unterschiedlichen Kundenwünschen.
  • Station 9: Fortsetzung der Außenmontage.
  • Station 10: Finale Montage der Außenhaut.
  • Station 11: Montage Räder und Wagenboden.
  • Station 12: Einstellung Räder und Scheinwerfer.
  • Station 13: Rollenprüfstand zur Prüfung des Fahrzeuges in allen Fahrmodi.
  • Station 14: Vier-Stempel-NVH-Test (Noise, Vibrations, Harshness), ggf. Feineinstellung.
  • Station 15: Monsun-Regentest.
  • Station 16: Lichtkabine mit visueller Kontrolle aller Oberflächen und technischen Funktionsprüfungen aller Komponenten.
Nur 275 Exemplare werden insgesamt gebaut
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Insgesamt arbeiten über 50 Spezialisten an jedem einzelnen Mercedes‑AMG ONE. Nach jeder Station prüfen sie die Qualität anhand festgelegter Merkmale. Der sorgfältige Fertigungsprozess wird durch modernste Produktionsmethoden der Industrie 4.0 ergänzt, die Mercedes‑AMG auch am Standort Affalterbach bei der Produktion der AMG Motoren einsetzt. So sind Bauteile in aufeinander abgestimmten Sets in Materialträgern vorsortiert und stehen zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort zur Verfügung.
 
Zum Abschluss der Produktion nimmt ein Werkstestfahrer jeden Mercedes‑AMG ONE auf einem nahegelegenen Versuchsgelände noch einmal final ab. Nach seiner Freigabe wird das Fahrzeug mit einem Transportschutz in einem geschlossenen LKW in die Mercedes‑AMG Zentrale nach Affalterbach gebracht. Dort weisen Mercedes‑AMG ONE Experten die Kunden in die Technik des Hypercars ein und übergeben anschließend das Fahrzeug.
 

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