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Sich ganz in das Erlebnis Autofahren vertiefen
© Porsche | Zoom

Porsche Ausfahrt: Georgia

Hurley Haywood, ehemaliger Porsche Werkfahrer und Daytona-Legende, bringt uns in der neuesten Folge der Reihe „Auf Ausfahrt“ hoch in die Blue Ridge Mountains.

Ort

Georgia, USA
 

Distanz

80 Kilometer bzw. zwei Stunden
 

Besonderheit

Anspruchsvolle Haarnadelkurven und Höhenunterschiede inmitten einer beeindruckenden Waldlandschaft
 
Hurley Haywood hat eine Rennhistorie vorzuweisen, die ihresgleichen sucht. Er gewann nicht nur bisher unübertroffene fünfmal beim 24-Stunden-Rennen von Daytona, sondern ist auch dreifacher Sieger von Le Mans. Haywood verbindet man vor allem mit den unverwechselbaren weiß-rot-blauen 911 RSR von Brumos Racing, aber er war auch als Werkfahrer für Porsche im 936, 935 und 956 auf der Strecke. Sein letztes Rennen bestritt er 2012 in Daytona, bei dem er im Alter von 63 Jahren im Team mit Marc Lieb und anderen in einem 911 GT3 den dritten Platz einfuhr.
 
Heute lebt Haywood ganz in der Nähe seines geliebten Daytona International Speedway. Bei der Frage nach der perfekten Strecke für seine Folge von „Auf Ausfahrt mit:“ konnte er sich kaum zwischen seinem Heimatstaat und zwei weiteren US-amerikanischen Bundesstaaten entscheiden. „Ich hätte am liebsten über Autofahren in drei verschiedenen Staaten gesprochen“, erklärt er. „Ich wohne in Florida, da gibt es ein paar wirklich tolle Straßen. Ich liebe es, sonntags von meinem Wohnort St. Augustine auf der US 1 durch die Sümpfe und Everglades hinunter bis nach Daytona zu fahren. Zur Schule bin ich in Vermont gegangen, auch dort gibt es wirklich schöne Straßen, vor allem rund um das Skigebiet Stowe Mountain Resort. Aber ich muss mich für eine Strecke entscheiden, also auf nach Georgia!“

Hurley Haywood
Hurley Haywood
© Porsche
 
 

Große Höhenunterschiede und jede Menge Serpentinen

Haywood hat sich für den Suches Loop entschieden, eine dicht bewaldete Passstraße, die um den Blood Mountain an der Südspitze der berühmten Gebirgskette Blue Ridge Mountains herumführt. „Die Strecke beginnt in der Nähe von Atlanta, wo sich der Hauptsitz von Porsche USA befindet, und ist zirka 80 km lang. „Es gibt große Höhenunterschiede und jede Menge Serpentinen, was diese Straße für mich zu einer der anspruchsvollsten überhaupt macht.“
 
Am besten fährt man von der Stadt Dahlonega aus auf den Suches Loop, der hier auch der „Georgia Dragon“ genannt wird. Von hier aus geht es auf der Route 60 immer in Richtung Norden bis nach Suches selbst, und dann auf den Highway 180 – die „Wolf Pen Gap Road“. Diese schmale, anspruchsvolle Straße besteht aus drei atemberaubenden Gebirgspässen: Neel’s Gap, Hester Gap und Stonepile Gap – alle drei bieten beeindruckende Aussichten auf den Chattahoochee National Forest. Wenn der Highway 180 auf den Highway 19 trifft, etwa auf ein Uhr auf dieser Rundstrecke im Uhrzeigersinn, fährt man rechts ab auf eine schnellere, zweispurige Straße die sich gen Süden zurück nach Dahlonega schlängelt.

 „Eine großartige Gegend, um sein Auto in vollen Zügen zu genießen“, betont er. „Wenn ich solche Straßen entlangfahre, schalte ich gerne das Radio aus und konzentriere mich auf den Rhythmus des Wagens, indem ich den Gangwechseln und den Motorengeräuschen lausche."
© Porsche
 
 

Spektakulär zu jeder Jahreszeit

„Das erste Mal bin ich diese Strecke vor zehn oder 15 Jahren auf einer Presseveranstaltung von Porsche gefahren“, berichtet Haywood. „Letztes Jahr fuhr ich wieder hier entlang und es hat sich praktisch nichts verändert. Das Tolle an der Ostküste sind allerdings die großen Veränderungen zwischen den Jahreszeiten, wobei jede auf ihre Weise wunderschön ist. Klar, im Winter ist es weniger angenehm, aber Frühling, Sommer und Herbst sind einfach spektakulär.“
 
Haywood empfiehlt, sich auf dem Suches Loop nicht zu hetzen und vor allem die Geschwindigkeitsbegrenzungen im Auge zu behalten. „Es gibt hier sehr viele unübersichtliche Kurven, das heißt, wenn man nicht aufpasst, kann es echt brenzlig werden. Und man möchte hier wirklich nicht von der Straße abkommen. Nehmen Sie sich also ein paar Stunden Zeit, die Route zu genießen, statt auf Teufel komm raus schnell zu fahren. Es gibt auch da draußen hier und da Verkehrskontrollen, darauf sollte man achten. Aber die Polizei weiß auch, dass die Leute aus Spaß am Fahren hierherkommen und ist daher relativ nachsichtig!“
 

Geringes Verkehrsaufkommen

Zu den Vorzügen des Suches Loop gehört auch ein eher geringes Verkehrsaufkommen. Im Frühling und Herbst kann es schon mal etwas voller auf den Straßen werden, wenn sich die Bäume in voller Pracht zeigen, doch die meiste Zeit des Jahres ist es ruhig hier. „Da die Straße selbst so anspruchsvoll ist, sieht man hier nur selten SUVs oder Kombis“, weiß Haywood. „Vielmehr trifft man auf andere enthusiastische Fahrer, also selbst, wenn man mal mehrere Autos vor sich hat, kann man davon ausgehen, dass die ebenfalls recht flott unterwegs sind.“

Anspruchsvolle Haarnadelkurven und Höhenunterschiede inmitten einer beeindruckenden Waldlandschaft
© Porsche
 
 
Im Gegensatz zur Auswahl der Strecke fiel Haywood die Wahl seines Lieblingswagens für diese Ausfahrt sehr leicht: „Ich bin diese Strecke schon in vielen verschiedenen Wagen gefahren, vom 911 Turbo über den Cayman bis hin zum Taycan. Natürlich zieht es mich immer zum 911, diese Fahrzeuge sind so toll im Handling, aber das sind mittlerweile alle Porsche. Der 718 eignet sich perfekt für diese Straßen, aber auch der Taycan macht trotz seiner relativ großen Abmessungen sehr viel Spaß, weil man zu jeder Zeit so viel Drehmoment zur Verfügung hat. Zum Suches Loop passt eigentlich jeder Porsche ganz gut, aber meine erste Wahl bleibt dennoch ein 911.“
 

Sich ganz in das Erlebnis Autofahren vertiefen

Für Haywood liegt der Reiz des Suches Loop vor allem in der beeindruckenden Landschaft, gleichzeitig bietet er ihm aber auch die Möglichkeit, sich ganz in das Erlebnis Autofahren zu vertiefen. „Eine großartige Gegend, um sein Auto in vollen Zügen zu genießen“, betont er. „Wenn ich solche Straßen entlangfahre, schalte ich gerne das Radio aus und konzentriere mich auf den Rhythmus des Wagens, indem ich den Gangwechseln und den Motorengeräuschen lausche. Als Beifahrer kann man in den ganzen Serpentinen auf dem Suches Loop fast seekrank werden, darauf sollte man als Fahrer achten. Aber auch eine Fahrt allein durch diese Gegend ist wunderschön, wenn man sich komplett darauf fokussieren und das Potenzial seines Wagens ausreizen kann.“

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