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Das Cloud-Team aus der TE und der Konzern-IT (von hinten): Robert Schulte, Frank Friedrichs, Christian Mandel und Luigi Morreale.
© Volkswagen Media | Zoom

Neue Cloud-Lösung: Virtueller Fahrzeugbau im Homeoffice

In  der Corona-Pandemie hat die Technische Entwicklung von Volkswagen mehr als 1.000 digitale Arbeitsplätze für rechenintensive Aufgaben eingerichtet. Die Experten sparen viel Zeit – und schonen das Klima. Montagesimulationen, 3D-Bauteile oder virtueller Fahrzeugbau: Seit Beginn der Covid-19-Pandemie erledigen Volkswagen Entwickler viele rechenintensive Aufgaben am heimischen Schreibtisch. Mit einer so genannten Citrix-Cloud-Anbindung hat ein kleines Team im Frühjahr binnen Tagen die Voraussetzungen für ausreichende Rechnerleistungen geschaffen. Die Technische Entwicklung ist damit einer von vielen Unternehmensbereichen, die digitaler und gleichzeitig nachhaltiger arbeiten als vor Corona.

Im Homeoffice reicht für die meisten Mitarbeiter ein Laptop inklusive Software wie Skype, Outlook und Co.. Nicht so bei Experten in der Vorentwicklung, der Serienkonstruktion, der Simulation oder der virtuellen Absicherung. Sie gehen mit gewaltigen Datenmengen um und brauchen große Rechnerleistungen. Ihr Arbeitsplatz war daher bisher fest auf dem Wolfsburger Werksgelände - auch um die Datensicherheit zu garantieren und das Know-how der Entwickler zu schützen. Das Covid-19-Virus veränderte alles: Die rechnergestützte Entwicklung in der TE wurde unmöglich, Stillstand drohte, schnell musste eine Lösung her. Die fand eine Taskforce aus TE und Konzern-IT im Ausbau einer Cloud-Lösung, die seit Ende 2019 als Pilotprojekt im Einsatz war.

Sicherer Zugriff – von überall

Herausfordernd war aber nicht nur die Technik, die nun für viele Anwender – ob interne Entwickler oder Ingenieure von Zulieferern – zur Verfügung stehen sollte. Auch der Daten- und Know-how-Schutz spielte eine wichtige Rolle. „Mit Sorgfalt und mit hohem Tempo konnten wir beim Übergang auf digitale Arbeitsweisen auch den Datenschutz ausreichend sicherstellen. Die Daten bleiben auf unseren Servern und die Citrix-Cloud sorgt für einen sicheren Zugriff, wo immer man ist“, betont Luigi Morreale aus der Konzern-IT.
 
Es dauerte nur 14 Tage, bis das Experten-Team befristete Lizenzen für die sogenannte Citrix-Cloud-Nutzung beschafft und für ausreichenden Datenschutz gesorgt hatte. Zudem entwickelte das Team um Morreale und Christian Mandel aus dem Vorseriencenter einen Prozess, um die Mitarbeiter digital anzubinden und ihnen Support zu geben, wenn sie ihn brauchen.

„Als ob ich im Werk wäre“

Die Nutzer der Cloud-Lösung zeigten sich in einer Umfrage im Mai 2020 höchst zufrieden. 179 Mitarbeiter – intern wie extern – nahmen teil. Einer von ihnen, Oleg Schleining von den Services Datenmanagement, erklärt: „Die digitale Verbindung ist stabil und schnell. Ich kann jetzt daheim arbeiten, als ob ich im Werk wäre.“ Eine Fortsetzung der digitalen Arbeit mit Cloud-Lösung wünschten sich über 80 Prozent der befragten Beschäftigten.
 
Das TE-Team, das die Pilotlösung nach Beginn der Corona-Pause in kürzester Zeit verwirklicht hatte, arbeitet nun mit der IT daran, die Cloud-Lösung als digitale Arbeitstechnik zu bewerten und womöglich auch längerfristig zu etablieren. „Jedenfalls solange die Pandemie dauert – und vielleicht auch darüber hinaus“, sagt Mandel.

Volkswagen Media / DW