Eine Mitarbeiterin prüft den fertigen runderneuerten Reifen durch eine Sichtkontrolle. Der Reifen durchläuft danach eine technische Belastungsprüfung und wird nach Bestehen der beiden Kontrollschritten ausgeliefert.
© Michelin | Zoom

Nachhaltige Mobilitätslösungen für die Transport- und Logistikbranche: Michelin auf der IAA Transportation 2022

Ein Plus an Leistung, ein Plus an Effizienz – und ein Plus für die Umwelt: Wenn sich vom 20. September an die Transport- und Logistikbranche auf der IAA Transportation in Hannover trifft, zeigt Michelin, wie Fuhrparkbetreiber und Flottenmanager ihr Unternehmen fit für die Zukunft machen. In Halle 19-20, Stand A11, stellt das Unternehmen auf der internationalen Leitplattform für Nutzfahrzeuge, Transport, Logistik und Busse nachhaltige Mobilitätslösungen mit, rund um und über Reifen hinaus vor. „Die Nutzfahrzeugbranche steht vor zahlreichen Herausforderungen: Wirtschaftlichkeit, Sicherheit, Nachhaltigkeit, Digitalisierung, Klimaneutralität und Vernetzung sind die Schlagworte unserer Zeit. Wir wollen und wir werden unseren Beitrag für eine nachhaltige Mobilität dieser Branche leisten – vor allem mit Ideen und Ansätzen, die über das klassische Reifengeschäft hinausreichen“, so Maria Röttger, President und CEO Michelin Europa Nord.
 

Leistungsstark und ökologisch

Kraftstoffeffizienz, CO2-Reduzierung, Langlebigkeit, Verlängerung eines Reifenlebens und Reifenrecycling: Michelin präsentiert auf der IAA Lösungen, die die ganzheitlichen Kosten von Nutzfahrzeugen senken und die CO2-Bilanz verbessern. So spart der MICHELIN X® MULTITM EnergyTM für den Nah- und Fernverkehr bis zu 1,1 Liter auf 100 Kilometer ein. Der rollwiderstandsoptimierte Reifen ist zudem auf eine hohe Laufleistung ausgelegt – beides wirkt sich positiv auf die Gesamtbilanz aus. „Die Region Europa Nord von Michelin hat mit den Werken Homburg, Karlsruhe und im britischen Stoke-on-Trent eine große Nutzfahrzeug-Expertise. Für viele Hersteller von Lkw, Bussen, Transportern und Anhängern ist eine kontinentale Produktion attraktiv“, so Röttger.
 
Reifen von Michelin punkten darüber hinaus auch in Sachen Umwelt- und Materialschonung. Das wichtige Thema Runderneuerung und Recycling ist einer der Messeschwerpunkte. So erreichen etwa Lkw-Reifen, die mit dem speziellen Runderneuerungsverfahren MICHELIN REMIX nach hohen Qualitätsmaßstäben bearbeitet und nachgeschnitten werden, eine um bis zu 150 Prozent höhere Laufleistung. „Die Runderneuerung ist ein nachhaltiges und umweltschonendes Verfahren und ein wichtiges Standbein von Michelin“, so Röttger. Michelins Mehr-Leben-Konzept bedeutet für Lkw-Flotten und Transportunternehmen geringere Kosten durch weniger Reifenwechsel und für die Umwelt eine deutlich geringere Belastung. In seinem modernen Werk in Homburg hat Michelin Produktionskapazitäten von bis zu 620.000 runderneuerten Reifen pro Jahr. Auch das Lkw-Werk in Stoke-On-Trent spielt in diesem Bereich eine tragende Rolle mit einer Produktionskapazität von jährlich bis zu 310.000 runderneuerten Reifen.
 
Der Reifen wird an der Maschine mit einem neuen Laufstreifen belegt.
Der Reifen wird an der Maschine mit einem neuen Laufstreifen belegt.
© Michelin 
 

Integrierte und vernetzte Services und Lösungen

Premiere auf der IAA Transportation feiert MICHELIN Connected Fleet für den deutschen Markt. Unter der neuen Marke sind die datengestützten Flottenmanagementlösungen der Michelin Gruppe vereint. Darüber hinaus stellt MICHELIN Connected Fleet eine neue Reihe von vernetzten Lösungen für Spediteure, Fuhrparkbetreiber und Transporter-Flotten vor: Sie geben einen vollständigen Echtzeit-Überblick über beispielsweise die Nutzung von Zugmaschinen und Anhängern. Damit können die Nutzer ihre Flotten optimal auslasten, Betriebskosten senken und über Rückmeldungen zum Fahrverhalten die Verkehrssicherheit erhöhen, Verschleiß am Fahrzeug senken und den Spritverbrauch dadurch optimieren.
 
Die vorausschauende Lösung zur Reifenwartung von Michelin ergänzt das Angebot von MICHELIN Connected Fleet, indem Algorithmen der Künstlichen Intelligenz (KI) und des Maschinellen Lernens (ML) genutzt werden. Damit können Kunden frühzeitig Reifendruckverluste und Reifenverschleiß vorhersagen. Eine der vernetzten Technologien, auf der diese Lösung basiert, wird auf der IAA vorgestellt: MICHELIN QuickScan, ein innovativer Magnetscanner, der Reifen in Sekundenschnelle überprüft. Er ermittelt die Profiltiefe beim Überfahren. Das vereinfacht und optimiert die Reifenwartung. Nutzer profitieren zudem von niedrigen Treibstoffkosten und geringeren Ausgaben für Reifen, da QuickScan den Bereifungszustand der Flotte transparent macht und so eine optimale Ausnutzung des Reifenpotentials ermöglicht.
 
Dass Michelin die Digitalisierung weiter vorantreibt, zeigen auch mehrere Apps wie MyTechXperts, die Flottenbetreiber mit eigener Werkstatt tagtäglich unterstützt. Die App TruckFly erleichtert das Leben von Lkw-Fahrerinnen und -Fahrern, indem sie nützliche Orte für Trucker auflistet. Ein neuer, online-unterstützter Service für Transporter-Flotten ist MICHELIN ProCare, welcher 2023 verfügbar sein wird. Damit haben die Betreiber eine einfache, transparente und wirtschaftliche Lösung für ihr Reifenmanagement. „Unsere Kunden aus der Erstausrüstung und dem Flottengeschäft erwarten wirtschaftliche Lösungen, die ihnen Kosteneinsparung aufzeigen und sie dabei unterstützen, ihren Beitrag zu einem nachhaltigen Transport zu leisten. Wir bieten dafür innovative Lösungen und Services“, sagt Philipp Ostbomk, Vice President Sales B2B Europa Nord.

Der runderneuerte Reifen kommt aus der Vulkanisationspresse. Dort wurde er bei ca. 140 Grad und unter 16 Bar Druck „gekocht“.
Der runderneuerte Reifen kommt aus der Vulkanisationspresse. Dort wurde er bei ca. 140 Grad und unter 16 Bar Druck „gekocht“.
© Michelin 
 
 

Antriebe der Zukunft

Mit welcher Innovationskraft Michelin die Mobilitätswende voranbringt, zeigt der Konzern auf der Messe anhand seiner Wasserstoff-Strategie im Joint Venture Symbio. Bis 2030 soll Symbio einen Marktanteil von 12 Prozent und einen Umsatz von 1,5 Milliarden Euro erzielen und mehr als 200.000 Brennstoffzellsysteme pro Jahr produzieren. Aktuell rüstet Symbio die erste wasserstoffbetriebene Nutzfahrzeug-Flotte des Stellantis-Konzerns mit seinem StackPack-System aus. Auch das Lkw-Segment hat Priorität für Symbio: Hohe Nutzlasten und lange Transportwege machen Wasserstoff mit Blick auf die Energiewende unumgänglich.

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