Anzeige

Beim Autobauer Mercedes Benz steht die Sicherheit seit mehr als 25 Jahren an vorderster Stelle - Versuchsreihen im Fahrsimulator belegen deutlich die Wirksamkeit der eingesetzten Sicherheits- und Assistenzsysteme
© Daimler | Zoom

Mercedes-Benz Sicherheits Innovationen: Bremsassistent BAS wurde schon vor 25 Jahren vorgestellt

Eine Notbremsung kann Leben retten. Doch viele Autofahrer treten dann zwar schnell, aber nicht kraftvoll genug aufs Bremspedal – das fanden die Mercedes-Benz Ingenieure bereits Anfang der 1990er-Jahre bei Versuchen im unternehmenseigenen Fahrsimulator heraus. Ihre Antwort darauf war der Bremsassistent BAS, auch „Brake Assist“ genannt. Mercedes Benz stellt das BAS System am 25. November 1996 vor. BAS gilt seitdem als einer der Schlüssel in der Kette wichtiger  Sicherheitsentwicklungen von Mercedes-Benz wie ABS (Antiblockiersystem), ASR(Antischlupfregelung), ASD (Automatisches Sperrdifferenzial), ESP (Elektronisches Stabilitäts Programm), DISTRONIC (Abstandsregeltempomat), Insassenschutzsystem PRE-SAFE, und mehr.

Mercedes-Benz ist Pionier des BAS Bremsassistenten


Ab Dezember 1996 gehört der Bremsassistent zur Serienausstattung zunächst der S-Klasse (Baureihe 140) und SL (R 129). Sukzessive erhalten auch die anderen Baureihen das Assistenzsystem. Seine Funktionsweise: Der BAS interpretiert eine bestimmte Geschwindigkeit, mit der das Bremspedal betätigt wird, als Notsituation und baut binnen Sekundenbruchteilen die maximale Bremskraftverstärkung auf. Das verkürzt den Bremsweg deutlich – bei 100 km/h auf trockener Fahrbahn beispielsweise um bis zu 45 Prozent.

Seine Wirkung untersucht Mercedes-Benz wiederum im Fahrsimulator: Der Bremsassistent kann Auffahrunfälle mildern oder sogar verhindern. Und er leistet einen wirksamen Beitrag zum Fussgängerschutz. In einer Versuchsreihe fahren 55 Autofahrer mit 50 km/h durch eine Ortschaft, als plötzlich ein Kind auf die Fahrbahn läuft. Nur eine Vollbremsung verhindert den Unfall.

 Wie weit damals bereits die Systemvernetzung vorangeschritten ist zeigt, dass der Bremsassistent mit Daten des Antiblockiersystems ABS arbeitet – wie auch die Antriebsschlupfregelung ASR, das Automatische Sperrdifferenzial ASD, das Elektronische Stabilitäts-Programm ESP, das elektronisch gesteuerte Automatikgetriebe, der Abstandsregeltempomat DISTRONIC und viele mehr. Je nach Funktion und Aufgabe kommen dabei weitere Sensoren und Steuerungen zum Einsatz. Die Regelelektroniken von ABS, ESP, BAS und ASR sind in einem Steuergerät vereint.
Das Foto zeigt den Bremskraftverstärker mit Bremsassistenten der C-Klasse der Baureihe 202 und des CLK der Baureihe 208. © Daimler


Aktive und passive Sicherheit im Mercedes-Benz 

Ein weiteres Beispiel für die Vernetzung: Im Premierenjahr des Bremsassistenten arbeiten andere Sicherheitsentwickler von Mercedes-Benz bereits am vorbeugenden Insassenschutzsystem PRE-SAFE. Dieses nutzt die BAS-Information dass eine Unfallsituation bevorsteht, als einen von mehreren Indikatoren: Umgehend bereitet PRE-SAFE den Innenraum auf einen möglichen Aufprall vor, indem es unter anderem die Sitzlehnen auf eine optimale Gurtwirkung hin justiert und das Schiebedach schliesst. PRE-SAFE feierte 2002 seine Premiere in der S-Klasse der Baureihe 220. Das integrierte System beendet endgültig die vorher übliche getrennte Betrachtung von aktiver und passiver Sicherheit.

Der Bremsassistent BAS erhält zusätzliche Funktionen

Sieben Jahre später folgt dann der nächste BAS-Aufschlag: In der 2005 vorgestellten S-Klasse der Baureihe 221 hat Mercedes-Benz den Bremsassistenten zu einem vorausschauenden System ausgebaut, das den Autofahrer in kritischen Situationen noch wirksamer unterstützt als bisher. Radartechnik macht es möglich: Sie erfasst die Distanz zu vorausfahrenden Autos, warnt den Fahrer vor zu geringem Abstand und berechnet bei einem drohenden Aufprall die notwendige Bremsunterstützung.

Stockt der Verkehr und muss der Autofahrer tatsächlich aufs Bremspedal treten, baut der Bremsassistent BAS PLUS blitzschnell den für die jeweilige Situation berechneten Bremsdruck auf. BAS PLUS nutzt zwei Radarsysteme: Ein neu entwickeltes Nahbereichs-Radar. Die 24-Gigahertz-Technik erfasst mit einem Öffnungswinkel von 80 Grad und mit einer Reichweite von 30 Metern das Umfeld vor dem Fahrzeug. Zusätzlich tastet das 77-Gigahertz-Radar der DISTRONIC mit einem Öffnungswinkel von neun Grad drei Fahrspuren einer Autobahn bis auf eine Entfernung von 150 Metern ab. Und wiederum testen die Entwickler das System im Fahrsimulator. Das eindrucksvolle Ergebnis: Beträgt die Unfallquote bei Tests mit herkömmlicher Bremstechnik im Durchschnitt 44 Prozent, sinkt sie mithilfe des Bremsassistenten BAS PLUS um drei Viertel.

Schlüsselinnovation in der langen Tradition wichtiger Sicherheitsentwicklungen der Marke 

Die Entwicklung bleibt zügig. 2006 werden richtungsweisende technische Innovationen wie der aktive Nachtsicht-Assistent und das weiterentwickelte Abstandsregelsystem DISTRONIC PLUS sowie der Bremsassistent BAS PLUS zur PRE-SAFEvBremse mit autonomer Teilbremsung verknüpft.

Ähnlich vernetzte Systeme bietet Mercedes-Benz auch für seine Nutzfahrzeuge an, beispielsweise den Active Brake Assist im Schwerlastwagen Actros. Die PRE-SAFE Bremse erhält 2013 die Fussgängererkennung, BAS PLUS aussserdem den Kreuzungs-Assistenten. Die PRE-SAFE Bremse heisst inzwischen Aktiver Brems-Assistent, ist Serienausstattung und reagiert auf Autos, Radfahrer und Fussgänger mit einer autonomen Vollbremsung, wenn der Fahrer nicht eingreift.

Auch interessant:
SKODA bietet mit POWERPASS Zugang zu einem der größten Ladenetzwerke Europas
Geheime Funktionen: So smart ist Ihr SEAT
Vollelektrische Volvo Modelle mit Range Assistant App zur Reichweitenoptimierung

Daimler / Yy