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Die absolute Spitze der GT-Familie: Der neue Mercedes-AMG GT Black Series
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Mercedes-AMG GT Black Series: Heckflügelkonzept mit zwei Etagen

Nicht nur auf schnellen Rundkursen trägt die ausgefeilte Aerodynamik einen wesentlichen Teil zur hohen Fahrdynamik und Fahrstabilität bei. Wie bereits beim AMG GT R und AMG GT R PRO haben die Aerodynamik-Experten und die Designer sehr eng zusammengearbeitet, denn beim Black Series gilt mehr denn je „Form follows function“.

Mercedes-AMG GT Black Series

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Die Nähe zu den AMG GT3- und AMG GT4-Rennfahrzeugen ist optisch und technisch stärker als je zuvor. Das beginnt bereits mit dem neuen, deutlich größeren Kühllufteinlass, der direkt vom AMG GT3-Rennwagen abstammt. Die Kühlerverkleidung trägt vertikalen Streben in Dark Chrome. Weil nun auch die Radhauskühler direkt über den Zentraleinlass angeströmt werden, konnten die beiden zusätzlichen äußeren Lufteinlässe in der Frontschürze entfallen. Sichelförmige Flics optimieren hier den Luftstrom, der nicht nur den Abtrieb an der Vorderachse erhöht, sondern auch die Bremsenkühlung verbessert. Die Air Curtains steuern die Strömung gezielt in Richtung der Räder. Zusammen mit den Flics vor den Rädern konnte dadurch der Luftwiderstandsbeiwert gesenkt und der Abtrieb erhöht werden. Die neue Designsprache vereint somit an der Front maximale Kühllufteffizienz mit geringerem Luftwiderstand und erhöhtem Abtriebsniveau.
 
Der Frontsplitter aus Sicht-Carbon lässt sich manuell in zwei Stufen einstellen (Street und Race – Race ausschließlich für den Einsatz auf der Rennstrecke) und so auf die Bedingungen unterschiedlicher Streckenansprüche abstimmen. Im nach vorn ausgezogenen Zustand (Stellung Race) bildet sich unterhalb des Vorderwagens dann ein Frontdiffusor aus, der die Form eines umgedrehten Flügelprofils annimmt. Abhängig von der Fahrgeschwindigkeit senkt sich dieses Element durch den ansteigenden Unterdruck noch weiter ab, was den Luftstrom am Unterboden deutlich beschleunigt und den sogenannte Venturi-Effekt erzeugt, der den Wagen zusätzlich an die Fahrbahn saugt und den Abtrieb an der Vorderachse erhöht. Die Vorteile spürt der Fahrer in der Lenkung: Der Black Series lässt sich noch präziser bei hohen Geschwindigkeiten in Kurven dirigieren und fährt noch spurstabiler. Besonders beim schnellen Einlenken und hoher Querbeschleunigung reagiert das Fahrzeug agil und mit einem klaren Feedback im Lenkrad – und bleibt stets leicht beherrschbar. Befindet sich der Frontdiffusor in der Race-Stellung, kann außerdem der Abtrieb an der Hinterachse durch das neue Heckflügelkonzept weiter erhöht werden.

0-200 km/h in unter neun Sekunden
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Motorhaube mit zwei großen Abluftöffnungen verbessert Aeroperformance

Eine direkte Ableitung aus dem Motorsport ist auch die neue Motorhaube aus Carbon mit zwei großen Abluftauslässen aus schwarz abgesetzten Carbon-Flächen. Die großen Auslässe führen die warme Luft, die vom schräg gestellten Kühlerpaket abströmt, aus dem Motorraum. Auch diese Technologie stammt aus dem Rennsport und erhöht den Gesamtabtrieb. Gleichzeitig sinkt der Luftwiderstand, und der Luftmassenstrom für die Motorkühlung wird optimiert. Zudem wird die Luft gezielt um die A-Säulen und Seitenscheiben zum Heck geleitet, wo sie die Effizienz des neuen Heckflügelkonzepts erhöht. Die nahtlos integrierten Louvers (Luftschlitze) mit fünf Lamellen in Wagenfarbe und Abluftöffnungen hinter den Rädern in den vorderen Carbon-Kotflügeln tragen durch eine wirksame Radhausentlüftung dazu bei, den Abtrieb an der Vorderachse zu erhöhen. Die Fahrzeug-Umströmung optimieren auch die neuen, deutlich größeren und breiteren Seitenschweller-Verkleidungen mit Elementen aus schwarzem Sicht-Carbon, die vorn und hinten in vertikale Blades übergehen. Für die Bremsenkühlung an der Hinterachse sind zusätzliche Kühlluftkanäle in die Seitenschweller-Verkleidungen integriert.

Stärkster V8-Serienmotor von Mercedes-AMG
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Heckflügelkonzept mit zwei Etagen

Die Rückansicht prägen die neue Heckschürze mit großem Diffusor, die zwei runden Doppelendrohr-Blenden links und rechts außen, die seitlichen Radhaus-Entlüftungen und das innovative Heckflügelkonzept. Beide Flügelelemente bestehen aus Carbon, lassen sich mechanisch verstellen und so an unterschiedliche Streckenbedingungen anpassen. Das zweite, tiefer angeordnete Flügelprofil konnte besonders klein und schmal ausfallen, weil es die Luft vom Vorderwagen ideal anströmt. Die nach umfangreichen Simulationen speziell gestalteten, sehr leichten und trotzdem stabilen Flügelstützen aus mattschwarz lackiertem Carbon erhöhen ebenfalls die aerodynamische Effizienz. Sie sind mit der ebenfalls schwarzen Carbon-Heckklappe verschraubt.

Ausgefeilte Aerodynamik für außergewöhnlich hohe Fahrdynamik
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Ebenso interessant ist ein weiteres Detail: der bewegliche Flap im oberen Flügelblatt. Dieses aktive Aerodynamikelement wird je nach Fahrsituation und gewähltem AMG DYNAMICS Modus elektronisch gesteuert um 20 Grad angestellt und verbessert die Längs- und die Querdynamik. In flacher Position reduziert es den Luftwiderstand für schnelleres Erreichen der Höchstgeschwindigkeit. In der steilen Stellung verbessert der Flap das Bremsverhalten und die Kurvenstabilität durch gesteigerte Abtriebswerte an der Hinterachse.
 
Es laufen vier unterschiedliche Ansteuerstrategien, je nachdem ob AMG DYNAMICS Basic, Advanced, Pro oder Master gewählt ist. In einem Teil dieser Strategien ist zusätzlich noch eine Fahrdynamikerkennung enthalten, Beispiel Master: Der Flap ist dauerhaft steil und ausgefahren bis 250 km/h. Ab 250 km/h fährt er ein, um über den reduzierten Luftwiderstand schneller die Höchstgeschwindigkeit zu erreichen. Bremst der Fahrer jedoch hart oder lenkt in eine Kurve ein, dann fährt der Flap sofort wieder in seine ausgefahrene Position, um über erhöhten Abtrieb und Luftwiderstand das Bremsen und die Kurvenfahrt zu optimieren. Zudem kann der Flap noch vom Fahrer mit einem separaten Taster in der Mittelkonsole ein- oder ausgefahren werden.

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Daimler / DW

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