12-Uhr-Regel bei Tankstellen wird nicht von allen beachtet
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Blacklist: Diese Tankstellen halten sich nicht an 12-Uhr-Regel

(Aktuell: Tankstellen 12-Uhr-Regel bei Spritpreisen)  Leider wird die gesetzlich vorgeschriebene 12 Uhr Regel speziell von einzelnen Tankstellen besonders häufig missachtet. MPS hat nun darüber eine Blacklist in auto motor und sport veröffentlicht, bei der mindestens 15 Tankstellen ganz besonders häufig durch Verstösse auffallen. 

12-Uhr-Regel: Blacklist von Tankstellen 


Die Gesetzgeber haben sich überlegt wie man den hohen Spritpreisen etwas entgegenkommen kann. Daraufhin hat man sich geeinigt die sogenannte "12-Uhr-Regel" einzuführen. Die Steuersenkung sollte signifikant werden, doch das Ziel, damit für mehr Transparenz und Fairness an der Zapfsäule zu sorgen, wird von vielen Anbietern unterlaufen. Dass es sich dabei in den meisten Fällen nicht um technische Schwierigkeiten handelte, zeigte unter anderem die auffällig hohe Spitze von Verstößen am 30. April - also am Tag, bevor die als "Tankrabatt" bekannte Steuersenkung die Spritpreise eigentlich um 17 Cent senken sollte.

Einzelne Tankstellen missachten häufig die 12-Uhr-Regel


Nun erreichten das Analyseteam von mehr-tanken Hinweise auf einzelne Tankstellen, bei denen offenbar besonders häufig unzulässige Preiserhöhungen vorgenommen werden. Bei der Auswertung der Daten zeigte sich, dass bei vielen Tankstationen die Zahl der Unregelmäßigkeiten außergewöhnlich hoch ist (im Heft ist nachzulesen, an welchen 15 Stationen besonders viele unzulässige Erhöhungen registriert wurden).

"Dabei sind auffällig oft die Marken Esso, bft und Raiffeisen vertreten", sagt Thomas Ranki-Harloff, Leiter der Digitalredaktion von auto motor und sport. Unrühmlicher Spitzenreiter ist jedoch eine Station der besonders in Mittelfranken verbreiteten Marke SUPOL, an der im gesamten Analysezeitraum (1. April bis 24. Mai) allein 223 Verstöße registriert wurden - allerdings alle in den ersten drei Wochen nach Einführung des Gesetzes, seitdem wird dort mit Preiserhöhungen korrekt umgegangen.

"Sofern die Betreiber, Verbände oder Mineralölgesellschaften Stellung genommen haben, wurden die Verstöße allerdings entweder geleugnet oder auf technische Schwierigkeiten geschoben - was jedoch in der Regel leicht zu entkräften ist", so Ranki-Harloff weiter.

ARAL fällt mit wenig Verstössen positiv auf



"Zumal es auch Anbieter gibt, die positiv auffallen: So wurden bei ARAL als Deutschlands größter Tankstellenmarke mit über 2.000 Stationen in den ersten sechs Wochen nach Einführung der Spritpreisbremse insgesamt nur 24 Verstöße erfasst."

Hinweis: In die Datenauswertung durch das mehr-tanken-Analyseteam fließen bewusst keine Verstöße im Zeitraum zwischen 11.30 und 12.30 Uhr ein, um eine Verzerrung durch technische Schwierigkeiten zu minimieren.

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