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Andy Warhol, Mercedes-Benz C 111 Versuchswagen (1970), 1986. Siebdruck, Acryl auf Leinwand, 102,5 x 153 cm, Mercedes-Benz Art Collection, Stuttgart/Berlin.
© 2022 The Andy Warhol Foundation for the Visual Arts, Inc. / Licensed by Artists Rights Society (ARS), New York. / Fotograf: Uwe Seyl, Stuttgart. | Zoom

Andy Warhol: Cars – Mercedes-Benz Art Collection zeigt Warhols Meisterwerke in Los Angeles

Vom 23. Juli 2022 bis 22. Januar 2023 zeigt die Mercedes-Benz Art Collection im Petersen Automotive Museum in Los Angeles einige ihrer hochkarätigsten und wohl bekanntesten Schätze: Die Ausstellung „Andy Warhol: Cars – Works from the Mercedes-Benz Art Collection“ präsentiert 27 Siebdrucke auf Leinwand und 13 Zeichnungen aus der weltberühmten Bildserie Cars von Andy Warhol. In den Bildern dokumentiert der amerikanische Pop Art Künstler anhand acht ausgewählter Mercedes-Benz-Typen die Geschichte des Automobils – vom Benz Patent-Motorwagen aus dem Jahr 1886 bis zum 1970 konstruierten Forschungsfahrzeug C 111-II. Im Petersen Automotive Museum – einem der größten Automobilmuseen der Welt – sind die Werke gemeinsam mit fünf der acht von Warhol porträtierten Fahrzeuge zu sehen – unter anderem dem Mercedes-Benz Formel-1-Rennwagen W 196 R mit Stromlinienkarosserie, dem Mercedes-Benz 300 SL „Gullwing“ Coupé (W 198) und dem Mercedes-Benz 750-Kilogramm-Formelrennwagen W 125.
 

Renate Wiehager, Leiterin der Mercedes-Benz Art Collection: „Seit der vielbeachteten Präsentation im Guggenheim Museum New York 1988 war Andy Warhols Cars-Serie in großen Museen rund um die Welt zu Gast. Wir freuen uns sehr, dass sie nach mehr als 30 Jahren nun erneut umfassend in den USA zu sehen ist. Der Name Warhol verfügt, wie die Besucherzahlen seiner Ausstellungen zeigen, im Kontext Kunst über eine ‚mythische‘ Attraktion. So auch der Markenname Mercedes-Benz in seinem Kontext, der – materialisiert im Symbol des Sterns – ein gesichertes Feld von Konnotationen hat: schön, schnell, modern, luxuriös, qualitätvoll.“
 
Renata Jungo Brüngger, Vorstandsmitglied der Mercedes-Benz Group für Integrität und Recht, verantwortet auch die Mercedes-Benz Art Collection: „Wir freuen uns, diese großartigen Bilder in der Ausstellung in Los Angeles wieder einem breiten internationalen Publikum zugänglich zu machen und so einen Beitrag zur Kultur- und Bildungsförderung zu leisten. Denn genau darin liegt der Sinn unserer Kunstsammlung: Mit unserem gesellschaftlichen Engagement für Kultur und Bildung möchten wir einen erkennbaren Nutzen für das Gemeinwohl stiften. Die Kunstwerke von Andy Warhol begeistern die Menschen seit Generationen – genauso wie die Fahrzeuge von Mercedes-Benz. In der Serie Cars treffen zwei Top-Marken aufeinander.“ 
 
	Mercedes-Benz 750 Kilogramm-Formelrennwagen W 125, 1937. In der Bildserie »Cars« dokumentiert der amerikanische Pop Art Künstler Andy Warhol anhand acht ausgewählter Mercedes-Benz-Typen die Geschichte des Automobils – vom Benz Patent-Motorwagen aus dem Jahr 1886 bis zum 1970 konstruierten Forschungsfahrzeug C 111-II.
Mercedes-Benz 750 Kilogramm-Formelrennwagen W 125, 1937. In der Bildserie »Cars« dokumentiert der amerikanische Pop Art Künstler Andy Warhol anhand acht ausgewählter Mercedes-Benz-Typen die Geschichte des Automobils – vom Benz Patent-Motorwagen aus dem Jahr 1886 bis zum 1970 konstruierten Forschungsfahrzeug C 111-II.
© Daimler

Die Bildserie Cars : Legendäre Liaison zwischen Andy Warhol und Mercedes-Benz 


Die Serie Cars ist eine der letzten zusammenhängenden Werkgruppen von Andy Warhol vor seinem Tod im Februar 1987. Der Künstler schuf die Serie zur Jahreswende 1986/87 im Auftrag der damaligen Daimler-Benz AG anlässlich des 100. Geburtstags des Automobils. Ursprünglich waren 80 Bilder mit 20 Automodellen aus acht verschiedenen Jahrzehnten geplant, von denen aber nur 36 Siebdrucke auf Leinwand und 13 Zeichnungen fertiggestellt werden konnten. Bis heute sind 30 Siebdruckbilder und die Zeichnungen der Serie im Besitz der Mercedes-Benz Art Collection. Die Werke sind an den verschiedenen Unternehmensstandorten der Mercedes-Benz Group den Beschäftigten und für angemeldete Führungen öffentlich zugänglich.
 
Renate Wiehager: „Warhol hat sich als Partner von Auftragssituationen empfunden, deren Ziel die Überführung eines Produkts in einen anderen Kontext war: in den Kontext der Kunst, in den Kontext der ‚Warhol Aura‘. Ein solcher Produkttransfer gelingt aber vor allem dann, wenn sich zwei Produkte auf Augenhöhe begegnen. Die Auftragsallianz zwischen Andy Warhol und Mercedes-Benz kann als ein Glücksfall auf ‚gleicher Höhe‘ bezeichnet werden. Hier sind sich zwei Spitzenprodukte begegnet, die jedes in ihrem Bereich absolut ‚top‘ sind.“
 
In seiner Cars-Serie widmet sich Andy Warhol zum ersten Mal einem Industrieprodukt europäischer Herkunft. Nach den „Coca-Cola Bottles“, den „Campbell’s Soup Cans“ oder den Dollarnoten, die den Amerikaner in den 1960er Jahren berühmt machen, steht nun ein Marken-Mythos der deutschen Automobilgeschichte im Fokus seiner Kunst. Mit den acht porträtierten Fahrzeugmodellen zeigt Warhol zugleich die Veränderbarkeit und den historischen Charakter eines Produkts. Für Warhols frühere Serien mit Motiven von Campbell’s, Heinz oder Del Monte war es von zentraler Bedeutung, dass die amerikanischen Produkte überall lieferbar und endlos verfügbar waren. Diese „Jetztzeitlichkeit“ wandelt sich in Warhols Bildern der 1980er Jahre zu einer Haltung, die auch Vergangenheit und Entwicklung zulässt.
 
Andy Warhol, Mercedes-Benz Formel-Rennwagen W 125 (1937), 1986. Siebdruck, Acryl auf Leinwand, 152,5 x 127,5 cm, Mercedes-Benz Art Collection, Stuttgart/Berlin. © 2022 The Andy Warhol Foundation for the Visual Arts, Inc. / Licensed by Artists Rights Society (ARS), New York. / Fotograf: Uwe Seyl, Stuttgart.
Andy Warhol, Mercedes-Benz Formel-Rennwagen W 125 (1937), 1986. Siebdruck, Acryl auf Leinwand, 152,5 x 127,5 cm, Mercedes-Benz Art Collection, Stuttgart/Berlin. © 2022 The Andy Warhol Foundation for the Visual Arts, Inc. / Licensed by Artists Rights Society (ARS), New York. / Fotograf: Uwe Seyl, Stuttgart.

Die Mercedes-Benz Art Collection


Die Mercedes-Benz Art Collection wurde 1977 gegründet und zählt heute zu den bedeutenden europäischen Unternehmenssammlungen mit internationalem Renommee. Zur Sammlung gehören rund 3.000 Werke von mehr als 650 Künstlerinnen und Künstlern. Das frühe, zunächst auf Bildwerke bezogene Interesse, galt den Künstlern aus dem süddeutschen Raum. Dazu zählten unter anderem Lehrmeister und Schüler der Stuttgarter Akademie wie Adolf Hölzel, Oskar Schlemmer, Willi Baumeister, Hans Arp und Max Bill. Inzwischen umfasst die Mercedes-Benz Art Collection auch internationale Kunst und verfügt über ein klares kunstwissenschaftlich fundiertes Profil. Dieses basiert auf dem systematischen Aufbau der Sammlung mit einer konzentrierten inhaltlichen Ausrichtung auf abstrakt-konstruktive, konzeptuelle und minimalistische Kunst sowie zeitgenössische Fotografie und Medienkunst.
 
Ausstellungen der Werke im Unternehmen, im Mercedes-Benz Contemporary am Potsdamer Platz Berlin sowie in internationalen Museen (New York, Detroit, Johannesburg, Tokio, Singapur, Sao Paulo und Buenos Aires) ermöglichen eine breite Auseinandersetzung der kunstinteressierten Öffentlichkeit mit der Sammlung. Zusätzlich lobt die Mercedes-Benz Art Collection Förderpreise für junge Kunst aus und bietet ein begleitendes Bildungsprogramm für Schülerinnen und Schüler an. Die Unternehmenssammlung legt großen Wert auf nachhaltige Prozesse: So zeigt sie thematische Ausstellungen an verschiedenen Standorten und setzt Materialien und Technik für Ausstellungskonzepte multifunktional ein. Gleichzeitig plant sie Verpackungen und Transporte effizient und auf langfristige Nutzung hin und verringert wo möglich Reisewege.

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