Mehr als 400 Klassiker nehmen an berühmtester Oldtimer-Rallye der Welt teil, die vom 13. bis 17. Juni 2023 nicht nur ganz Norditalien in ihren Bann zieht.
© Media Stellantis | Zoom

Alfa Romeo geht mit prominenter Besetzung bei der 41. Mille Miglia an den Start

In dieser Woche steht das nördliche Italien ganz im Zeichen der Mille Miglia. Hunderttausende von Fans aus aller Welt jubeln der berühmtesten Oldtimer-Rallye der Welt zu, an der mehr als 400 historische Fahrzeuge aus den Baujahren vor 1957 teilnehmen. Die Strecke führt traditionell über rund 1.000 Meilen (etwa 1.600 Kilometer) von Brescia in der Nähe des Gardasees in die Landeshauptstadt Rom und zurück.

Alfa Romeo setzt drei legendäre Klassiker aus dem Werksmuseum bei der Mille Miglia ein

Ein Alfa Romeo 2000 Sportiva aus dem Baujahr 1954 wird von Schauspieler Tom Wlaschiha („Das Boot“, „Game of Thrones“, „Stranger Things“) und Journalistin bzw. Influencerin Nina Weizenecker (@NinaCarMaria) gefahren.
 
Die 41. Auflage der Mille Miglia wird ausserdem begleitet von einem der aktuell leistungsstärksten Serienfahrzeuge der Marke, dem exklusiven Sondermodell Alfa Romeo Giulia Quadrifoglio 100° Anniversario. Dieser wird von einem 2,9-Liter-Biturbo-Motor angetrieben und leistet 318 kW (520 PS). Das Jubiläumsmodell ist auf 100 Exemplare limitiert.
 
Die Alfa Romeo Giulia Quadrifoglio 100° Anniversario ist eine Hommage an den 100. Geburtstag des vierblättrigen Kleeblatts als Glücksbringer für Alfa Romeo. Seit 1923 ziert dieses unverwechselbare Symbol die Rennwagen und außerdem besonders leistungsfähige Serienmodelle der italienischen Traditionsmarke.

Vorjahressieger der Mille Miglia im Alfa Romeo 6C 1750 Super Sport

 
Knapp 50 der über 400 Teilnehmer der Mille Miglia gehen in Alfa Romeo an den Start, darunter auch die Vorjahressieger Andrea Vasco und Fabio Salvinelli im Alfa Romeo 6C 1750 Super Sport von 1929. Drei dieser unbezahlbaren Klassiker stammen aus der Sammlung von Stellantis Heritage und stehen normalerweise im Werksmuseum von Alfa Romeo im Mailänder Vorort Arese.
 
Neben dem Alfa Romeo 2000 Sportiva mit dem deutschen Team Wlaschiha / Weizenecker gehören ein Alfa Romeo 1900 Sport Spider von 1954 und ein Alfa Romeo 1900 Super Sprint aus dem Baujahr 1956 zum Team. Sie werden gefahren von Costantin Andone und Marius Pop, den Gründern der Internet-Community Alfattitude, beziehungsweise von Lorenzo Quaglia, Botschafter der Modemarke Valesca, und Giovanni Giuseppe Savini (@giogiusavini).
 
Mehr als 400 Klassiker nehmen an berühmtester Oldtimer-Rallye der Welt teil, die vom 13. bis 17. Juni 2023 nicht nur ganz Norditalien in ihren Bann zieht.
Limited-Edition-Modell Alfa Romeo Giulia Quadrifoglio 100° Anniversario begleitet die Mille Miglia.  © Media Stellantis

Alfa Romeo 2000 Sportiva (1954)

 
Tom Wlaschiha und Nina Weizenecker teilen sich bei der Mille Miglia einen von nur zwei jemals gebauten Alfa Romeo 2000 Sportiva. Dieser mit der Startnummer 296 teilnehmende Rennwagen entstand 1954 weitgehend mit der Technik des Serienmodells Alfa Romeo 1900. Die tragende Struktur wurde von einem Gitterrohrrahmen gebildet. Der später weltberühmte Bertone-Designer Franco Scaglione entwarf zwei Karosserievarianten, ein zweisitziges Coupé und einen Spider.
 
Mit nur knapp über 900 Kilogramm Leergewicht und kurzem Radstand ist der Tipo 2000 Sportiva ein sehr agiles Fahrzeug. Der ursprüngliche 1900er Motor wurde auf knapp zwei Liter Hubraum aufgebohrt und weist hemisphärisch geformte Brennräume auf. Er leistet 138 PS, genug für eine Höchstgeschwindigkeit von 220 km/h. 

Alfa Romeo 1900 Super Sprint (1956)

 
Das elegante Coupé mit Karosserie von Touring (Startnummer 392) gilt als eines der schönsten Gran-Turismo-Fahrzeuge des 20. Jahrhunderts. Es basiert auf dem Alfa Romeo 1900, der in den 1950er Jahren als „das Familienauto, das Rennen gewinnt“ beworben wurde. Das Coupé 1900 Super Sprint baut auf dem verkürzten Chassis der Limousine auf. Als Antrieb dient ein Zweiliter-Vierzylindermotor, der markentypisch mit doppelter Nockenwelle ausgerüstet ist. Seine 115 PS bei 5.500 Umdrehungen gestatten sportliche Fahrleistungen.
 
Wie noch in den 1950er Jahren üblich, kauften die großen italienischen Designer fahrfertige Chassis bei Alfa Romeo und komplettierten sie mit selbst entworfenen und produzierten Karosserien. Das auf Basis des Alfa Romeo 1900 erfolgreichste Coupé stammte von der Mailänder Carrozzeria Touring, deren Version des Alfa Romeo 1900 Super Sprint bis heute als eines der ausgewogensten und schönsten Fahrzeugmodelle gilt, die jemals das Markenemblem von Alfa Romeo auf dem Kühlergrill trugen. Von 1954 bis 1955 wurden knapp 300 Exemplare gebaut. 

Alfa Romeo 1900 Sport Spider (1954)

 
Nur zwei Mal wurde der Alfa Romeo 1900 Sport Spider produziert. Der Rennwagen, bei der Mille Miglia mit der Nummer 289 am Start, hat ein auf dem Vierzylinder-Doppelnockenwellen-Motor des Alfa Romeo 1900 basierendes Triebwerk unter der Haube. Ausgerüstet mit einem Trockensumpf-Ölkreislauf, leistet der Motor 138 PS und beschleunigt den Rennspider auf bis zu 220 km/h. Dieses für die Zeit beeindruckende Tempo ist zum Teil auf das sehr geringe Fahrzeuggewicht von 880 Kilogramm, zum Teil aber auch auf die effiziente Aerodynamik und das damals fortschrittliche Fünfgang-Getriebe zurückzuführen. Die Karosserie des Alfa Romeo 1900 Sport Spider zeichnete ebenfalls Franco Scaglione für die Carrozzeria Bertone.
 
 

Auch interessant:
Automatisiertes Fahren Level 3: Mercedes DRIVE PILOT erhält Zertifizierung in Kalifornien als einziger Autohersteller
Das neue PEUGEOT Panorama i-Cockpit
Porsche Mission X : Ein weiterer Traum nimmt Gestalt an

Media Stellantis