Bei winterlichen Verhältnissen steigen die Einsatzzahlen der ADAC Pannenhilfe stark an
© ADAC | Zoom

ADAC Pannen: In jedem zweiten Fall ist die Batterie betroffen

ADAC zählt vermehrt Winter-Einsätze. Bei der ersten Kälte wurden in einer Woche rund 55.000 Autofahrern geholfen. In jedem zweiten Fall war die Batterie betroffen. Dabei gibt es einige Warnhinweise, die auf ene defekte Baterie hinweisen - der ADAC erklärt hier welche...

Typische Pannenursache: Defekte Starter Batterie!


Der Winterauftakt stellte viele Autofahrerinnen und Autofahrer auf eine harte Probe. Nicht nur glatte Straßen sorgten für Probleme, in den frostigsten Regionen sprangen viele Autos gar nicht erst an.

Die ADAC Pannenhilfe absolvierte in nur einer Woche insgesamt rund 55.000 Einsätze. Betroffen waren vor allem ältere Fahrzeuge mit schwachen oder bereits defekten Batterien, die mehr als die Hälfte aller Pannen ausmachten. Sollte die Batterie Schwierigkeiten beim Starten aufweisen, wäre ein Check in der Werkstatt oder gegebenenfalls auch ein Austausch schon vor der nächsten Kälteperiode ratsam.

Grundsätzlich ist die 12V-Bordbatterie ("Starterbatterie") ein Verschleißteil, das nach einer gewissen Zeit ausgetauscht werden muss. Die Lebensdauer hängt aber maßgeblich davon ab, wie die Batterie behandelt wird.

Manche Batterien halten fast ewig - die meisten nur 4-5 Jahre


Dem ADAC sind Fälle bekannt, in denen nach wenigen Monaten ein Austausch nötig war - gleichermaßen wurden im Technikzentrum auch gute Batterien gesehen, die über zehn Jahre alt waren. Die übliche Lebensdauer liegt ungefähr bei vier bis fünf Jahren. Das Alter einer Batterie ist meist auf dem Etikett abgedruckt, fast immer ist es zusätzlich in der Nähe der Pole eingestanzt.

Ein baldiger Batterieausfall droht sich durch verschiedene unspezifische Signale an: Eine gesunde Batterie schafft es auch bei starken Minusgraden das Auto ohne Verzögerung zu starten. Ist dies nicht der Fall und schafft es der Anlasser nur mit Mühe den Motor in Gang zu bringen, kann eine gealterte Batterie dahinterstecken. Oft wird dieses Symptom dadurch begleitet, dass das Abblendlicht beim Startversuch stark herunterdimmt oder flackert.

Einen weiteren Hinweis bieten Fahrzeuge, die im Bordcomputer die Batteriespannung anzeigen. Bei einer intakten Autobatterie beträgt die Spannung im vollgeladenen Zustand um 12,8 Volt. Werte zwischen 12,4 und 12,8 Volt gelten noch als ausreichend. Sollte die Batterie diese Werte gar nicht erreichen oder fällt die Spannung nach kurzer Zeit wieder unter 12 Volt ab, ist die Batterie nicht mehr funktionstüchtig und sollte ersetzt werden. Diese Werte lassen sich auch im Stand mit einem herkömmlichen Spannungsmesser überprüfen. Ist das Auto gerade gefahren, sollte noch ein paar Stunden gewartet werden, da die Spannung unmittelbar nach dem Ladevorgang immer ausreichend hoch sein wird.

Auch interessant:
Mit IMS/VoLTE-Integration nie wieder Netzausfall in der SBB Bahn
DVR Vision Zero Award 2025: Hauptpreis Fraunhofer Accident Prevention School
Kult: Der Fiat 500 hat eine weltweite Fangemeinde

ADAC