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"Einmalig! - Die skurrilsten Concept Cars der Autowelt" von Jürgen Pander
© Delius-Klasing-Verlag | Zoom

Im Bücherregal: Einmalige Autos mit Zukunftsvisionen

(Speed-Magazin.de) Sie stehlen den Serienfahrzeugen auf Messen meist die Schau: die Studien und Konzeptfahrzeuge. In den seltensten Fällen kommt ein Concept-Car am Ende aber tatsächlich auf den Markt. Hin und wieder sind sie aber stilprägend oder zeigen ein kleines Detail, dass dann doch in Serie geht, wie auch das Buch „Einmalig“ von Jürgen Pander beweist.

Er beginnt sein Werk über „Die skurrilsrten Concept Cars der Autowelt“ – nach einer kleinen Anekdote über Pininfarina – gleich mit einem Paukenschlag, dem schwülstigen Aurora Safety Car. Das US-Auto von 1957 sollte nach dem Willen seines Konstrukteurs auch produziert werden, doch fand sich kein einziger Käufer. Nicht nur an diesem Beispiel stellt Jürgen Pander die Frage, wie unsere Autos heute wohl aussehen würden, wenn das eine oder andere Fahrzeug tatsächlich in Serie gegangen wäre.

43 Concept-Cars werden in Wort und Bild vorgestellt. Das älteste ist ein Elektroauto von 1942, das jünsgte die Reinkarnation des Peugeot 504 in Form des e-Legend vom vergangenen Jahr. Die Reihe reicht vom futuristischen Pick-up Dodge Deora bis hin zur rollenden Kapsel Peugeot Moovie oder einem ganz anderen Mini als den, den BMW letztendlich realisiert hat. Einige Fahrzeuge mögen dem Leser und Betrachter durchaus (noch) bekannt sein, doch es finden sich auch eine Reihe von Studien, die heute vielfach vergessen oder nie wirklich einem breiteren Publikum vorgestellt wurden.

Die Bildauswahl lässt in manchen Fällen das eine oder andere im Text erwähnte Detail vermissen, doch das mag auch dem fehlenden Archivmaterial geschuldet sein. Unterteilt sind die Fahrzeuge in vier große Kapitel von „Autos mit innovativen Ideen“ bis hin zu „Autos mit berühmten Ahnen“. Der Autor nennt in vielen Fällen auch den aktuellen Verbleib des guten Stücks. Vorgestellt werden die teils sehr ungewöhnlchen Autos allerings in einem manchmal recht flapsigen Plauderton.

Am Ende zeigt sich aber auch, wie zukunftsweisend manche Ideen dann doch waren und inzwischen Realität geworden sind. Noch bemerkenswerter sind andere Beispiele, die heute in eventuell leicht abgewandelter Form durchaus eine Marktchance hätten. Dazu zählen der Minima aus England von 1973 als designerisch durchaus auch heute noch überzeugendes Stadtauto sowie der Autobianchi A 112 Giovani aus dem selben Jahr, mit dessen Konzept sich möglicherweise auch die Generation Smartphone wieder zum Autokauf bewegen ließe.

„Einmalig! – Die skurrilsten Concept Cars der Autowelt“ von Jürgen Pander ist im Delius-Klasing-Verlag erschienen. Das Buch hat 192 Seiten mit 195 Farbfotos und kostet 29,90 Euro.

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