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Marc A. Hayek und der Niederländer Peter Kox
© Reiter-Engineering | Zoom

Blancpain Endurance Series: Unfall beendet Aufholjagd von P30 auf P9

(Speed Magazin) Nicht weniger als 54 Fahrzeuge waren am Wochenende auf dem Paul Ricard HTT (High Tech Test Track) in Südfrankreich in der Blancpain Endurance Serie unterwegs. Das Team Reiter Engineering aus Deutschland ist auch in dieser Serie vertreten und setzt einen Lamborghini Gallardo LP600+ (Startnummer #24) ein, der von dem Schweizer Marc A. Hayek (CEO und Präsident von Blancpain) und dem Niederländer Peter Kox gefahren wird. Marc A. Hayek holte am Samstagmorgen bei bereits knapp 28 Grad Lufttemperatur im freien Training P12, ebenso Peter Kox, der um die Mittagszeit bei knapp 32 Grad seine Runden auf der 5,791km langen Strecke im Wechsel mit dem Schweizer abspulte. Am Nachmittag erreichte das Fahrerduo im Pre-Qualifying P16, nur 1,09 Sekunden hinter dem Schnellsten im Gesamtfeld.

Der erste Teile des dreiteiligen Qualifyings wurde vorab abgebrochen, weil ein Porsche (#33) in die Leitplanken fuhr und diese stark demolierte. Der Reiter-Gallardo war bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht auf der Strecke, weil das Team sich für die Teilnahme an Q2

54 Fahrzeuge waren am Wochenende auf dem Paul Ricard HTT
54 Fahrzeuge waren am Wochenende auf dem Paul Ricard HTT
© Reiter-Engineering
und Q3 entschieden hatte. Nach der Reparatur der Leitplanke wurde das Q2 mit Verzögerung gestartet. Während des zweiten Qualifying begann es an verschiedenen Teilen der Strecke zu regnen, was jedoch keinen nennenswerten Einfluß auf das Renngeschehen hatte. Marc A. Hayek war mit seinem Qualifying zufrieden: „Zwar fehlt es uns an Höchstgeschwindigkeit, aber ich bin mit dem Auto gut zurecht gekommen. In meinem Qualifying hatten wir schon Einstellungen für das Rennen getestet, also nicht auf die schnellste Rennrunde geachtet.“
Peter Kox konnte in Q3 die angepeilte Strategie nich umsetzen, da er keine wirklich schnelle Runde fand. „Es hat einfach nicht geklappt, ich konnte keine schnelle Runde erreichen, weil manche andere Fahrer auf der Strecke ihren Stint abbrachen und dann die schnellen Autos behinderten.“ so Peter Kox, der mit P30 als Startplatz sehr enttäuscht war.

Am Sonntag zogen vor dem Start dunkle Wolken auf, die während der Startaufstellung einen kurzen und starken Schauer brachten,

Das Team Reiter Engineering mit dem Lamborghini Gallardo LP600+
Das Team Reiter Engineering mit dem Lamborghini Gallardo LP600+
© Reiter-Engineering
aber keine wirklichen Wet-Race-Bedingungen zur Folge hatten. Marc A. Hayek startete also, wie alle anderen Teilnehmer des Feldes auf Slicks und konnte sich beim Umschalten der Ampel auf grün gut in dem engen Startfeld behaupten. Nach fünf Runden fand er seinen Rhythmus und konnte Plätze gut machen, als in Runde 17 ein defektes Fahrzeug Öl auf die Strecke brachte und das Safety-Car die Boliden hinter sich aufsammeln mußte. Das Team entschied, den Schweizer nicht in die Box zum Fahrerwechsel zu holen und Marc A. Hayek konnte sich dann nach der Safety-Car-Phase sensationell auf P9 setzen. Einige Runden später jedoch, in Runde 23, fuhr ihm Alex Buncombe im Nissan (#35) in einer Kurve hinten auf den Gallardo und beförderte Marc A. Hayek ins Aus.

„Marc (A. Hayek) war durch seine immer stärker werdende Leistung und durch unsere Strategie so weit nach vorne gekommen, von P30 auf P9, das war sensationell. Dass ihm der Nissan dann hinter drauf fuhr, war natürlich eine Enttäuschung für uns alle.“ so Hans Reiter (Teamchef Reiter Engineering).

Reiter Engineering / J Patric