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Ein Ausfall, zwei Top-10-Plätze
© CMV Sportmedia | Zoom

24 Stunden von Spa: HTP Motorsport kämpft sich mit zwei Autos in Top 10

(Speed-Magazin.de) Das HTP Motorsport-Team hat beim 24-Stunden-Rennen im belgischen Spa-Francorchamps ein achtungsvolles Ergebnis eingefahren. Auf der Ardennen-Achterbahn lieferten die Vorjahreschampions nach den 24 Stunden vom Nürburgring dabei zum zweiten Mal innerhalb von fünf Wochen eine glänzende Performance über die Langstrecke ab.

Als Fünfte erzielten Maximilian Götz, Maximilian Buhk und Jazeman Jaafar aus Malaysia im Mercedes-Benz SLS-Flügeltürer das beste Ergebnis für die Mannschaft aus Saarbrücken-Ensheim. Auf Rang neun landeten Bernd Schneider, Harold Primat und der belgische Lokalmatador Nico Verdonck. Die beiden Niederländer Stef Dusseldorp und Xavier Maassen sowie Sergei Afanasiev aus Russland schieden in aussichtsreicher Position leider vorzeitig aus.

Für Xavier Maassen und seine Teamkollegen Dusseldorp und Afanasiev war das Rennen 3 Stunden vorbei
Für Xavier Maassen und seine Teamkollegen Dusseldorp und Afanasiev war das Rennen 3 Stunden vorbei
© Brecht Decancq
„Wir haben alles gegeben. Das gesamte Team ist erneut an seine Grenzen gegangen. Allen Mitgliedern gebührt dafür großer Respekt, Anerkennung und ein Dankeschön. Mit zwei Top-10-Plätzen dürfen wir aber auch sehr zufrieden sein. Leider ist unser Trio mit der Startnummer 85 in guter Position ausgeschieden. Unser Glückwunsch geht an das siegreiche Audi-Team“, bilanzierte HTP-Teamchef Norbert Brückner.

Im entscheidenden Qualifying am Freitag hatten sich die drei HTP-Flügeltürer zunächst aussichtsreich in Position gebracht. Dabei hinterließ das Trio Dusseldorp, Afanasiev und Maassen auf Rang drei vorerst den besten Eindruck. Als Siebte in Startreihe vier durften auch Schneider, Primat und Verdonck zufrieden sein. Lediglich Buhk, Götz und Jaafar mussten sich auf Startposition 20 unerwartet weit hinten einsortieren.

Um 16.30 Uhr am Samstagnachmittag wurde das weltweit größte GT3-Rennen gestartet. Die außergewöhnliche Belastungsprobe für Mensch und Maschine gilt als Saisonhighlight im Rahmen der Blancpain Endurance Series (BES). Das 90-jährige Jubiläum des Rennens dürfte aber vor allem wegen seiner chaotischen Anfangsphase in die Geschichte eingehen. Im Zeitraum zwischen der zweiten und sechsten Rennstunde war es zu zahlreichen schweren Unfällen, vier Safety-Car-Phasen und einer Rennunterbrechung gekommen.

Bedauerlicherweise war in der Startphase davon auch ein HTP-Mercedes betroffen. Direkt nach dem dritten Restart wurden Ausgangs der Eau Rouge gleich fünf Fahrzeuge bei einer Kollision aus dem Rennen gerissen. Für Xavier Maassen am Steuer des Lukoil-SLS mit der Startnummer 85 und seine Teamkollegen Dusseldorp und Afanasiev war das Rennen damit bereits nach weniger als drei Stunden vorbei.

In der BES-Teamwertung belegt HTP Motorsport mit 66 Punkten den vierten Rang
In der BES-Teamwertung belegt HTP Motorsport mit 66 Punkten den vierten Rang
© Brecht Decancq
Die beiden weiteren HTP-Einsatzfahrzeuge schafften es dagegen ins Ziel. Maximilian Götz und Maximilian Buhk, die 2013 in Spa triumphiert hatten, sowie der 21-jährige Jazeman Jaafar aus Malaysia hatten sich bereits nach sieben Stunden auf den sechsten Platz verbessert. Im Ziel lag das Trio vier Runden hinter den Gesamtsiegern im Audi (527 Runden).

Angeführt von Vorjahressieger Bernd Schneider, der erst vor Wochenfrist seinen 50. Geburtstag gefeiert hatte, kamen der 39 Jahre alte Schweizer Harold Primat und der belgische Lokalmatador Nico Verdonck (28) im SLS-Flügeltürer mit der Startnummer 84 mit einem Rückstand von neun Runden als Neunte ins Ziel. Dem DTM-Rekordchampion und AMG-Markenbotschafter Schneider gelang immerhin die schnellste Runde des Rennens.

In der BES-Teamwertung belegt HTP Motorsport mit 66 Punkten den vierten Rang.

Im Rahmen der Blancpain GT Series zählen die BES und die Blancpain Sprint Series (BSS) als eigenständige Championate. Der letzte Lauf der Blancpain Endurance Series 2014 wird vom 19. bis 21. September auf dem Nürburgring (6-Stunden-Rennen) ausgetragen.

Ergebnis Rennen

1. Rast/Vanthoor/Winkelhock (Audi R8 LMS ultra) 527 Runden
2. Luhr/Werner/Palttala (BMW) + 7,077 Sekunden
3. Mies/Nash/Stippler (Audi R8 LMS ultra) – 1 Runde
4. Guilvert/Ortelli/Sandström (Audi R8 LMS ultra) – 2 Runden
5. Buhk/Götz/Jaafar (Mercedes) – 4 Runden 
6. Hommerson/Machiels/Bertolini/Cioci (Ferrari) – 7 Runden
7. Smith/McCaig/Bryant/Sims (BMW) – 7 Runden
8. Wyatt/Rugolo/Lowndes/Piccini (Ferrari) – 8 Runden
9. Schneider/Primat/Verdonck (Mercedes) – 9 Runden
10. Abra/Osborne/Poole/Turner (Aston Martin) – 10 Runde

 

CMV Sportmedia / MB