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Gabriela Jílková hat in der Saison 2021 mit starken Ergebnissen und spektakulären Überholmanövern auf sich Aufmerksam gemacht. Im Interview blickt die schnelle Tschechin zurück auf die erste Saisonhälfte in der ADAC GT4 Germany.
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ADAC GT4 Germany Gabriela Jílková: „Habe keine Angst, Extremes zu versuchen“

Gabriela Jílková (26/CZE), die sich einen Mercedes-AMG GT4 vom Team Zakspeed mit Robert Haub (32/USA) teilt, beindruckte zuletzt mit einem starken Wochenende beim Rennwochenende auf dem Circuit Zandvoort. Das Duo liegt auf Platz drei in der Tabelle und hat noch einiges vor. Was genau, verrät Jílková im Interview.

Drei von sechs Rennen in der Saison 2021 der ADAC GT4 Germany sind absolviert. Wie fälle eure Bilanz zur Saisonhalbzeit aus?
 
Gabriela Jílková: „Wir sind zufrieden mit den bisherigen Ergebnissen. Wir befinden uns auf Platz drei in der Meisterschaft und konnten auch schon vom Podium aus jubeln. Das hat vor der Saison niemand erwartet. Denn die Konkurrenz in der ADAC GT4 Germany ist richtig stark.“

Bei den Rennen in Oschersleben und in Zandvoort hast Du viele Zuschauer und Fahrerkollegen mit spektakulären Überholmanövern beeindruckt. Mit einigen Tagen Abstand: Wie blickst Du auf die Aktionen?
 
„Im Cockpit habe ich keine Angst davor, etwas Extremes zu versuchen. Deswegen waren diese Überholmanöver auch so speziell und haben so sehr herausgestochen. Ich hoffe, dass ich im Verlauf der Saison noch weitere Überholmanöver dieser Art nachlegen kann. Die Situationen haben natürlich richtig Spaß gemacht. Ich hatte ein Lächeln im Gesicht und habe es noch immer, wenn ich daran zurückdenke.“
 
Was sind Deine Ziele für den Rest der Saison?
 
„Ich würde mich richtig freuen, wenn wir die Meisterschaft in den Top Drei beenden können. Doch damit nicht genug: Ich möchte dieses Jahr noch ein Rennen in der ADAC GT4 Germany gewinnen. Darauf arbeiten wir hin. All das funktioniert nur, weil unser Team Zakspeed eine hervorragende Arbeit leistet. Sie stellen uns jedes Rennwochenende ein super Auto zur Verfügung, mit dem wir um die vorderen Plätze kämpfen können.“

„Im Cockpit habe ich keine Angst davor, etwas Extremes zu versuchen. "
© ADAC Motorsport

Warum hast Du Dich vor der Saison für den Start in der ADAC GT4 Germany entschieden? Was zeichnet die Serie Deiner Meinung nach aus?
 
„Ich habe die ADAC GT4 Germany schon seit zwei Jahren beobachtet. Für 2021 hat es sich einfach ergeben, dabei sein zu können. Dass Robert und ich dann auch noch mit so einem legendären Rennstall wie Zakspeed antreten, macht uns stolz. Das Feld in der ADAC GT4 Germany ist beeindruckend und verfügt über viele Autos von unterschiedlichen Marken. Es gibt extrem gute Piloten und starke Teams. Somit geht es im Wettbewerb immer sehr eng zu. Außerdem gefällt mir die Auswahl der Strecken, an denen wir antreten.“
 
Du teilst Dir das Cockpit mit Robert Haub. Was sind seine Stärken als Fahrer?
 
„Er liefert eine super Performance – und das schon über die gesamte Saison. Insbesondere sein Reifen-Management ist klasse. Das war beispielsweise auch einer der Gründe dafür, warum ich in Zandvoort in der zweiten Rennhälfte von Platz acht auf zwei vor fahren konnte. Die Reifen waren einfach noch richtig gut gewesen. Robert ist ein super Teamkollege.“

In Deutschland kannten Dich vor 2021 nur wenige Fans. In welchen Serien warst Du vor der ADAC GT4 Germany am Start?
 
„Anfang des Jahres haben Robert und ich die GT Winter Series in Südeuropa bestritten, um uns auf die Saison in der ADAC GT4 Germany vorzubereiten. Davor bin ich tatsächlich noch keine komplette Meisterschaft gefahren, sondern habe immer nur Einzelauftritte absolviert. Einmal war ich beispielsweise bei einem Langstreckenrennen in einem KTM X-Bow GT4 unterwegs. Das war aber meine einzige GT4-Erfahrung vor 2021.“

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