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Jochen Krumbach, Daniel Keilwitz und Indy Dontje auf dem Podest in der SP9 Pro-Am
© Wochenspiegel Team Monschau | Zoom

WTM Racing bei 24h Nürburgring nach starker Aufholjagd auf Klassenrang drei

Das Wochenspiegel Team Monschau (WTM Racing) hat erfolgreich das ADAC TOTAL 24h-Rennen auf dem Nürburgring auf Gesamtrang 13 und Platz drei in der Klasse SP9 Pro-Am beendet. Die 49. Ausgabe, die von einer langen Unterbrechung durch Nebel gekennzeichnet war, war mit neuneinhalb Stunden Netto-Fahrzeit die Kürzeste in der der Geschichte des Rennens.

ADAC TOTAL 24h-Rennen Nürburgring

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"WTM powered by Phoenix" trat mit drei Fahrern zum Rennen an: Jochen Krumbach, Daniel Keilwitz und Indy Dontje teilten sich den Ferrari 488 GT3. Georg Weiss sagte seinen Start kurz vor dem Rennen aus persönlichen Gründen ab. Von Startplatz 22 aus begann das Rennen mit einem Rückschlag. Schon in der ersten Runde überfuhr Indy Dontje ein Trümmerteil, das durch eine Berührung zweier anderer Fahrzeuge auf die Strecke geschleudert worden war. Das Resultat war ein Reifenschaden.
 
Von da an ging blies WTM Racing zur Aufholjagd. Dontje behielt auch in einem schweren Regenschauer die Kontrolle über den Ferrari, während zahlreiche andere Boliden von der Strecke rutschten. Auf abtrocknender Strecke stiegen dann auch Keilwitz und Krumbach ins Geschehen ein und machten Platz um Platz gut. Nach sechs Stunden Fahrzeit wurde die Aufholjagd jäh unterbrochen - Nebel hatte sich über den Nürburgring gelegt. Das erforderte eine Pause von 14 Stunden und 30 Minuten.
 
WTM Racing und Kooperationspartner Phoenix Racing wurden dann ungünstig vom Reglement getroffen. Der Gesamtführende hatte den Ferrari gerade überrundet, als das Rennen unterbrochen wurde. Da bei einem Abbruch die Zeit-, nicht aber die Rundenabstände annulliert werden, verlor der Ferrari effektiv eine Runde auf die beiden Führenden in der Klasse SP9 Pro-Am, obwohl sich der Zweitplatzierte beim Abbruch nur wenige Sekunden vor dem Ferrari befunden hatte.
 
Das Rennen wurde mit dreieinhalb Stunden Restzeit auf der Uhr neu gestartet - zu wenig Zeit, um eine komplette Runde auf der 25,378 Kilometer langen Nürburgring-Nordschleife zuzufahren. Das Trio leistete sich keine Fehler und wehrte Angriffe von hinten ab, um den dritten Platz in der Klasse zu verteidigen. Auf Gesamtrang 13 war WTM Racing zudem bestes Team mit einem nicht-deutschen Fabrikat.

Reglement bei Abbruch unvorteilhaft für WTM powered by Phoenix
© Wochenspiegel Team Monschau
 
 

Stimmen nach dem Rennen

 
Georg Weiss (Teambesitzer):
"Das war von allen Beteiligten eine hervorragende Leistung. Der Ferrari lief ohne Probleme durch und Phoenix Racing hat einen fantastischen Job gemacht. Leider bleibt ein ziemlicher Beigeschmack mit dem Abbruchsreglement, das uns jeglicher Chancen auf den Klassensieg beraubt hat. Das ist alles andere als sportlich fair."
 
Jochen Krumbach (Fahrer Ferrari 488 GT3 #22):
"Mit dem Ergebnis bin ich bei diesen schwierigen Bedingungen zufrieden. Ich finde es grundsätzlich schade, dass ein solches Rennen nicht an dem Punkt wieder aufgenommen wird, wo es zum Zeitpunkt der Unterbrechung zeitentechnisch gewertet wurde. Es war mein zwanzigstes 24-Stunden-Rennen am Nürburgring. Deshalb erfreue ich mich trotz der Umstände unserer Zielankunft und des guten Resultats."
 
Daniel Keilwitz (Fahrer Ferrari 488 GT3 #22):
"Es war sehr schön und hat eine Menge Spaß gemacht. Das Wochenspiegel-Team fühlt sich an wie eine Familie. Danke an Georg, dass er das alles ermöglicht. Phoenix Racing hat hervorragende Arbeit geleistet, das Auto ist fehlerfrei gelaufen. Uns haben etwa drei Sekunden auf die schnellsten Autos gefehlt, aber das wussten wir nach unserer Einstufung im Vorhinein. Mehr hat uns der Reifenschaden gekostet. Das war wirklich großes Pech und hat uns in noch mehr Pech gestürzt, als die rote Flagge rauskam und wir gerade eine Runde Rückstand hatten. Wären wir in der Führungsrunde geblieben, hätten wir wohl ganz vorne in unserer Klasse mitkämpfen können."
 
Indy Dontje (Fahrer Ferrari 488 GT3 #22):
"Mit dem Resultat bin ich zufrieden. Mir wurde beim Start ein Carbonteil eines anderen Fahrzeugs unter den Reifen geschleudert, daher hatte ich gleich auf der ersten Runde einen Reifenschaden. Das hat viel Zeit gekostet. Danach haben wir viel davon wieder aufholen können, bis wir dann unter Rot wirklich das allererste Fahrzeug waren, das eine Runde Rückstand hatte. Das ist sehr schade, denn mit unserem Speed hätten wir in unserer Klasse vorne mitmischen können. Trotzdem ist es ein gutes Resultat und ich möchte Georg und WTM Racing danken. Es ist ein Vergnügen, für dieses Team zu fahren."

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