Freier Eintritt an der Nordschleife – Tagesticket für Tribünen und Fahrerlager für 23 €
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Letzte Chance zur Vorbereitung auf die 24h Nürburgring

Nun wird es ernst bei den Vorbereitungen auf das Rennen des Jahres auf der Nürburgring-Nordschleife. Vor den ADAC TotalEnergies 24h Nürburgring (18. – 21. Mai 2023) nutzen die Teams traditionell jede Möglichkeit, um Fahrzeuge und Fahrer perfekt auf das prestigeträchtige Event vorzubereiten. Am kommenden Wochenende ist bei den ADAC 24h Nürburgring Qualifiers dazu die letzte Gelegenheit – und die bietet dafür reichlich Fahrzeit auf der längsten, schönsten und anspruchsvollsten Rennstrecke der Welt: Mit je einem Rennen am Samstag und Sonntag sowie ausgiebigen Qualifying-Sessions kann das Setup der Fahrzeuge ein letztes Mal optimiert werden. Die wenigsten Hausaufgaben nehmen dabei wohl die BMW-Teams mit in die Eifel, denn die BMW M4 GT3 lagen bei den bisher absolvierten drei Läufen zur NLS (Nürburgring Langstrecken-Serie) am Ende stets vorne. Am Wochenende vor den Qualifiers landeten das werkseigene Junior-Team und der M4 von Rowe Racing gar einen Doppelsieg. Die weiteren Teams und Hersteller im Fight um den 24h-Gesamtsieg werden sich also bei den Qualifiers um so mehr ins Zeug legen, um am Himmelfahrtswochenende auf den Punkt fit zu sein.
 

Vor Ort und im Netz hautnah am Geschehen!

Wer den Kampf der bulligen GT3 von Audi, Aston Martin, BMW, Ferrari, Lamborghini, Mercedes-AMG und Porsche miterleben möchte, der ist am Ring herzlich willkommen. Am Samstag und Sonntag gibt es die Karte für die Tribünen am Grand-Prix-Kurs inklusive Fahrerlager-Zutritt für 23 Euro (Wochenend-Ticket: 38 Euro), der Eintritt an der Nordschleife ist sogar frei. Infos und Ticket-Vorverkauf finden sich [hier auf der offiziellen Homepage]. Auch wer die ADAC 24h Nürburgring Qualifiers nicht live vor Ort erleben kann, bleibt am Wochenende dennoch auf dem Laufenden. Auf der [24h Qualifiers-Liveseite] gibt es ein kompaktes Infocenter mit Liveticker und Timing, Audio-Kommentar und Auswahl unter allen Live-Streams der Veranstaltung. Insgesamt elf Streckenkameras, eine Drahtloskamera in der Boxengasse sowie sieben Live-Onboardkameras fangen das Geschehen im Livestream am Samstag von 18:45 bis ca. 22:20 Uhr und am Sonntag von 10:30 bis ca. 17:50 Uhr ein.



Nach dem dritten NLS-Lauf gab es strahlende Gesichter bei den drei Junioren von BWM: Dan Harper, Max Hesse und Neil Verhagen hatten das Rennen für sich entschieden und lagen im Ziel knapp 17 Sekunden vor ihren Markenkollegen Marco Wittmann und Maxime Martin im Cockpit des Rowe-Teams. „Mit dem Zweifachsieg für BWM sind natürlich alle sehr happy“, fasste Max Hesse anschließend zusammen. „BMW hat ein super Auto, wir sind total zufrieden damit. Es ist auch schön zu sehen, dass drei unterschiedliche Teams ganz vorne mit dabei waren bei den drei NLS-Läufen.“ Tatsächlich gingen die NLS-Siege an Rowe (NLS1), Walkenhorst (NLS2) und nun an die Junioren – die drei Mannschaften fuhren sich damit in die Rolle der Favoriten für die 24h. Auch beim dritten NLS-Lauf verwalteten die Spitzenreiter ihre Position souverän. „Nach der tollen Vorarbeit der Kollegen in den ersten beiden Stints, ging es in meinem Doppelstint darum, den Vorsprung zu halten“, schildert Hesse, der den Part des Schlussfahrers übernahm. „Der erste Abschnitt war etwas tricky, weil ich in Code-60-Zonen mehrfach viel Zeit verloren habe. Aber wenn es dann darauf ankam, konnte ich den Vorsprung gleich wieder herstellen. In den letzten beiden Runden hat es noch etwas genieselt, das hat es dann auch noch mal spannender gemacht.“ Auch Marco Wittmann im zweitplatzierten BWM freute sich über das Doppelpodium: „Es ist immer schön auf dem Podium zu stehen, vor allem weil wir von P7 ins Rennen gingen“, schilderte der zweifache DTM-Champion. „Wir hatten einen guten Start und eine gute Pace im Rennen.“ Sein Teamkollege Sheldon van der Linde hatte am Vormittag im Zeittraining den zweiten M4 GT3 des Teams auf die Pole gestellt und auch damit die starke Form der weißblauen Marke bewiesen. „Nach vier Jahren endlich meine erste Pole auf der Nordschleife – ich bin sehr glücklich“, so der amtierende DTM-Champion. „Ich bin sehr zufrieden mit dem Stand vor den 24h. Das Hauptziel ist natürlich, dafür optimal vorbereitet zu sein, was wir meiner Meinung nach auch sind. Die BMW sehen sehr stark aus, das ist vielversprechend für uns als Marke.“


Wenn allerdings eines sicher ist auf der Nordschleife, dann, dass eben nichts sicher ist: Die zahlreichen weiteren Teams werden den Sieg gewiss nicht kampflos hergeben, und der nähere Blick zeigt, dass auch andere Marken in der Spitzengruppe ein Wörtchen mitreden werden. Auf P3 landete zuletzt etwa der Audi R8 LMS GT3 Evo II des Land-Teams, und Fahrer Christopher Mies war hinterher zufrieden: „Ein Podestplatz ist immer schön, für meinen Geschmack hätte es aber auch Platz zwei sein dürfen.“ Der lag für den Düsseldorfer auch greifbar nahe, doch er hatte gegen den heranstürmenden Maxime Martin im Rowe-M4 das Nachsehen. „Unser Auto war gut, aber Maxime konnte mich auf der Döttinger Höhe überholen“, blickt Mies zurück. „Danach bin ich noch drei oder vier Mal in den dichten Verkehr gekommen – da war die Lücke da, und ich konnte sie nicht mehr zuzufahren. Wir haben alles probiert, aber es ging nicht mehr.“ Auch andere lagen an diesem Wochenende in Schlagdistanz zum Podium – etwa die beiden Porsche 911 GT3 R von Falken Motorsport auf den Positionen 5 und 8. Und auch die „Newcomer“ machten einmal mehr auf sich aufmerksam: Frikadelli Racing landete mit seinem brandneuen Ferrari 296 GT3 auf der sechsten Position, sammelte dabei sogar Führungskilometer und wurde nur durch eine gebrochene Bremsscheibe zwischenzeitlich zurückgeworfen. „Das gilt es genauso wie ein paar andere Kinderkrankheiten zu analysieren“, sagt Teamchef Klaus Abbelen. „Aber in der Summe werden die Probleme erfreulicherweise immer weniger.“ Optimistisch geben sich auch die Fahrer des Italo-Renners. Felipe Laser bilanzierte: „Mit dem Wochenende können wir insgesamt sehr zufrieden sein. In Sachen Setup haben wir einen weiteren großen Schritt nach vorne gemacht, wir kommen einer guten Basis immer näher und Gesamtrang sechs kann sich in diesem Feld durchaus sehen lassen. Mit ein bisschen mehr Glück wäre sogar ein Platz auf dem Podium möglich gewesen. Nichtsdestotrotz haben wir die Gewissheit, dass wir an den richtigen Stellschrauben drehen und freuen uns nun alle gemeinsam auf das Qualirennen.“
 

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