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Porsche 911 GT3 R, Manthey-Racing (#911), Kevin Estre (F), Matteo Cairoli (I), Michael Christensen (DK), Lars Kern (D)
© Porsche | Zoom

24h Nürburgring: Porsche 911 GT3 R überzeugt in turbulenter Startphase auf nasser Strecke

Der Porsche 911 GT3 R hat in der Startphase des 24-Stunden-Rennens auf dem Nürburgring seine Stärken eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Bei stark zunehmenden Regen in der ersten Stunde zündete Werksfahrer Kévin Estre ein regelrechtes Feuerwerk. Der Franzose, der im sogenannten „Grello“ vom Kundenteam Manthey von Platz elf gestartet war, arbeitete sich innerhalb von nur vier Runden an die Spitze vor. Nach den ersten vier Rennstunden rangiert das Auto mit der Startnummer 911 souverän in der Spitzengruppe.

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Auch die baugleichen Elfer von Huber Motorsport und KCMG arbeiteten sich in der Frühphase eindrucksvoll nach vorn. Der Deutsche Nico Menzel überholte in seinem ersten Stint zahlreiche Fahrzeuge, anschließend brachte Landsmann Marco Seefried die Startnummer 23 sogar bis auf den vierten Gesamtrang. Huber Motorsport liegt somit in der Pro-Am-Klasse deutlich in Führung. Joshua Burdon fuhr die Startnummer 18 des asiatischen Kundenteams KCMG bis auf den sechsten Rang nach vorn.
 
Großes Pech hatte hingegen die Mannschaft von Frikadelli Racing. Der Australier Matt Campbell machte in der ersten Rennstunde zahlreiche Positionen gut und übergab die Startnummer 30 anschließend an Earl Bamber. Der Neuseeländer hatte sich gerade an die schwierigen Bedingungen auf der abtrocknenden Nordschleife gewöhnt, als er sein Fahrzeug mit einem Schaden an der Servolenkung an die Box steuern musste. Durch die fällige Reparatur verlor die Nummer 30 insgesamt vier Runden. Wenig später verursachte ein Reifenschaden einen Dreher. Das Schwesterauto mit der Nummer 31 rangiert trotz eines zwischenzeitlichen Drehers ebenso in den Top 10 wie der Porsche 911 GT3 R von Rutronik Racing. Die beiden über 500 PS starken Fahrzeuge von Falken Motorsports fahren mit geringem Rückstand auf die Spitze in der Verfolgergruppe.

Nürburg: 24 H Nürburgring 2021
Nürburg: 24 H Nürburgring 2021
© Porsche
 
 
„Erst einmal dürfen wir festhalten, dass wir nach unserem mäßigen Abschneiden im nassen Qualifying im Anschluss an unsere Analyse die richtigen Änderungen vorgenommen haben. In der teils extrem nassen Frühphase waren die Autos sehr schnell, alle Kundenteams haben reichlich Positionen gutgemacht“, fasst Sebastian Golz, Projektleiter Porsche 911 GT3 R zusammen. „Wir können bisher ein konstant starkes Tempo von allen Fahrzeugen sehen. Das stimmt uns für die weiteren Stunden sehr zuversichtlich. Dass die Nummer 31 von Frikadelli Racing zur Reparatur in die Box musste, ist allerdings ein kleiner Wermutstropfen.“
 

Fahrerstimmen zum bisherigen Rennverlauf

Kévin Estre (Porsche 911 GT3 R #911): „Wir hatten uns zum Start gegen Regenreifen entschieden – das war goldrichtig. Unser Porsche 911 GT3 R war in der ersten Phase einfach unglaublich gut, ich konnte daher ziemlich schnell an die Spitze fahren. Allerdings wurde es anschließend sehr, sehr schwierig. Der erste Teil der Strecke stand regelrecht unter Wasser, die zweite Hälfte war trocken. Es war mental unglaublich anstrengend, aber es lief richtig gut.“

Kevin Estre (F), Michael Christensen (DK), Matteo Cairoli (I) (l-r), Manthey-Racing
Kevin Estre (F), Michael Christensen (DK), Matteo Cairoli (I) (l-r), Manthey-Racing
© Porsche
 
 
Nico Menzel (Porsche 911 GT3 R #23): „Das war ein sehr aufregender und anstrengender Start ins Rennen. Wir sind auf Slicks gestartet, aber dann war sofort der Regen viel zu stark. Wir mussten früh zum Reifenwechsel an die Box. Anschließend war die Strecke in einigen Bereichen dermaßen nass, dass es einzig darum ging, das Auto auf der Bahn zu halten. Das ist mir gut gelungen. Phasenweise können wir das Tempo der Spitze tatsächlich mitgehen. Wir führen die Pro-Am-Kategorie an und sind bestens unterwegs. So darf es gern weitergehen.“
 
Josh Burdon (Porsche 911 GT3 R #18): „Ich gebe es offen zu: Als es direkt vor dem Start in einigen Streckenbereichen anfing zu regnen, hat es mich doch etwas nervös gemacht. Aber das war nach Freigabe des Rennens schnell verflogen. Unser Team hat die richtige Reifen-Entscheidung getroffen. Bis zum ersten Stopp habe ich ungefähr zehn Positionen gutgemacht, im zweiten Stint sogar noch einige mehr. Am Ende meiner Fahrt habe ich das Auto auf Platz fünf an meinen Kollegen übergeben. Nicht schlecht, wenn man bedenkt, dass wir von Rang 26 losgefahren sind.“

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