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Mit dem 7. Gesamtsieg machte Manthey Racing sich das schönste Geschenk zum 25jährigen Jubiläum
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24h Nürburgring: Manthey-Racing mit dem siebten Gesamtsieg zum 25jährigen Jubiläum beim 24Std Rennen

Die 49. Ausgabe des Langstrecken-Klassikers auf der Nürburgring-Nordschleife geht als das kürzeste 24 Stunden Rennen in die Historie des seit 1971 erstmals ausgetragenen Rennens ein. Das unberechenbare Eifelwetter schlug bei der 2021er Ausgabe des ADAC 24 Stunden Rennens wieder unbarmherzig zu. Waren am Donnerstag und Freitag (bis auf einen kurzen Gewitter-Schauer am Freitag Abend)  die Bedingungen noch optimal für die Beteiligten, zogen am Samstag dunkle Wolken am Eifelhimmel auf. Die WTCR und die Tourenwagen Legenden hatten im Vorprogramm der 24 Stunden noch trockene Bedingungen vorgefunden. Pünktlich zum Start des 24 Stunden Rennens fielen dann auch die ersten Regentropfen vom Himmel und im Verlauf der ersten Rennstunde setzten Punktuell auf der Nordschleife Sintflutartige Regenfälle ein.

ADAC TOTAL 24h-Rennen Nürburgring

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Typische Verhältnisse am Nürburgring, wie wir sie seit Jahren kennen. Auf dem einen Streckenabschnitt Aquaplaning, einige Kilometer weiter trockene Verhältnisse. Dann fielen gegen Abend die Temperaturen deutlich und der Nürburgring hüllte sich immer mehr in dichte Nebelschleier. Um 21.30 Uhr waren die Bedingungen nicht mehr zu vertreten und die Rennleitung unterbrach die Veranstaltung mit der roten Flagge. Es folgte eine wetterbedingte Unterbrechung von 14 Stunden und 30 Minuten. Somit betrug die reine Rennzeit lediglich 9,5 Stunden, die kürzeste der 49 ausgetragenen 24 Stunden Rennen des ADAC auf dem Nürburgring.

Dichter Nebel sorgte für eine 14,5 Stunden lange Rennunterbrechung
Dichter Nebel sorgte für eine 14,5 Stunden lange Rennunterbrechung
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Manthey-Racing macht sich zum 25jährigen Jubiläum das schönste Geschenk

 
1996 gründete Olaf Manthey sein eigenes Rennteam und war seither eng mit Porsche verbunden. Der ehemalige DTM-Fahrer gewann 1996 den erstmals ausgetragenen Porsche Carrera Cup. Im Jahr darauf wechselte man in den Porsche Supercup, der im Rahmen der Formel1 ausgetragen wird. Von 1997 – 2000 holte das Team viermal in Folge mit dem Niederländer Patrick Huisman den Titel. Es folgten Klassensiege in Le Mans und bei den 24 Stunden in Spa. Die Zusammenarbeit mit dem Hause Porsche wurde enger und 2006 war Manthey Racing zuständig für den Einsatz des UPS Porsche Junior Teams. Inzwischen stellte sich Manthey auch der Herausforderung 24 Stunden am Nürburgring, die man 2006 erstmals gewann.

Es folgten fünf weitere Erfolge in den Jahren 2007 – 2009 und 2011! Bei den fünf Erfolgen zählte der ehemalige Porsche Junior und heutige Markenbotschafter Timo Bernhard zur Fahrercrew, je vier Mal waren Marcel Tiemann sowie die späteren Le Mans-Sieger Marc Lieb und Roman Dumas mit von der Partie. 2018 folgte Sieg Nummer 6 mit einem grell-gelben 911 GT3 R, den die Fans längst als „Grello“ ins Herz geschlossen haben. Bis heute war kein anderes Team bei diesem Rennen erfolgreicher. Seit 2013 ist Manthey-Racing für die GT Wetrkseinsätze von Porsche in der WEC mitverantwortlich. 2015 eroberte die Partnerschaft alle WM-Titel in der GTE Pro-Wertung – ebenso wie in der „Super-Saison“ 2018/2019, ein dritter Le-Mans-Erfolg in Form eines Doppelsiegs inklusive. Heute ist Manthey-Racing ein aufstrebendes Unternehmen mit vier Geschäftsbereichen. Das Spektrum reicht von Motorsporteinsätzen für Porsche in der WEC und auf der Nürburgring-Nordschleife über die Veranstaltungen der Porsche Racing Experience by Manthey-Racing und das Porsche Service Zentrum in Meuspath bis hin zur weltweiten Unterstützung von Kundenteams. „Wir haben die Philosophie von Olaf Manthey nach dem Zusammenschluss unserer beiden Firmen gerne fortgeführt, denn sie entsprach auch unserer Denke bei Raeder Motorsport“, betont Nicolas Raeder, Geschäftsführer und Miteigentümer von Manthey-Racing.

Olaf Manthey gründete 1996 Manthey Racing
Olaf Manthey gründete 1996 Manthey Racing
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„Mit Porsche als Partner und Anteilseigner hat unser Unternehmen seither eine aufregende Entwicklung genommen. Auch in Zukunft wollen wir weiter wachsen und auf dem Know-how aufbauen, das wir uns im Motorsport erworben haben – in Form von Service-Dienstleistungen für Privatfahrer, bei Events oder auch in der Entwicklung von Renn- und Straßensportwagen. Gemeinsam mit unseren engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern können wir es kaum erwarten, die nächsten 25 Jahre in der spannenden Geschichte von Manthey-Racing in Angriff zu nehmen.“ Mit dem siebten Gesamtsieg beim 24 Stunden Rennen am Nürburgring hat sich Manthey-Racing zum erfolgreichsten Team in der Geschichte des legendären Rennens gekürt und sich damit das schönste Geschenk zum 25jährigen Jubiläum gemacht.
 

Audi hinter seinen Erwartungen geblieben

Mit dem Ziel, den  6. Gesamtsieg beim Eifel-Klassiker einzufahren, musste Audi mit Platz fünf vorlieb nehmen. Im Prestigeträchtigen Kampf um die Nordschleifen Krone zwischen den Ingolstädtern, BMW, Mercedes-AMG und Porsche, musste Audi eine empfindliche Niederlage einstecken. Bestplatzierter R8 LMS war die #2 des Teams Car Collection. Das Trio Markus Winkelhock/Nico Müller und Christopher Haase brachten den GT3 R8 LMS auf Platz fünf ins Ziel. Die beiden werksunterstützten Autos von Land-Motorsport und Phoenix-Racing schieden durch Unfälle aus. Besonders bitter war es für die Land Truppe! Christopher Mies/Rene Rast und Kelvin van der Linde verzockten sich am Start mit der Reifenwahl und mussten am Ende der Einführungsrunde in die Box um Slicks aufzuziehen.

Am Ende nur Platz fünf für Audi
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Vom Ende der ersten Startgruppe kämpfte sich das Trio wieder nach vorne und hatte Siegchancen. Dann das Aus in Runde 48 durch Unfall. Die #15 von Phoenix (Stippler/D. Vanthoor/Frijns/Drudi) war am Samstagabend nach einem Unfall von Dries Vanthoor im Metzgesfeld ausgeschieden. Daraufhin wurde der privat eingesetzte Audi #11 (Beretta/Stippler/Schramm/Thiim) zur Phoenix-Speerspitze. Nach einer Berührung mit dem GetSpeed-Mercedes #7 kam es am Sonntagmittag zu einem Reifenschaden und einem Einschlag im Bereich Hohe Acht.
 

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Horst Bernhardt

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