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HRT dominierte das Rennen bis kurz nach dem Restart
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24h Nürburgring Highlights: Vom BMW Sieg bis zum HRT Debakel

HRT Debakel am Nürburgring: Ohne Erfolgserlebnis musste das auf den Gesamtsieg hoch gehandelte Mercedes-AMG Team von Hubert Haupt die Heimreise vom Nürburgring antreten. Die Favoriten Christodulo/Engel/Metzger/Stolz in der #4 lagen in den ersten Stunden in Front. In der 38. Runde passierte Maro Engel das Malheur: In der Hohenrain Schikane kollidierte er mit dem Opel Manta beim Überrunden und schlug hart in die Leitplanken ein. Engel wurde zur Untersuchung ins Medical Center gebracht, wo glücklicherweise keine Verletzungen festgestellt gestellt wurden. Teamchef Hubert Haupt machte es seinem schnellen Teamkollegen nach und legte seinen Mercedes-AMG 9 Runden später in den Leitplanken ab.

ADAC TOTAL 24h-Rennen Nürburgring

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Porsche Pilot Stefan Brammer muss operiert werden.

 Der Münchner schlug mit seinem Porsche 718 Cayman GTS im Bereich Tiergarten frontal in die Leitplanken ein. Der #87 Porsche wurde zurück auf die Rennstrecke geschleudert und überschlug sich dabei. Der Fahrer war laut Angaben des Veranstalters ansprechbar. Brammer klagte bei der Bergung durch das Extrication-Teams über Rückenschmerzen und wurde ins Krankenhaus Daun eingeliefert. Die Nacht verbrachte er auf der Intensivstation. Bei Stefan Brammer wurden Wirbelverletzungen diagnostiziert. Er soll jedoch keine Lähmungserscheinungen aufweisen.

Stefan Brammer kurz vor seinem Unfall
Stefan Brammer kurz vor seinem Unfall
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Erfolg für Stuck Brüder in der Cup – X Klasse

 
Klassensieg in der stark umkämpften KTM X-Bow Kategorie für Johannes und Ferdinand Stuck! Die Söhne von „Strietzel“ Stuck gewannen zusammen mit dem Österreicher Reinhard Kofler die Cup-X Klasse im KTM X Bow GTX vom Team True Racing. Das Trio legte eine Gesamtdistanz von 55 Runden zurück und hatte am Ende eine Runde Vorsprung vor dem mc chip dkr quartett Dieter Schmidtmann/Heiko Hammel/Christoph Breuer und DTM-Trophy Champion Tim Heinemann.

Ferdinand und Johannes Stuck feiern mit Reinhard Kofler Klassensieg
Ferdinand und Johannes Stuck feiern mit Reinhard Kofler Klassensieg
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BMW Pilot Sheldon van der Linde: Kevin Estre hat den Sieg herausgefahren!

Der Rowe Pilot war vom Tempo des Grello-Piloten Kevin Estre im Schluss-Stint überrascht und zollt seinem Kollegen höchste Anerkennung. Der Kampf um den Gesamtsieg bei der 49. Auflage des 24 Stunden Rennens am Nürburgring war in der Schlussphase das Duell van der Linde im Rowe BMW#98 und Kevin Estre im Manthey Porsche. Der BMW-Pilot war dann auch überrascht von der Stärke seines Porsche Kollegen: „ Ja ich war erstaunt. Aber wir wissen ja das der Porsche perfekt für die Nordschleife ist. Und Kevin hat einen super Job gemacht. Er ist der richtige Mann und liefert kontinuierlich ab und übertrifft die Erwartungen sogar. Nach dem Restart hat man gesehen wie schnell er sich durch das Feld gekämpft hat und das macht den Unterschied im Porsche aus“, stellt der Südafrikaner fest. Aber nicht nur der Speed von Kevin Estre hat die Entscheidung herbeigeführt. Die Vorentscheidung fiel beim vorletzten Boxenstopp. Zu dem kam der zu diesem Zeitpunkt zweitplatzierte Rowe-BMW bereits nach einem Stint von fünf Runden. Dementsprechend war die Standzeit kürzer, Rowe versuchte Manthey mit einem Undercut zu überholen.

Kevin Estre und Sheldon van der Linde kämpften um den Gesamtsieg im 24 Stunden Rennen
Kevin Estre und Sheldon van der Linde kämpften um den Gesamtsieg im 24 Stunden Rennen
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„Wir wollten eine bessere Track-Position haben und den Stopp getimt, weil es eine Code-60-Phase gab. Doch der Plan ging nicht auf weil die direkt nach meinem Stopp aufgehoben wurde. Dadurch hatte Manthey einen Vorteil, bevor sie ihren Stopp machen mussten.“Nachdem die Manthey-Mannschaft zwei Runden später stoppte war klar, dass die Mindeststandzeit des Porsche beim letzten regulären Boxenstopp rund 40 Sekunden kürzer als die des Rowe-BMW sein würde. Und hier kam wieder Estres Speed ins Spiel, denn der Franzose konnte den Rückstand auf van der Linde bei maximal 23 Sekunden begrenzen und lag so nach dem letzten Boxenstopp souverän in Front.
 

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Horst Bernhardt

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