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"Unser Ziel ist klar gesteckt: Wir wollen ein Top-Resultat. "
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24h Nürburgring 2020: GetSpeed hat das große Ziel vor Augen

Der motorsportliche Saisonhöhepunkt auf der legendären Nürburgring-Nordschleife ist nah: Vom 24. bis 27. September startet das ADAC TOTAL 24h-Rennen. Für das Team GetSpeed Performance wird die 48. Auflage ein ganz besonderes Highlight, denn von den drei eingesetzten Mercedes-AMG GT3 wird ein Fahrzeug als Mercedes-AMG Team GetSpeed – mit Werksunterstützung – bei dem Langstreckenklassiker in der Eifel an den Start gehen. Das Ziel ist ganz klar gesteckt: „Wir wollen gewinnen“, sagt Teamchef Adam Osieka ohne Umschweife.

Intensiv hat sich das im Gewerbepark am Nürburgring beheimatete Team GetSpeed Performance auf das Heimspiel vorbereitet. Und die Vorbereitung war in diesem Jahr sogar noch länger als ursprünglich geplant. Corona-bedingt wurde das 24h-Rennen in den September verschoben. Nicht weniger als fünf Rennen der Nürburgring Langstrecken-Serie fanden im Vorfeld statt. Der neon-gelbe Mercedes-AMG GT3 war bei vier Rennen am Start. Die Bilanz kann sich mit zwei dritten und zwei vierten Plätzen sehen lassen. „Wir haben uns in erster Linie darauf konzentriert, ein gutes Grundsetup mit dem neuen Evo-Modell des Mercedes-AMG GT3 zu erarbeiten und uns daneben mit allen drei Fahrzeugen bereits im Vorfeld des 24h-Rennens einen Startplatz für das Top-Qualifying zu sichern – beides ist uns gelungen“, erklärt Osieka. „Dass wir in diesem Zuge zweimal auf dem Podium gelandet sind, ist ein schöner Bonus und zeigt, dass wir vorne mit bei der Musik sind.“ Osieka ist allerdings davon überzeugt, dass bislang keiner der Mitstreiter seine Karten aufgedeckt hat. „Vor dem 24h-Rennen wird immer viel gepokert und niemand möchte sein volles Potenzial aufzeigen. Trotzdem haben wir sehr viele Daten analysiert und sind davon überzeugt, dass wir von der Performance her ganz vorne mitfahren können. Ich bin ja selber Racer, daher weiß ich, dass man immer mit dem Ziel startet, zu gewinnen.“
 
Die Speerspitze, der Mercedes AMG GT3 mit der Startnummer 9, wird pilotiert von Maximilian Götz, Maximilian Buhk, Raffaele Marciello und Fabian Schiller. Letzterer wurde von AMG jüngst in den Status eines Nordschleifen-Performance-Fahrers befördert. „Alle vier Jungs wissen, wo es auf der Nordschleife langgeht und sie haben ihre Leistungsfähigkeit und ihren Speed schon oft unter Beweis gestellt“, urteilt Osieka. „Das Wichtigste ist jedoch, dass sie alle heiß auf Erfolg sind. Mit diesem starken Quartett haben wir definitiv Siegchancen.“
 
Die beiden weiteren Fahrzeuge sind in der Pro-Am-Kategorie der GT3-Klasse SP9 eingestuft. Die Piloten François Perrodo, Emmanuel Collard, Matthieu Vaxiviere und Christer Jöns in der #8 haben genauso den Klassensieg im Visier wie Janine und John Shoffner, Markus Palttala und Maxime Soulet in der #10. Dabei sind vor allem die drei Franzosen im Fluss. Vaxiviere holte am vergangenen Wochenende beim 24h-Rennen in Le Mans Platz drei in der Prototypen-Klasse LMP2. Collard und Perrodo taten es ihrem Landsmann in der GTE-Am-Klasse gleich. Janine Hill hat jüngst ihren Lebensgefährten John geheiratet. Das frisch vermählte Paar feiert beim 24h-Rennen nun eine ganz besondere Hochzeitsreise. Soulet stieß in der #10 als letzter Fahrer zum GetSpeed-Squad hinzu. Der Belgier gewann zu Jahresbeginn das 12h-Rennen im australischen Bathurst. „Auch unsere beiden Pro-Am-Fahrzeuge sind erstklassig besetzt“, so Osieka. „In beiden Mercedes-AMG GT3 haben wir eine ausgewogene Mischung aus ambitionierten Amateuren und Profis, die erfolgversprechend ist.“
 
François Perrodo (#8, GetSpeed Performance): „Das ist mein erstes 24h-Rennen am Nürburgring – und dann noch unter diesen besonderen Bedingungen, weil keine Zuschauer entlang der Nordschleife erlaubt sind. Das ist sehr schade. Unser primäres Ziel mit der Startnummer 8 ist, die Zielflagge zu sehen. Die Vorbereitungen bei den Rennen zur NLS zusammen mit Emmanuel, Matthieu und Christer waren sehr gut. Wenn wir uns keine Fehler erlauben, nur zum Fahrerwechsel, zum Nachtanken und zum Reifenwechsel an die Box müssen, ist eine gute Platzierung möglich. Der Wettbewerb wird hart sein, mit vielen Teams und Fahrern, die sehr gute Nordschleifenkenntnisse haben. Bei der starken Konkurrenz müssen wir bescheiden sein und die bestmögliche Leistung abliefern. Dann sehen wir, wo wir am Ende stehen. Die Wettervorhersage ist wechselhaft, die Nacht ist länger als im Mai – da kann viel passieren.“
 
Fabian Schiller (#9, Mercedes-AMG Team GetSpeed): „Ich freue mich riesig auf das 24h-Rennen. Unser Ziel ist klar gesteckt: Wir wollen ein Top-Resultat. Das wird allerdings nicht leicht. Zum einen ist auch in diesem Jahr die Konkurrenz wieder sehr stark. Zum anderen ist die Wettervorhersage mit Regen und Sturm verrückt. Unter diesen Voraussetzungen ist es schon eine Challenge, überhaupt die Zielflagge zu sehen. Dass keine Fans rund um die Nordschleife zugelassen sind, ist für uns Fahrer gleich aus zweierlei Hinsicht bedauerlich. Denn neben der einzigartigen Stimmung, die sie verbreiten, wird es in der Grünen Hölle ohne sie in der Nacht deutlich dunkler sein. Die größte Herausforderung ist dann, konzentriert zu bleiben und keine Fehler zu machen.“
 
Markus Palttala (#10, GetSpeed Performance): „Super, dass ich auch in diesem Jahr wieder bei GetSpeed dabei sein kann, um Janine und John zu unterstützen. Letztes Jahr hatten wir ein tolles Rennen. Mit Maxime kommt nun ein weiterer Mitstreiter ins Team, den ich schon lange kenne. Zuletzt haben wir 2019 in Spa zusammen das 24h-Rennen bestritten. In der Pro-Am-Kategorie gibt es einige starke Gegner. Trotzdem ist eine Podiumsplatzierung in der Klasse unser Ziel. Im Gesamtklassement peilen wir die Top-10-Positionen an. Um diese Ziele zu erreichen, müssen wir natürlich erst einmal ankommen – so schnell fahren wie möglich und die Risiken möglichst minimieren.“

24h Media / DW