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WTCR Qualifying 2: Lokalmatador Michelisz erneut auf der DHL Pole Position

29.04.2018 (Speed-Magazin.de) Norbert Michelisz schenkte seinen begeisterten heimischen Fans bei den WTCR-Rennen von Ungarn eine weitere DHL Pole-Position. In einem spannenden Qualifying-Shoot-out des von OSCARO präsentierten FIA Tourenwagen-Weltcup WTCR setzte er sich am Sonntagvormittag auf dem Hungaroring durch.

Der Fahrer des BRC Racing Teams sorgte auf der Haupttribüne für frenetischen Lärm, als er seinen Teamkollege Gabriele Tarquini von der DHL Pole-Position stürzte. Damit stehen die beiden Teamkollegen heute Nachmittag im dritten Rennen über 15 Runden geschlossen in Startreihe eins.

Hinter den Hyundai i30 N TCR sicherte sich das ALL-INKL.COM Münnich Motorsport Duo Esteban Guerrieri und Yann Ehrlacher, der Sieger des ersten Rennens, die zweite Reihe vor dem beeindruckenden Teenager Benjamin Lessennes.

„Das Auto war einfach genial“, freute sich Michelisz, der am Samstag ebenfalls auf der DHL Pole für Rennen 1 stand. „Vom ersten Moment an hatte ich das Vertrauen um anzugreifen. In Q2 wusste ich, dass ich nicht schneller hätte fahren können, also konzentrierte ich mich in Q3 darauf, eine fehlerfreie Runde zu fahren.“

Michelisz wird diesmal entschlossen sein, seine Pole-Position in einen Rennsieg umzuwandeln, nachdem er gestern am Start geschlagen und schließlich Dritter wurde. „Mein Hauptaugenmerk liegt jetzt auf dem Start“, sagte er.

Da nur 12 der 27 Starter in Q2 einziehen konnten, blieben im 20-minütigen Q1 einige bekannte Namen auf der Strecke. Nur knapp verpasste Zsolt Zsabó die nächste Runde. In seinem von MOL unterstützten Zengő Motorsport Cupra TCR fuhr er die 13. schnellste Zeit.

Hinter ihm zählten John Filippi, Jean-Karl Vernay, Fabrizio Giovanardi und Nathanaël Berthon zu den Enttäuschten. Eine Überraschung war Thed Björk, der nur auf Platz 20 fuhr. Der Tourenwagen-Weltmeister von 2017 lag damit nur einen Platz vor Gordon Shedden, der aus der britischen Tourenwagen-Meisterschaft in den WTCR gewechselt war.

Grund zum Jubeln hatte hingegen Wildcard-Starter Attila Tassi in seinem KCMG Honda Civic Type R TCR, der die zwölftschnellste Zeit fuhr. Auch seinen Landsleuten Norbert und Dániel Nagy gelang der Einzug in Q2.

Michelisz setzte sich mit 1.52,176 Minutenin Q2 an die Spitze und schaffte damit den Sprung ins Q3 der Top 5. Zu ihm gesellten sich Teamkollege Tarquini, Guerrieri, Ehrlacher und Lessennes, der in seinem Boutsen Ginion Racing Honda Civic Type R TCR einen hervorragenden Job machten.

Yvan Muller, der in Q1 am schnellsten war, scheiterte auf Position sechs knapp vor James Thompson und Mehdi Bennani. Dann wurde es in den Schlusssekunden aber dramatisch, denn der Name auf dem entscheidenden zehnten Platz wechselte.

Rob Huff schien den Platz sicher zu haben, womit er in der umgekehrten Startaufstellung des zweiten Rennens auf der DHL Pole-Position gestanden hätte. Dann wurde er aber vom heimischen Wildcard-Starter Dániel Nagy in seinem M1RA Hyundai auf Platz elf verdrängt. Neben ihm wird der anderer Wildcard-Starter Tassi, der sich auf Position neun qualifizierte, in der ersten Reihe stehen.

Lessennes war der erste, der im Q3-Shootout an den Start ging, aber er und das Team zeigten ihre Unerfahrenheit in dieser Session, indem sie die Boxengasse unter roter Ampel verließen. Er bekam die schwarze Flagge gezeigt und blieb ohne Zeit. Dennoch ist ein fünfter Startplatz für Rennen 3 später am Tag eine großartige Leistung für den jüngsten Fahrer des WTCR.

Ehrlacher war als nächster dran und fuhr trotz eines Fehlers in Sektor 2 eine Zeit von 1:53.366 Minuten. Diese wurde aber von seinem Teamkollegen Guerrieri um 0,343 Sekunden geschlagen.

Nun mussten nur noch die beiden BRC Hyundai fahren. Tarquini war als erster an der Reihe. Der Italiener fuhr eine saubere Runde. Seine Zeit von 1:52.807 Minuten war 0,216 Sekunden schneller als die von Guerrieri. Würde Michelisz, der Liebling der Massen, diese Zeit schlagen können?

Als Michelisz seine Runde startete, ertönten die Fanfaren auf den Tribünen. Im ersten Sektor war er langsamer als Tarquini, holte aber im zweiten Sektor auf. Als er die Ziellinie überquerte, erbebte die Haupttribüne. Seine Zeit von 1:52.365 Minuten war 0,442 Sekunden schneller als die seines Teamkollegen.

Tarquini ist allerdings für seine herausragenden Starts bekannt. Beim Start des dritten Rennens um 16:55 Uhr werden daher alle Augen auf die beiden blauen Hyundais gerichtet sein.

Vorher findet aber um 15:30 Uhr der zweite Lauf der WTCR-Rennen von Ungarn statt.


FIA WTCR / JM


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