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FIA WTCR 2. Qualifying: Björk erobert DHL Pole Position

25.06.2018 (Speed-Magazin.de) Thed Björk bedankte sich bei seinen YMR Mechanikern, die die ganze Nacht gearbeitet haben, um sein Auto zu reparieren. Björk eroberte seine vierte DHL Pole Position im WTCR – FIA Tourenwagen-Weltcup präsentiert bei OSCARO. Er zeigte eine fantastische Qualifying-Performance beim WTCR Rennen von Portugal in Vila Real.

Der Schwede, dessen Hyundai i30 N TCR beim Massenunfall in Rennen 1 am Samstag schwer beschädigt wurde und sogar brannte, fuhr im Einzelzeitfahren Q3 die Bestzeit und verdrängte Norbert Michelisz (BRC Racing Team) von der Spitze.

„Es war eine fantastische Runde“, sagt der FIA Tourenwagen-Weltmeister von 2017. „Das Gefühl, dieses Auto zu fahren, war unglaublich. Mein Team hat die ganze Nacht gearbeitet und mein Auto war perfekt. Ich denke, sie haben nur eine halbe Stunde geschlafen. Ich bin sehr stolz auf sie.“

Björk war von Beginn an schnell und es sah danach aus, dass er schon das 30-minütige Q1 an der Spitze beenden würde. Q1 musste zweimal unterbrochen werden. Zunächst war es Frédéric Vervisch, dessen Audi Sport Team Comtoyou Audi RS 3 LMS ausrollte, nachdem der Belgier hart über die Randsteine der Schikane gefahren war. Die zweite Unterbrechung betraf Tom Coronel, der mit seinem Boutsen Ginion Racing Honda Civic Type R TCR die Leitplanken gestreift hatte.

Da nur 12 Fahrer ins Q2 kamen, ging es nach dem Neustart in den letzten vier Minuten hektisch zu, denn alle wollten noch eine schnelle Runde fahren. Gabriele Tarquini (BRC Racing Team Hyundai) war einer der Fahrer unter Druck. Aber der Italiener fuhr eine brillante Runde und verbesserte sich von P20 an die Spitze. Er verdrängte dadurch Björk und Muller.

Durch die späten Verschiebungen verpassten einige Fahrer den Cut. Nathanaël Berthon (Comtoyou Racing) schied als 13. aus. Auch Aurélien Comte (DG Sport Compétition) kam mit seinem PEUGEOT 308TCR nicht ins Q2 weiter.

Die größte Überraschung war Esteban Guerrieri, der mit seinem ALL-INKL.COM Münnich Motorsport Honda nur P19 schaffte. Der Argentinier, der in Rennen 1 am Samstag Zweiter war, wunderte sich selbst: „Ich weiß es nicht“, sagt Guerrieri verärgert. „Wir hatten ein Problem mit dem Getriebe und fanden nicht die Pace. Sehr enttäuschend.“

Beide Fahrer vom Team Mulsanne Alfa Romeo Gulietta TCR verpassten den Cut. Fabrizio Giovanardi qualifizierte sich nur für P15 und Gianni Morbidelli für P20. Ein weiterer Fahrer, der nicht weiterkam, war Vila Real Bewohner und ‚Wildcard‘ Starter Edgar Florindo, der mit seinem Veloso Motorsport Cupra TCR 17. wurde.

Auch das 15-minütige Q2 war turbulent, denn Yann Ehrlacher und Yvan Muller hatten beide Reifenschäden. Ehrlacher meldete sich dann perfekt zurück und fuhr vor Björk Bestzeit, bevor der Schwede mit einer fantastischen Runde zurückschlug. Seine Zeit von 1:59.946 Minuten war die erste Runde unter zwei Minuten an diesem Wochenende.

Die Top 5 kamen weiter ins Einzelzeitfahren Q3. Neben Björk und Ehrlacher waren das Tarquini und Pepe Oriola in seinem Team OSCARO by Campos Racing Cupra TCR. Auch Michelisz im Hyundai war dabei.

Aurelien Panis (Comtoyou Racing) hatte in seinem Audi RS 3 LMS Pech und verpasste als Sechster Q3. Dahinter folgten Jean-Karl Vernay, Mato Homolo (DG Sport Compétition PEUGEOT 308TCR) und ein enttäuschter Muller. Im Gegensatz zu seinem Neffen Ehrlacher konnte der Sieger von Rennen 2 nach dem Reifenschaden nicht mehr die Pace finden.

Auf P10 landete Gordon Shedden (Audi Sport Leopard Lukoil), der sich damit seine erste DHL Pole-Position für die umgedrehte Startaufstellung in Rennen 2 gesichert hat. John Filippi (Team OSCARO by Campos Racing) folgte als Elfter und Benjamin Lessennes (Boutsen Ginion Racing) als Zwölfter.

Im Q3 Shootout war Michelisz als Erster auf der Strecke und fuhr eine kontrollierte Runde in 2:00.164 Minuten. Als Nächster folgte Oriola mit seinem Cupra, aber der Spanier war um 0,262 Sekunden langsamer als Michelisz.

Dann war Tarquini an der Reihe. Der Veteran, der in dieser Saison schon drei WTCR Siege gefeiert hat, will wider auf die Siegerstraße zurückkehren. Aber seine Runde war nicht gut genug, um Michelisz von der provisorischen Pole zu verdrängen. 0,155 fehlten ihm auf die Zeit des Ungarn.

Ehrlacher folgte als Nächster, aber er machte in seiner Runde einen Fehler und war mehr als eine Sekunde langsamer als Michelisz. Dann war nur noch Björk übrig, und der Schwede ließ nichts anbrennen.

Der YMR Hyundai kam mit einer Zeit in 1:59.824 Minuten über die Linie. Damit sicherte er sich die DHL Pole-Position für Rennen 3. Michelisz wird daneben in der ersten Reihe stehen. Tarquini und Oriola sind dahinter in der zweiten Reihe.

Lauf 2 beim WTCR Rennen in Portugal startet um 15:45 Uhr Ortszeit (16:45 Uhr MESZ). Anschließend folgt Rennen 3 ab 17:10 Uhr Ortszeit (18:10 Uhr MESZ).


FIA WTCR / ND


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