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WRC Rallye Frankreich - Ergebnisse nach WP10: Rallye fahren wie auf der Rennstrecke

Alles im Lack bei Latvala, Mikkelsen und Ogier

04.10.2014 (Speed-Magazin.de) Mit drei Bestzeiten in Folge setzte sich Jari-Matti Latvala (Polo R WRC Nr.2) am Samstagmorgen ein wenig vom teaminternen Verfolger Andreas Mikkelsen (Polo R WRC Nr.9) ab. „Die Prüfungen heute sind wirklich grosse Klasse“, freute sich Latvala bei der Einfahrt in den Mittagsservice in Colmar. „Ich mag die breiteren Straßen, wo man wie auf der Rennstrecke eine Ideallinie finden muss. Daran habe ich in den letzten Jahren intensiv gearbeitet.“



FIA WRC: Rallye Frankreich
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Weil auch der Abstand zu Kris Meeke (Citroën) auf Rang drei immer größer wird, gehen die beiden Volkswagen Piloten längst nicht mehr ganz ans Limit. „Ich attackiere in den Passagen, wo ein wenig Raum für Fehler bleibt. In den schwierigeren Sektionen nehme ich etwas Tempo heraus“, beschrieb Mikkelsen. „Jari-Matti ist so schnell, dass es keinen Sinn macht, ihn zu attackieren.“

Latvala und Mikkelsen haben alles unter Kontrolle, nur 14,8 Sekunden trennen die beiden. Meeke liegt bereits fast 50 Sekunden zurück. „Der Plan ist, heute Nachmittag genauso weiter zu machen“, sagte Latvala, bevor er seinen Polo R WRC für den kurzen 15-Minuten-Service an seine Mechaniker übergab.

Volkswagen drei Mal in Folge in den Top drei
Volkswagen drei Mal in Folge in den Top drei
© Volkswagen | Zoom
Sébastien Ogier (Polo R WRC #1) hat sich inzwischen auf Gesamtrang 22 verbessert. „Heute läuft alles problemlos, ich habe einen guten Rhythmus gefunden“, sagte der Vorjahressieger, der am Samstag jeweils als Erster startet. „Ich versuche, den Fans eine gute Show zu bieten.“

Tatsächlich belegten die drei Volkswagen Piloten auf allen drei Prüfungen des Samstagvormittags jeweils die ersten drei Plätze. Für Unmut sorgten nur die vom Veranstalter aufgestellten Baken, die in vielen Kurven das Abkürzen über den Fahrbahnrand verhindern sollen. „Einige diese Pfosten stehen an anderen Stellen als noch im Training“, beschrieb Andreas Mikkelsen. Auch kurz vor dem offiziellen Start der Prüfungen, wenn die Sicherheitscrews der Topfahrer noch einmal den Streckenzustand überprüfen dürfen, ist scheinbar noch alles in Ordnung.

Aber kaum sind die „Safety Crews“ – für Spitzenreiter Jari-Matti Latvala arbeitet sein Landsmann und Ex-Werksfahrer Toni Gardemeister – durch, nehmen die Baken auf mysteriöse Weise neue Positionen ein. „In einigen Kurven könnte man plötzlich wesentlich schneller fahren, einen oder zwei Gänge höher“, beschrieb Latvala. Die Pfosten werden aber offensichtlich nur in manchen Kurven bewegt. In der nächsten tauchen sie wieder exakt an der Stelle auf, wo sie schon im Training standen und von den Fahrern auch im Gebetbuch vermerkt wurden. „Das Gefährliche daran ist, dass man sich nicht darauf verlassen kann.“

FIA WRC Rallye Frankreich 2014 - Stand nach WP 10:

Pos     Fahrer Zeit Rückstand
1. J. LATVALA 1:32:34.1  
2. A. MIKKELSEN       1:32:48.9      +14.8
3. K. MEEKE 1:33:20.6 +46.5
4. D. SORDO 1:33:51.5 +1:17.4
5. R. KUBICA 1:33:58.8 +1:24.7
6. M. OSTBERG 1:34:01.7 +1:27.6
7. M. HIRVONEN 1:34:08.3 +1:34.2
8. B. BOUFFIER 1:35:22.2 +2:48.1
9. E. EVANS 1:35:22.2 +2:48.1
10. T. NEUVILLE 1:36:10.5 +3:36.4


 
 


Volkswagen / Yvonne D.

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