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WRC Rallye Australien 2014: Volkswagen erneut Rallye-Weltmeister mit Dreifachsieg

Sebastien Ogier gewinnt die Rallye Australien 2014!

14.09.2014 (Speed-Magazin.de) 3..2..1, Weltmeister*! Volkswagen hat sich mit einem Dreifachsieg bei der Rallye Australien den Titelgewinn in der Hersteller-Wertung der FIA Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) gesichert. Drei Rallyes vor Saisonende ist Volkswagen von der Spitze der Gesamtwertung auch dank des bislang besten Resultats in der Teamgeschichte nicht mehr zu verdrängen. Die erfolgreiche Titelverteidigung gelang den Australien-Siegern Sébastien Ogier/Julien Ingrassia (F/F) gemeinsam mit Jari-Matti Latvala/Miikka Anttila (FIN/FIN), die in Down Under Zweite wurden, im Rekord-verdächtigem Tempo. Seit 25 Jahren fiel keine WM-Entscheidung frühzeitiger. Das perfekte Teamergebnis komplettierten Andreas Mikkelsen/Ola Fløene (N/N) im dritten Polo R WRC mit Rang drei. Die drei Volkswagen Crews liegen auch in der Gesamtwertung von Fahrer- und Beifahrer-WM vorn. Ogier/Ingrassia und Latvala/Anttila machen den Gewinn dieser Weltmeister-Titel bei den verbleibenden drei Rallyes unter sich aus.



FIA WRC: WRC Rallye Australien
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Im Zeichen der Drei: erster Dreifachsieg für den Polo R WRC in Down Under

Wenn die Korken dreimal so schön knallen: Der Dreifachsieg von Volkswagen bei der Rallye Australien war der erste der Team-Historie in der Rallye-WM. Sébastien Ogier/Julien Ingrassia sorgten für den 19. Triumph des Polo R WRC bei dessen 23. Einsatz. Jari-Matti Latvala/Miikka Anttila fügten der Erfolgsbilanz des 315 PS starken World Rally Cars aus Wolfsburg seit dem Debüt bei der Rallye Monte Carlo 2013 Podiumsresultat 35, Andreas Mikkelsen/Ola Fløene Nummer 36 hinzu.

Früheste Vorentscheidung in der Rallye-WM seit 25 Jahren
Früheste Vorentscheidung in der Rallye-WM seit 25 Jahren
© Volkswagen | Zoom
Der Weg zum historischen Erfolg war alles andere als eine Spazierfahrt: Die Rallye Australien forderte Mensch und Material mit sehr technischen, gewundenen Achterbahn-Passagen durch die Wälder des Bundesstaates New South Wales einerseits und mit Hochgeschwindigkeitspassagen im offenen Gelände andererseits. Ständig wechselnde Schotter-Beläge – von rauem und grobkörnigem Splitt bis hin zu glattem und tonigem Lehmboden – sowie der ständige Wechsel zwischen Licht und Schatten erschwerte die Arbeit der Fahrer und Beifahrer. Auf den 20 Wertungsprüfungen absolvierten die World Rally Cars 302,26 Kilometer im Kampf gegen die Uhr. Die längste und prägendste Wertungsprüfung bildete „Nambucca“, die auf ihrer Marathon-Distanz von 48,92 Kilometern durch Wälder mit steilen Bergauf-Passagen, über Farmen und schmale Holzbrücken führte.

Im Zeichen der Drei: erfolgreiche Titelverteidigung im Akkord-Tempo

Weltmeister* nach nur drei Vierteln der Saison – nur einmal in der Geschichte der FIA Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) machte ein Hersteller den Gewinn in der Hersteller-Wertung früher dingfest als Volkswagen im Jahr 2014. Nach neun von zehn möglichen Saisonsiegen, davon sechs Doppelsiege, steht die erfolgreiche Titelverteidigung von Volkswagen rechnerisch bereits fest. Bereits 2013 hatte das Team aus Ogier und Latvala den Hersteller-Titel nach Wolfsburg geholt – mit dem größten Vorsprung der Rallye-WM-Geschichte (145 Punkte). In die verbleibenden Rallyes der Saison in Frankreich, Spanien und Großbritannien geht Volkswagen mit einem Vorsprung von derzeit 194 Punkten.

Aus Drei wird Zwei: Volkswagen internes Duell um Fahrer- und Beifahrer-WM

Bereits vor der Rallye Australien stand fest, dass die drei Volkswagen Fahrer Sébastien Ogier, Jari-Matti Latvala und Andreas Mikkelsen den Titel in der Fahrer-Weltmeisterschaft der Rallye-WM unter sich ausmachen. Nach dem Resultat des zehnten Laufes in Down Under ist aus dem Drei- ein Zweikampf geworden. Obwohl Andreas Mikkelsen seinen Vorsprung auf Rang vier deutlich ausbaute, hat er nun keine Chance mehr, den Fahrer-Titel einzufahren. So wird das Duell der Saison auch zum Weltmeisterschafts-Duell: Sébastien Ogier vs. Jari-Matti Latvala. Dreimal zählte dieser Zweikampf bereits zu den Top Ten der engsten WM-Rallye-Entscheidungen. 2011 schlug Ogier Latvala in Jordanien um 0,2 Sekunden. 2010 in Neuseeland lag Latvala nur 2,4 Sekunden vor Ogier. Der knappste Ausgang, seit beide für Volkswagen antreten, datiert von der Rallye Finnland in diesem Jahr, als Latvala mit 3,6 Sekunden seinen Heimsieg gegen Ogier feierte. In Australien lagen nur 6,8 Sekunden zwischen dem Champion und seinem Herausforderer.

Zweimal Extra-Punkte in der Powerstage: Latvala vor Ogier

Mit dem Gewinn der Powerstage, in der Zusatzpunkte für die besten Drei vergeben werden, sicherten sich Jari-Matti Latvala/Miikka Anttila drei Extra-Zähler für die Fahrer- und Beifahrer-WM. Platz zwei und zwei WM-Punkte gingen an ihre Volkswagen Teamkollegen Sébastien Ogier/Julien Ingrassia. In den zurückliegenden zwei WM-Jahren sicherten sich Volkswagen Duos in 22 ausgetragenen Powerstages 16 Mal den Sieg, insgesamt 39 Mal Extra-Punkte.

Zahlen und Fakten zur Rallye Australien

Sébastien Ogier siegt vor Jari-Matti Latvala und Andreas Mikkelsen
Sébastien Ogier siegt vor Jari-Matti Latvala und Andreas Mikkelsen
© Volkswagen | Zoom
20 Wertungsprüfungen, 17 Bestzeiten – Volkswagen fügte bei der Rallye Australien der Bilanz des Polo R WRC neue Highlights hinzu. Seit dem ersten Start des World Rally Cars bei der Rallye Monte Carlo 2013 schlagen insgesamt 297 von 428 WP-Bestzeiten für den Allradler zu Buche. Unter den Top Drei der Zeitenliste rangierte es insgesamt 679 Mal. Allein bei der Rallye Australien beendeten die Volkswagen Piloten die 20 WPs 42 Mal unter den Top Drei.

Stimmen, 03. Tag Rallye Australien

Sébastien Ogier, Volkswagen Polo R WRC #1

„Einfach fantastisch, ich freue mich extrem für unser Team! Sie haben es so sehr verdient. Das Gefühl ist schwer in Worte zu fassen. Dass wir den Weltmeister-Titel mit unserem ersten kompletten Volkswagen Podium geholt haben, ist ein unglaublicher Erfolg. Wir können heute wirklich stolz auf uns sein, hier am anderen Ende der Welt. Julien und ich haben versucht, unseren knappen Vorsprung gegenüber meinem Teamkollegen Jari-Matti Latvala bis ins Ziel zu kontrollieren – und es hat geklappt. Ich denke, wir haben den Fans wieder ein spannendes Duell an der Spitze gezeigt. Großartig, dass Andreas Mikkelsen und Ola Fløene den Triumph für unser Team komplett gemacht haben. Jetzt fehlt mir noch ein Sieg, um auch den Fahrer-Titel zu holen. Wenn mir das in Frankreich gelingt, wäre das grandios.“

Jari-Matti Latvala, Volkswagen Polo R WRC #2

„Ein großartiger Erfolg, ich freue mich sehr für das ganze Team. Der Hersteller-Titel ist eine tolle Auszeichnung dafür, dass sich bei Volkswagen jeder ins Zeug legt, um erfolgreich zu sein und zeigt außerdem, dass der Polo das beste Rallye-Auto überhaupt ist. Dazu haben wir erneut erstklassigen Sport gezeigt – Miikka und ich haben versucht, Sébastien und Julien bis zum Schluss unter Druck zu setzen, aber sie waren nicht zu schlagen. Glückwunsch zum verdienten Sieg. Mit meiner persönlichen Leistung bin ich sehr zufrieden. Leider hat mich eine falsche Reifenwahl die wohl entscheidenden Sekunden gekostet, selbst den Sieg zu holen. Wie auch immer: Hier mit allen drei Polo auf dem Podium zu stehen ist sagenhaft, besser kann man einen WM-Titel nicht einfahren.“

Andreas Mikkelsen, Volkswagen Polo R WRC #9

Erfolgreiche Titel-Verteidigung in der Hersteller-Wertung
Erfolgreiche Titel-Verteidigung in der Hersteller-Wertung
© Volkswagen | Zoom
„Was für ein unfassbar großartiges Resultat für das gesamte Team. Weltmeister, und dann noch mit dem allerersten Dreifachsieg. Ich freue mich sehr für all die Mechaniker, Ingenieure und Helfer, die das hier in Australien und über die gesamte Saison gesehen möglich gemacht haben. Vor den abschließenden sechs Wertungsprüfungen hatten wir zu Platz vier einen riesigen Vorsprung, aber auch nach vorn war nicht viel auszurichten. Mittendrin im Nirgendwo ging es darum, das Tempo so zu kontrollieren, dass wir keinen Fehler machen und das Resultat nach Hause bringen. Vor der Rallye hatte ich mir vorgenommen, den Abstand zu Platz vier in der WM zu verteidigen. Jetzt haben wir ihn sogar ausgebaut. Ich freue mich riesig über mein viertes Podiumsresultat in diesem Jahr. Heute ist einfach ein großartiger Tag.“

Jost Capito, Volkswagen Motorsport-Direktor

„Was für ein Sahnehäubchen für eine starke Saison! Den Hersteller-Titel mit einem Dreifachsieg zu feiern – besser geht’s nicht. Schon im vergangenen Jahr haben wir alle Erwartungen, vor allem unsere eigenen, übertroffen. Jeder im Team ist damals schon permanent an seine Leistungsgrenze gegangen, um den WM-Titelgewinn möglich zu machen. Es ist immer schwieriger, den WM-Titel erfolgreich zu verteidigen, als ihn das erste Mal zu gewinnen. Was das Team in dieser Saison geleistet hat und wie sehr es sich in allen Details weiter verbessert hat, nötigt mir allergrößten Respekt ab. Eine Kette ist nur so stark wie das schwächste Glied, sagt man. Bei uns sind alle Glieder gleich stark. Danke, Kollegen. Volkswagen ist stolz auf Euch. Und dieser Titel geht an alle bei Volkswagen weltweit, die Unterstützung ist großartig.“

* Vorbehaltlich der Bestätigung durch die FIA.

Und da war dann noch ...

... der perfekte Parkplatz. Als Willkommen für die neuen Hersteller-Weltmeister rollten die Volkswagen Mechaniker nagelneue Service-Bodenplanen für die drei Polo R WRC aus. Beim abschließenden Service vor der Podiumszeremonie parkten die drei World Rally Cars aus Wolfsburg standesgemäß auf eigenen Plätzen. Dort stand zu lesen: „Champions Parking only“ – Parken nur für Weltmeister.

WRC Rallye Australien Ergebnisse 2014:

Pos      Fahrer Zeit Rückstand
1. FRAS. OGIER 2:53:18.0       
2. FINJ. LATVALA 2:53:24.8 +6.8
3. NORA. MIKKELSEN 2:54:36.0 +1:18.0
4. GBRK. MEEKE 2:55:02.0 +1:44.0
5. FINM. HIRVONEN 2:55:11.6 +1:53.6
6. NZLH. PADDON 2:56:14.2 +2:56.2
7. BELT. NEUVILLE 2:57:46.2 +4:28.2
8. GBRE. EVANS 2:58:28.0 +5:10.0
9. POLR. KUBICA 2:59:57.8 +6:39.8
10. AUSC. ATKINSON 3:02:47.4 +9:29.4
11. QATN. AL-ATTIYAH 3:05:11.1 +11:53.1
12. FINJ. KETOMAA 3:07:01.5 +13:43.5
13. UKRY. PROTASOV 3:07:48.1 +14:30.1
14. ITAL. BERTELLI 3:08:14.1 +14:56.1
15. IDNS. AKSA 3:11:51.3 +18:33.3
16. NORM. OSTBERG 3:12:52.8 +19:34.8
17. AUSM. VAN TUINEN     3:22:10.1 +28:52.1
18. GRCJ. SERDERIDIS 3:24:53.1 +31:35.1
19. ITAF. FRISIERO 3:26:49.1 +33:31.1
20. AUSA. COPPIN 3:37:46.9 +44:28.9
21. AUST. SULLENS 3:40:24.1 +47:06.1
22. AUSM. GRIGG 3:42:18.1 +49:00.1
23. AUSD. BLAIR 3:43:33.4 +50:15.4
24. ITAM. RENDINA 4:16:05.9 +1:22:47.9

 


Volkswagen / Yvonne D.

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