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VW Scirocco R-Cup: Le-Mans-Sieger, DTM-Asse und Felix Baumgartner als Stargäste beim Titel-Dreikampf!

Jordan Lee Pepper, Kelvin van der Linde und Kasper H. Jensen

16.10.2013 (Speed-Magazin.de / Volkswagen Scirocco R-Cup) Le-Mans-Sieger, DTM-Asse und Extremsportler Felix Baumgartner sind beim Finallauf des Volkswagen Scirocco R-Cup die Stargäste beim Dreikampf um den Titel. Die erfahrenen Motorsport-Legenden Manuel Reuter, Frank Biela (beide D), Laurent Aïello und Éric Hélary (beide F) garantieren beim neunten und letzten Saisonrennen am 19. Oktober auf dem Hockenheimring beste Rennaction. Ein besonderes Highlight ist auch der Auftritt von Felix Baumgartner, der vor gut einem Jahr mit seinem Fallschirmsprung aus der Stratosphäre weltweit für Schlagzeilen gesorgt hatte. Dramatik pur verspricht auch die Entscheidung im Titelkampf des einzigen Erdgas-Markenpokals der Welt: Tabellenführer Kelvin van der Linde (ZA) wird von Kasper H. Jensen (DK) und Jordan Lee Pepper (ZA) gejagt.

Alles Wissenswerte zum sechsten und damit abschliessenden Rennwochenende in Hockenheim im Stenogramm:

+++ Manuel Reuter (52) ist eine echte Tourenwagen-Legende. Nach den Anfängen im Kartsport startete der gebürtige Mainzer im Jahr 1985 seine Karriere in der DTM. Dort bestritt er in 15 Jahren über 200 Rennen und holte neben vielen Siegen 1996 auch den Titel. Höhepunkte seiner motorsportlichen Karriere waren zudem 1989 und 1996 die Triumphe bei den 24 Stunden von Le Mans sowie 2003 der Erfolg bei den 24 Stunden auf dem Nürburgring. Nach dem Ende seiner motorsportlichen Karriere startete Reuter im TV durch. Er ist seit 2006 der geschätzte Co-Kommentator der DTM-Übertragungen in der ARD. Privat ist der Familienvater ein echter „Ironman“: Sein grosses Hobby ist Triathlon. +++

Volkswagen Scirocco R-Cup Finale in Hockenheim
Volkswagen Scirocco R-Cup Finale in Hockenheim
© Volkswagen | Zoom
+++ Laurent Aïello (44) feierte 2002 seinen grössten Erfolg in der DTM mit dem Titelgewinn vor Rekordmeister Bernd Schneider. Der Franzose hatte sich 1994 in der einheimischen Tourenwagen-Meisterschaft einen Namen gemacht, als er dort seinen ersten Titel gewann. In seiner internationalen Tourenwagen-Karriere holte er 1997 in Deutschland und 1999 in Grossbritannien den Titel. Seinen wohl grössten Erfolg feierte er 1998 mit Porsche in Le Mans: Zusammen mit seinen Teamkollegen Allan McNish und Stéphane Ortelli gewann er das legendäre 24-Stunden-Rennen. Ab dem Jahr 2000 stieg er mit Audi in die DTM ein und war dort wegen seines attraktiven Fahrstils einer der beliebtesten Fahrer. +++

+++ Den Ruf als Titelgarant hat sich Frank Biela (59) in seiner schillernden Motorsport-Karriere verdient. In der DTM feierte er in 110 Rennen neun Siege und krönte sich im Jahr 1991 zum Champion. Zwischen 2000 und 2007 sammelte der Neusser bei den legendären 24 Stunden von Le Mans insgesamt fünf Siege im Audi. 1993 wurde Biela zudem französischer und 1996 britischer Tourenwagen-Meister. Auch das Tourenwagen-Weltfinale auf dem Circuit Paul Ricard (1995) und den legendären Grand Prix in Macau (1996) hat Biela schon gewonnen. Beim Volkswagen Scirocco R-Cup ist die Rennlegende bereits zum fünften Mal am Start. 2010 trat Biela dabei sogar gegen seine Tochter Isabelle an, die die komplette Saison im umweltschonenden Erdgas-Markenpokal bestritt. +++

+++ Éric Hélary (47) stieg nach seinem Titel 1987 in der Formel-Ford-Serie in die französische Formel-3-Meisterschaft ein und gewann auch in dieser Rennserie die Gesamtwertung. Seinen grössten Erfolg feierte er 1993 in Le Mans: Zusammen mit Geoff Brabham und Christophe Bouchut gewann er die berühmten 24 Stunden. 2006 erreichte er mit seinem Teamkollegen, dem späteren neunmaligen Rallye-Weltmeister Sébastien Loeb, den zweiten Gesamtrang. Von 2000 bis 2002 fuhr er in der DTM und kehrte danach zur französischen Variante zurück. +++

+++ Eine Legende der ganz anderen Art ist Felix Baumgartner (44). Vor fast genau einem Jahr – am 14. Oktober 2012 – sprang der Extremsportler aus rund 39 Kilometer Höhe mit dem Fallschirm zur Erde. Er durchbrach beim Projekt Red Bull Stratos als erster Mensch im freien Fall die Schallmauer. Die Maximalgeschwindigkeit von Mach 1,25 oder 1.357,6 Stundenkilometern ist einer von drei Weltrekorden, die Baumgartner seitdem hält. Jetzt wagt sich der Volkswagen Botschafter in den Cup-Scirocco. Er wird nicht ganz so schnell wie bei seinem Rekordsprung unterwegs sein – es wird aber spannend, zu sehen, wie sich Baumgartner auf vier Rädern schlägt. +++

Julien Ingrassia, Felix Baumgartner und Sebastien Ogier
Julien Ingrassia, Felix Baumgartner und Sebastien Ogier
© Volkswagen | Zoom
+++ Der Titelkampf im Scirocco R-Cup wird in Hockenheim in einem spannenden Dreikampf entschieden. Der 17 Jahre junge Kelvin van der Linde (ZA) hat vier von acht Rennen gewonnen und führt mit 290 Zählern. Der am letzten Rennwochenende in Oschersleben einmal erfolgreiche Kasper H. Jensen (DK) folgt mit 247 Zählern vor dem Südafrikaner Jordan Lee Pepper (232). Damit reicht van der Linde bereits ein zwölfter Platz im Finalrennen zum Titelgewinn. Die Punktevergabe im Pro- und Junior-Cup erfolgt generell nach dem Schema 60-48-40-34-32-30-28-26-24-22-20-18-16-14-12-10-8-6-4-2. +++

+++ Wie viel ein Titel im Volkswagen Scirocco R-Cup wert ist, zeigt das Beispiel des letztjährigen Titelträgers Ola Nilsson (25). Der Schwede durfte in diesem Jahr beim Porsche Carrera Cup Skandinavien starten, fuhr dort fünfmal auf Platz eins und wurde Vizemeister. Die starken Leistungen brachten Nilsson einen Gaststart beim Saisonfinale des Porsche Carrera Cup Deutschland in Hockenheim ein. Dort kann er dann auch seinem Nachfolger im Volkswagen Scirocco R-Cup gratulieren. +++

+++ Als Gaststarter im Scirocco R-Cup geht in Hockenheim der Direktor eines Bauunternehmens auf die Strecke. Der Brite Aaron Mason (34) hat sich die Teilnahme am Saisonfinale mit dem Gesamtsieg beim Volkswagen Racing Cup auf der Insel verdient. In seinem Cup-Scirocco feierte er in dieser Saison fünf Siege und hat sich mit insgesamt 16 Triumphen zum erfolgreichsten Rennfahrer der Geschichte der Rennserie gekrönt. Seine Motorsport-Karriere startete Mason übrigens erst 2009. Ebenfalls als Gaststarter in Hockenheim dabei ist der Journalist Roger Frauenrath (47) vom Aachener Zeitungsverlag. Er hatte sich das Cockpit mit einem Sieg beim Saisonfinale der Volkswagen Motorsport Kart-Challenge powered by Dunlop im Michael-Schumacher-Kartcenter in Kerpen verdient. +++

+++ Wie in der vergangenen Saison haben die Fahrerinnen und Fahrer die Möglichkeit, das Push-to-pass-System einzusetzen, wodurch sich die Leistung des Scirocco kurzzeitig um 50 PS auf 210 kW (285 PS) erhöht. Neu: Im Gegensatz zum Jahr 2012 ist der Einsatz von Push-to-pass in der Qualifikation verboten. Im Rennen ist der Einsatz von Push-to-pass begrenzt: Die aus den ersten drei Reihen gestarteten Fahrerinnen und Fahrer dürfen 15 Mal auf den Extra-Power-Knopf drücken. Die Startreihen vier bis sechs haben 16 Versuche. Den folgenden drei Startreihen ist ein weiterer Versuch gestattet. +++

Matthias Ekström, Laurent Aïello und Jean Alesi auf dem Podium
Matthias Ekström, Laurent Aïello und Jean Alesi auf dem Podium
© Volkswagen | Zoom
+++ Der Vorgänger des heutigen Hockenheimrings wurde 1932 erbaut. Der Kurs bestand aus 12 Kilometer langen unbefestigten Waldwegen und wurde anfangs als Motorradrennstrecke genutzt. Bis 1935 besass die Strecke keine Teerdecke und wurde zur Staubreduzierung zwischen den Läufen bewässert. +++

+++ Die Höchstgeschwindigkeit wird im Scirocco R-Cup auf dem Hockenheimring in der Parabolika-Kurve erreicht. Hier beschleunigen die Fahrer im sechsten Gang auf eine Geschwindigkeit von bis zu 200 km/h. Die Streckenlänge einer Runde beträgt 4,574 Kilometer. Insgesamt gibt es 17 Kurven. +++

+++ Erfolgreichster Fahrer beim Scirocco R-Cup am Hockenheimring ist der Schwede Ola Nilsson. Er gewann in der Debüt-Saison 2010 ein Rennen und feierte 2012 einen Doppelsieg. Beim Saisonauftakt in diesem Jahr in Hockenheim triumphierte mit dem ehemaligen Formel-1-Piloten Nicola Larini (I) ein Legenden-Pilot. +++

Volkswagen Scirocco R-Cup
Zeitplan, 06. Rennwochenende, Hockenheim
 
Freitag, 18. Oktober 2013
15:25–16:10 Uhr Freies Training (45 Minuten)
 
Samstag, 19. Oktober 2013
12:00–12:30 Uhr Zeittraining (30 Minuten)
16:15–16:45 Uhr Rennen (11 Runden)


Volkswagen Motorsport / J.M


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