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VW Scirocco R-Cup: Heimsieg von Kremer hält den Titelkampf im Scirocco R-Cup spannend

Zweiter Saisonerfolg nach spannendem Duell mit Tabellenführer Pepper

17.08.2014 (Speed-Magazin / Volkswagen) Jason Kremer aus Bonn hat einen umjubelten Heimsieg auf dem Nürburgring gefeiert und damit den Titelkampf im Volkswagen Scirocco R-Cup spannend gehalten. Der Deutsche feierte auf rutschiger Piste in der Eifel nach einem spannenden Duell seinen zweiten Saisonerfolg mit einem hauchdünnen Vorsprung von 0,4 Sekunden vor Tabellenführer Jordan Lee Pepper (ZA). Der Schwede Victor Bouveng holte sich in der letzten Runde Platz drei vor Junior-Cup-Spitzenreiter Nicolaj Møller-Madsen (DK). 

Der Titelkampf im umweltschonenden Markenpokal wird damit zu einem „Fall für drei“: Vor den verbleibenden beiden Saisonrennen führt Pepper mit 279 Punkten vor Bouveng (239) und Kremer (237). Der gerade 18 Jahre alt gewordene Pepper könnte sich mit einem Sieg im zweiten Lauf am Sonntagmorgen vorzeitig den Meistertitel sichern, falls Bouveng nicht über Platz drei herauskommt.

Olaf Thon und Manuel Reuter
Olaf Thon und Manuel Reuter
© VW | Zoom
Im spektakulären ersten Rennen auf feuchter Strecke mit zahlreichen Drehern und spannenden Rad-an-Rad-Duellen landete die Schwedin Mikaela Ahlin-Kottulinsky als beste der vier Frauen im Feld auf Platz fünf. Der indische Gaststarter Rahil Noorani, Titelträger im Polo-Cup Indien im Jahre 2013, wurde 16. Josh Caygill (GB) und Lukas Jäger (A) überstanden Unfälle unverletzt. Kurz vor den Start hatte es zu regnen begonnen, alle Fahrer hatten Trockenreifen aufgezogen. Jason Kremer ging mit mehr Courage in die erste Kurve und nahm dem von der Pole-Position gestarteten Pepper sofort die Führung ab. Der vorsichtige Südafrikaner wurde in den nächsten Runden auch noch von Møller-Madsen und den von Platz neun nach vorn geschossenen Deutschen Moritz Oberheim überholt.

Es entwickelte sich ein spannender Vierkampf, in dem Oberheim mit einem Dreher in Runde sechs alle Chancen einbüßte. Im siebten Umlauf rutschte auch Møller-Madsen auf den nassen Randsteinen aus. So gab es ein Duell um den Sieg zwischen Kremer und Pepper, dass der Deutsche nervenstark für sich entschied.

Volkswagen konnte am vorletzten Rennwochenende mit Olaf Thon (D) und Sven Hannawald (D) namhaften Besuch begrüßen. Olaf Thon, Fußball-Weltmeister von 1990, schaute auf Einladung von Partner Gazprom vorbei und ließ sich von der DTM-Legende Manuel Reuter den Cup-Scirocco erklären. Skisprung-Olympiasieger Hannawald war nach seinem Gaststart am Norisring diesmal als VIP-Zuschauer beim Rennen dabei.

Ebenfalls am Nürburgring: Kelvin van der Linde, letztjähriger Titelträger im Volkswagen Scirocco R-Cup. Das Volkswagen Renntalent fuhr am Samstag ein DTM-Renntaxi für Audi. Am Sonntag kann er seinem südafrikanischem Landsmann die Daumen bei der Titeljagd drücken: Tabellenführer Pepper geht erneut von der Pole-Position ins Rennen, dahinter folgen Nicolaj Møller-Madsen und Jason Kremer. Allerdings sind beim zweiten Rennen Frühaufsteher-Qualitäten gefragt: Der Lauf beginnt bereits um 8.55 Uhr.

Stimmen zum achten Saisonrennen auf dem Nürburgring

Scirocco R-Cup Eifel-Thriller
Scirocco R-Cup Eifel-Thriller
© VW | Zoom
Manuel Reuter, DTM-Legende und Mentor Volkswagen Scirocco R-Cup: „Ein ganz starkes Rennen von unseren jungen Scirocco-Cup-Piloten. Bei so rutschigen Bedingungen auf Slicks zu starten, war eine extrem schwierige Angelegenheit. Und die Jungs und Mädels haben es hervorragend gemeistert, vor allem nach dem Start beim Anbremsen auf die Spitzkehre. Alle haben stark gekämpft, aber mit Köpfchen. Kompliment auch an die ersten Drei, die den Zuschauern spektakulären Rennsport geboten haben. Die Meisterschaft bleibt spannend.“

#16 Jason Kremer
Qualifying 2 – Rennen 1: „Ich freue mich wahnsinnig über den Sieg hier am Nürburgring. Mein Start war sehr gut. Die ersten paar Runden musste ich aber echt aufpassen und erst einmal schauen, wo es besonders rutschig ist. Im Rennverlauf trocknete es aber immer weiter ab und ich konnte richtig Gas geben. Jordan Lee war immer sehr nah hinter mir und hat richtig Druck auf mich ausgeübt. Ich musste oft Kampflinie fahren, um ihn hinter mir zu halten. In den entscheidenden Abschnitten war ich aber schneller als er, also hat es gereicht. Am Sonntag hoffe ich auf einen weiteren Sieg. Ich bin auf alle Wetterbedingungen gefasst.“

#17 Jordan Lee Pepper
Qualifying 1 – Rennen 2: „Mein Plan für das Rennen war, Push-to-Pass-Versuche zu sparen. Das funktionierte ganz gut, bis ich einen wirklich dummen Fehler machte. Ich habe ungefähr drei Runden lang nicht auf die Boxentafel geschaut. Ich war einfach zu sehr mit dem Zweikampf mit Jason beschäftigt. Ich war davon ausgegangen, dass noch mehr Runden zu fahren sind. Deshalb habe ich meinen letzten Push-to-Pass bis ins Ziel nicht genutzt. Angesichts der schwierigen Bedingungen bin ich mit Platz zwei aber sehr zufrieden. Am Sonnntag will ich im zweiten Rennen voll angreifen, das Rennen gewinnen und dann auch den Titel holen.“

#23 Victor Bouveng
Qualifying 10 – Rennen 3: „Ich bin superglücklich, noch im Meisterschaftskampf dabei zu sein. Vor allem, weil ich mir von Startplatz zehn keine besonders guten Chancen ausgerechnet hatte. Zum Glück habe ich aber einen guten Start erwischt. Die Bedingungen in den ersten Runden waren abenteuerlich, denn es war extrem rutschig und wir sind gedriftet wie bei der Rallye. Das Wintertraining mit meinem alten Volvo im Schnee hat sich offenbar ausgezahlt. Es ist großartig, dass ich in der letzten Runde noch an Nicolaj Moller Madsen dank meines Push-to-pass vorbeigekommen bin. Und eine kleine Revanche für das Fotofinish in Spielberg, als er mich in der Zielkurve überholt hatte.“

#14 Nicolaj Møller-Madsen
Qualifying 3 – Rennen 4: „Das Rennen war extrem schwierig. Der Regen zu Rennbeginn hat die Strecke in eine echte Rutschbahn verwandelt. Mein Start war aber gut, nach zwei Runden kam ich an Jordan Lee Pepper vorbei. Anschließend holte ich mit großen Schritten auf Kremer auf, machte dann am Ende der Start-und Zielgerade aber einen Fehler und wäre fast in die Reifenstapel eingeschlagen. Als Victor dann in der letzten Kurve hinter mir war, hatte ich alle Push-to-Pass aufgebraucht, weshalb ich ihn nicht mehr hinter mir halten konnte. Ich bin ganz zufrieden mit dem Rennergebnis, aber ärgere mich ein bisschen über meinen Fahrfehler. Am Sonntag möchte ich nach meinen ganzen zweiten, dritten und vierten Plätzen in diesem Jahr endlich mal gewinnen.“


J.P. Stewart / VW


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