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Scirocco R-Cup im Rahmen der DTM: Grosses Finale für den Scirocco R-Cup in Hockenheim

Kremer gegen Bouveng: spannendes Duell um Platz zwei in der Meisterschaft

15.10.2014 (Speed-Magazin.de) Grosse Abschiedsvorstellung für den Scirocco R-Cup: Mit den prominenten Gaststartern Albert von Thurn und Taxis (D) und Pierre Casiraghi (MC) fällt in Hockenheim der letzte Vorhang für den Markenpokal von Volkswagen nach 17 erfolgreichen Jahren. Wer diese Bühne künftig einnimmt, wird beim sechsten und letzten Rennwochenende der Saison am 17. und 18. Oktober verkündet. Sportlich im Mittelpunkt des letzten Rennens im umweltschonenden Markenpokal steht das Duell um Platz zwei in der Meisterschaft zwischen Jason Kremer (D) und Victor Bouveng (S). Der Südafrikaner Jordan Lee Pepper hatte sich bereits auf dem Nürburgring vorzeitig den Meistertitel gesichert.

Alles Wissenswerte zum letzten Rennwochenende in Hockenheim im Stenogramm

+++ Hockenheim erlebt das letzte Rennen der legendären Tourenwagen-Schule von Volkswagen. Die Erfolgsstory der Talentschmiede hatte 1998 mit dem ADAC Volkswagen Lupo Cup (Im Anfangsjahr war der Name noch ADAC Volkswagen Touring Junior Cup) begonnen, in dem bis 2003 zahlreiche Nachwuchspiloten ausgebildet wurden. Von 2004 bis 2009 folgte der ADAC Volkswagen Polo Cup, in dem unter anderen der aktuelle Champion im ADAC GT Masters, René Rast, einen Meistertitel holte. Von 2010 an gab es fünf erfolgreiche Jahre im Scirocco R-Cup, die nun auf der Formel-1-Rennstrecke in Hockenheim ein passendes Finale erleben. Das Geheimnis, wie es mit dem Thema Markenpokal im Volkswagen Konzern weitergeht, wird in Hockenheim gelüftet. +++

Andrea Kaiser (D), Albert von Thurn und Taxis (D)
Andrea Kaiser (D), Albert von Thurn und Taxis (D)
© Volkswagen | Zoom
+++ Albert von Thurn und Taxis (31) ist als Fürst Albert der II. das Oberhaupt des Adelshauses Thurn und Taxis. Der Verwalter des größten privaten Großgrundbesitzes Deutschlands ist seit über einem Jahrzehnt passionierter und erfolgreicher Rennfahrer. Seine Karriere startete er in der Tourenwagen-Schule des ADAC Volkswagen Lupo Cup, einem Vorgänger des Scirocco R-Cup. Dort fuhr er 2001 und 2002, ehe er in die Maserati Trofeo wechselte. Seine größten Erfolge feierte Albert von Thurn und Taxis im GT-Bereich: Nach zwei zweiten Plätzen in der Gesamtwertung in den Jahren 2007 und 2008 im ADAC GT Masters holte er 2010 den Titel mit dem Team Reiter Engineering. Im Jahr 2014 war er dort mit einem über 650 PS starken Camaro unterwegs. +++

+++ Wie Albert von Thurn und Taxis feierte auch Pierre Casiraghi (27) sein Renndebüt im Volkswagen Markenpokal. Beim Saisonstart in diesem Jahr in Hockenheim überraschte Gaststarter Casiraghi mit den Plätzen 20 und 22 sowie seiner spektakulären Fahrweise die Experten. Der Sohn von Prinzessin Caroline von Monaco war zuvor nur in der traditionellen Oldtimer-Rallye in Monte Carlo angetreten. Die Rennfahrer-Legende Jacky Ickx (69) – der Volkswagen Botschafter hatte in seiner einmaligen Karriere unter anderem acht Grand-Prix-Siege in der Formel 1, sechs Siege bei den 24 Stunden von Le Mans und einen Triumph bei der Rallye Paris–Dakar gefeiert - hatte Casiraghi den Start im legendären Markenpokal von Volkswagen empfohlen. +++

+++ Neben dem royalen Duo sind in Hockenheim zwei weitere Gaststarter mit von der Partie: Robertas Kupcikas (31) und Joe Fulbrook (43). Der routinierte Brite Fulbrook verdiente sich den Startplatz mit seinem dritten Titelgewinn beim Volkswagen Racing Cup Großbritannien nach 2008 und 2009. Der Litauer Kupcikas krönte sich Ende September nach acht Jahren Pause zum zweiten Mal zum Champion im Volkswagen Castrol Cup Polen. Beide Gastfahrer feierten ihren Titelgewinn übrigens in einem Golf. +++

Pierre Casiraghi und Albert von Thurn und Taxis als Gaststarter
Pierre Casiraghi und Albert von Thurn und Taxis als Gaststarter
© Volkswagen | Zoom
+++ Erfolgreichster Fahrer in der Geschichte des Scirocco R-Cup auf dem Hockenheimring ist der Schwede Ola Nilsson (27). Er gewann in der Debüt-Saison 2010 ein Rennen und feierte 2012 einen Doppelsieg. Zwei Siege auf dem Konto hat der aktuelle Champion Jordan Lee Pepper aus Südafrika (18), der in diesem Jahr beide Auftaktrennen für sich entscheiden konnte. Das Saisonfinale an gleicher Stelle im Vorjahr gewann Kelvin van der Linde (18) und sicherte sich damit auch den Titel. Der talentierte Südafrikaner holte in diesem Jahr zusammen mit Ex-Volkswagen Junior René Rast (27) die Meisterschaft im Team Prosperia C. Abt Sportsline im ADAC GT Masters. +++

+++ Genau in diese renommierte Rennserie könnte auch der Weg von Jordan Lee Pepper im nächsten Jahr führen. Der Teenager testete bei Prosperia C. Abt Racing bereits einen Audi. Pepper träumt von einem südafrikanischen Team gemeinsam mit seinem Kumpel Kelvin van der Linde – dann würden die beiden letzten Champions im Scirocco R-Cup gemeinsam fahren. +++

+++ Jordan Lee Pepper hatte sich den Titel im umweltschonenden Markenpokal mit Erdgas-Fahrzeugen schon am letzten Rennwochenende auf dem Nürburgring mit dem fünften Sieg im neunten Saisonrennen gesichert. Mit 50 Punkten Vorsprung auf Jason Kremer (D/19) ist er in der Gesamtwertung wegen der höheren Zahl der Siege nicht mehr von der Spitze zu verdrängen. Pro Sieg gibt es 50 Punkte. Kremer (279 Punkte) kämpft in Hockenheim mit dem 18 Jahre alten Schweden Victor Bouveng (273) um Platz zwei in der Gesamtwertung. +++

+++ In der Junior-Wertung fällt die Titel-Entscheidung erst beim Finalrennen auf dem Hockenheimring. Drei Fahrer haben theoretisch noch Chancen auf den Triumph: Der Däne Nicolaj Møller Madsen (21) führt in der Nachwuchskategorie mit 311 Punkten vor dem 17 Jahre alten Moritz Oberheim (D/292) und dem 18-jährigen Franzosen Yann Ehrlacher (267). +++

+++ Entschieden wird beim großen Finale auch die Frage, welche der vier Pilotinnen im Feld am Ende die meisten Punkte sammelt und damit inoffizielle „Frauen-Meisterin“ im Scirocco R-Cup wird. Klar die besten Chancen hat die Schwedin Mikaela Ahlin-Kottulinsky (21), die auf dem Norisring als erste Frau überhaupt ein Rennen im umweltschonenden Markenpokal gewonnen hatte. Sie hat als Achte der Gesamtwertung 184 Punkte auf dem Konto. Die Französin Lucile Cypriano (18), die sich beim Talentwettbewerb der FIA Women in Motorsport Commission das Startticket für den Scirocco R-Cup gesichert hatte, liegt mit 144 Zählern auf Position elf. Auch die Schweizerin Jasmin Preisig (22) als 17. und das deutsche Playmate Doreen Seidel (29) auf Platz 20 haben sich mehr als achtbar geschlagen. +++

Jason Kremer (D), Victor Bouveng (S)
Jason Kremer (D), Victor Bouveng (S)
© Volkswagen | Zoom
+++ Den bislang einzigen deutschen Sieg auf dem Hockenheimring im Volkswagen Scirocco R-Cup hat 2010 Kris Heidorn (25) gefeiert. Er gewann das Finalrennen und sicherte sich damit als einziger Deutscher den Titel in den fünf Jahren. +++

+++ 17 Fahrer und vier Fahrerinnen aus insgesamt acht Nationen sind 2014 im Volkswagen Scirocco R-Cup regelmäßig mit von der Partie. Neben vielen Nachwuchstalenten ist in dieser Saison übrigens auch ein Routinier am Start: Michael Müller ist bereits 53 Jahre alt und Inhaber mehrerer Volkswagen Autohäuser. +++

+++ Wie im Volkswagen Markenpokal schon gewohnt, haben die Fahrerinnen und Fahrer die Möglichkeit, das Push-to-pass-System einzusetzen, wodurch sich die Leistung des Scirocco kurzzeitig um 50 PS auf 210 kW (285 PS) erhöht. Im Freien Training ist die Zahl der „Push-to-pass“-Einsätze auf sechs begrenzt. Im Qualifying gibt es kein Push-to-pass. Im Rennen variiert die Zahl der Push-to-pass-Möglichkeiten nach der Startposition. Fahrer im hinteren Teil des Feldes haben mehr als die an der Spitze. Als Kraftstoff in den Cup- Scirocco wird umweltschonendes Erdgas von Partner GAZPROM eingesetzt. +++

+++ Der Vorgänger des heutigen Hockenheimrings wurde 1932 erbaut. Der Kurs bestand aus 12 Kilometer langen unbefestigten Waldwegen und wurde anfangs als Motorradrennstrecke genutzt. Bis 1935 besaß die Strecke keine Teerdecke und wurde zur Staubreduzierung zwischen den Läufen bewässert. +++

+++ Die Höchstgeschwindigkeit wird im Scirocco R-Cup auf dem Hockenheimring in der Parabolika-Kurve erreicht. Hier beschleunigen die Fahrer im sechsten Gang auf eine Geschwindigkeit von bis zu 200 km/h. Die Streckenlänge einer Runde beträgt 4,574 Kilometer. Insgesamt gibt es 17 Kurven. +++


Volkswagen / Yvonne D.


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