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VLN Nürburgring 2014: Tim Scheerbarth - In sieben Jahren von 0 auf 100!

Tim Scheerbarth

10.10.2014 (Speed-Magazin.de / VLN Nürburgring) Für Tim Scheerbarth, eines der aufstrebenden Talente der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring, wird beim neunten Lauf ein Traum wahr. Zum ersten Mal wird der 25-jährige Dormagener am Volant eines siegfähigen GT3-Fahrzeugs Platz nehmen. Der Einsatz in dem spektakulären Mercedes-Benz SLS AMG GT3 von Black Falcon ist ein weiterer Schritt auf der steilen Karriereleiter, die Scheerbarth in seiner noch jungen Laufbahn im Rahmen der VLN erklommen hat. Das gesamte Rennen wird im VLN Livestream übertragen!

Tim Scheerbarth: „Ich freue mich riesig auf mein erstes Rennen mit dem Flügeltürer. Natürlich muss ich mich erst etwas an das Fahrzeug gewöhnen. Aber eine Position in den Top 5 ist schon mein Ziel.“

Dass er es einmal so weit bringen würde, konnte 2007, als Scheerbarth mit 18 Jahren in die VLN einstieg, niemand ahnen. Damals zählte er zu den jüngsten Fahrern im bunt gemischten Teilnehmerfeld; das Foto rechts zeigt ihn zusammen mit dem ältesten Piloten, Andreas Schall, und seinem damaligen Teamgefährten Yorck-Enzo Trösser. Das Duo teilte sich das Cockpit eines Toyota Yaris, der am untersten Ende der Leistungsskala angeordnet war. Beide schlugen sich wacker und Scheerbarth stieg ein Jahr später mit einem Ford Fiesta in die Klasse SP2 auf. Auch hier konnten sich die Ergebnisse sehen lassen, und so wurde er 2009 Teil der Nachwuchsförderung der VLN. Im Civic Type-R des VLN Honda Junior-Team errang Scheerbarth zusammen mit Dennis und Kristian Nägele zwei seiner heute 23 Klassensiege.

Seinen bis dato größten Erfolg feierte Scheerbarth 2011: Zusammen mit Carsten Knechtges und Manuel Metzger räumte er in der VLN alles ab, was es zu gewinnen gab. Das Trio fuhr im seriennahen BMW Z4 von Black Falcon zum Meistertitel und heimste nebenbei noch die Titel im VLN-Serienwagen-Cup und in der VLN-Junior-Trophäe ein. „2011 war eine Wahnsinnssaison“, erinnert sich Scheerbarth. „Da hat einfach alles gepasst. Und nach nur fünf Jahren in der Langstreckenmeisterschaft den Titel zu holen – das ist schon nicht so schlecht.“ Neben dem sportlichen Ehrgeiz und dem Streben nach Siegen, ist der Leistungshunger bei einem Rennfahrer eine ganz natürliche Eigenart. „In einer hart umkämpften Serienwagenklasse an den Start zu gehen, ist toll“, sagt er. „Trotzdem reizen mich auch die leistungsstärkeren Fahrzeuge.“

Gesagt, getan. Nach einem Jahr in der größten Serienwagenklasse stieg Scheerbarth 2013 in die große Specials-Klasse SP7 auf. Dem Black-Falcon-Team blieb er treu und startete von Beginn der Saison 2013 an in einem Cup-Porsche. Dort fuhr er seitdem drei Klassensiege und zehn weitere Podestplätze ein. „Der Cup-Porsche ist ein richtiger Rennwagen und macht auf der Nordschleife eine Menge Spaß“, sagt er. „Im Bezug auf Leistung, Bremsen und Fahrwerk bleiben kaum Wünsche offen. Einen Gesamtsieg kann man aber unter normalen Umständen damit nicht einfahren.“


Raphael Berlitz


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