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VLN Langstreckenmeisterschaft: Höllische Herausforderungen auf der Nordschleife

Training und Rennen werden im Livestream auf VLN.de übertragen

24.04.2019 (Speed-Magazin.de) Vier Stunden faszinierenden und fesselnden Motorsport verspricht der dritte Lauf der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring. Schnee und Nebel sind passé. Beim 61. ADAC ACAS H&R-Cup stellen sich 457 Fahrer und 193 Fahrzeuge anspruchsvollen Aufgaben. Zur Crème de la Crème des Starterfeldes zählen Teams wie ROWE Racing, Black Falcon, Phoenix, Falken Motorsports, GetSpeed Performance, Konrad Motorsport, Walkenhorst Motorsport, Manthey-Racing, Schnitzer, Car Collection und Frikadelli Racing. Zum Pulk der namhaften Piloten gehören Maro Engel, Marcel Fässler, Jamie Green, Sheldon van der Linde, Nick Tandy, Philipp Eng, Kevin Estre oder Marco Wittmann. Der Sieger von VLN1 sitzt erneut mit John Edwards im BMW M6 GT3 von ROWE Racing. Ergänzt wird das Trio dieses Mal von Jesse Krohn.

Stark vertreten sind bei VLN3 auch Autos aus dem Land der aufgehenden Sonne. Erstmalig stellt sich Bandoh Racing, das Traditionsteam von Toyota in der japanischen GT-Meisterschaft, zusammen mit Novel Racing mit einem Lexus RC F GT3 der Challenge Nordschleife. Am 8. Oktober 2016 errangen die Brüder Mario und Dominik Farnbacher beim DMV 250-Meilen-Rennen den ersten VLN-Gesamtsieg eines japanischen Autos in der Eifel.

Nun ist Dominik Farnbacher zurück in der grünen Hölle mit Marco Seefried als Teamkollegen. „Zu dem Zeitpunkt war das Auto gut. Jetzt sind zwei Jahre vergangen. Die anderen haben aufgeholt. Wir fangen wieder neu an und werden sicher nicht an die Nordschleife kommen, und sofort vorne mitfahren. Unser Ziel ist es, das Auto für das 24h-Rennen fahrbar und zuverlässig machen. Marco hat ja in der Blancpain auch schon Erfahrung mit dem Auto gesammelt. Das Ziel bei VLN3 ist anzukommen, egal wie. Ein guter Platz wäre schön, es muss aber keine Top-Ten-Platzierung sein“, sagt Farnbacher, der die Tücken und Vorzüge des Boliden kennt. „Der Top-Speed fehlt ein wenig, weil das Auto sehr viel Downforce hat. Das macht das Überholen schwerer. Es liegt sehr gut auf der Döttinger Höhe, du musst dir immer wieder freie Fahrt verschaffen und viel Verkehr vermeiden. In den schnellen Kurven ist der Lexus mit dem Abtrieb richtig gut.“

Duell aus dem Land der aufgehenden Sonne: Lexus versus Nismo

Seefried kennt den Lexus bereits aus einigen Einsätzen in der Blancpain Series. Auf der Nordschleife betritt er mit dem Auto der japanischen Luxusmarke Neuland. „Für mich ist das angenehm, da ich das Auto kenne, wenn auch nicht auf der Nordschleife. Bei der Kombination mit den Yokohama-Reifen fehlt uns noch die Erfahrung auf dieser Strecke. Ich weiß, dass das Auto in schnellen Ecken sehr gut ist. Der Lexus hat ähnlich wie der BMW M6 seine Vorteile bei der Aerodynamik. Deswegen gehe ich davon aus, das müsste da oben auch gut sein. Für eine vordere Platzierung wird es bei VLN3 unter dem Strich wahrscheinlich nicht reichen. Das Auto hat aber zweifelsohne Potenzial.“

Somit hält der Nissan GT-R Nismo GT3 die japanische Fahne nicht mehr alleine hoch. Im Team KCMG aus Hongkong hat ein junger Fahrer eine besondere Herausforderung zu meistern. Nico Menzel pilotiert den Supersportwagen erstmalig über die legendäre Rennstrecke zusammen mit Christer Jöns und Matthieu Vaxiviere.

Comeback von Metzger, doppelte Premiere für Heyer

Vor dem Comeback in der Eifel steht Manuel Metzger. Eine Verletzung Anfang des Jahres warf den Mercedes-AMG-Piloten zurück. 2018 holte der Schweizer den Gesamtsieg beim ROWE 6 Stunden ADAC Ruhr-Pokal-Rennen sowie beim 58. ADAC Reinoldus-Langstreckenrennen. Ab VLN3 ist der 33-Jährige wieder gefordert hinter dem Lenkrad. „Die Verletzung beim Training am Oberschenkelknochen war ein Riesenschock. Das erste Lauftraining war nach drei Monaten prognostiziert. Glücklicherweise hat sich die Verletzung als nicht ganz so schlimm herausgestellt. Ich kann es kaum erwarten, endlich wieder im Fahrzeug zu sitzen“, sagt Metzger, der für Black Falcon im Mercedes-AMG GT3 zusammen mit Maro Engel und Adam Christodoulou fahren wird. Daneben pilotiert er einen Porsche 911 GT3 Cup MR von Black Falcon mit Peter Ludwig und ‚Takis‘. Eine doppelte Premiere hat Kenneth Heyer. Am Samstag steuert der 39-Jährige zusammen mit Tristan Vautier und Jan Seyffarth erstmalig in diesem Jahr einen Mercedes-AMG GT3 über die Nordschleife, zeitgleich gibt Heyer seinen Einstand in der VLN beim Team Getspeed Performance. „Die Nordschleife ist sehr speziell. Da bist du nicht direkt voll on fire, wenn du dort das erste Mal wieder fährst. Wir werden dennoch probieren, bei VLN3 vorne mitzufahren.“

‚Nippon‘ nicht nur unter den Topteams hoch im Kurs

Neben der Spitzengruppe sind auch die Klassen im breit gefächerten Mittelfeld der VLN bestens besetzt. Bei in Summe 53 VLN-Produktionswagen sticht die V4 (bis 2.500 ccm Hubraum) mit 26 Fahrzeugen hervor. Ungebrochener Beliebtheit erfreut sich die BMW M240i Racing Cup-Klasse mit 21 Fahrzeugen und die Cayman GT4 Trophy by Manthey-Racing mit 13. Für das Salz in der Suppe sorgen beim dritten Rennen elf Gruppe-H-Fahrzeuge. Die betagten Rennboliden werden erneut unter Beweis stellen, dass sie noch lange nicht zum alten Eisen gehören. Und auch hier ist übrigens ein japanisches Fahrzeug vertreten: Vincent Schwartz mit seinem Honda Civic Type-R.

Rund um die mehr als 20 Kilometer lange Nordschleife mit ihren unzähligen Wanderwegen ist der Eintritt frei. Für die geöffneten Tribünen am Grand-Prix-Kurs und den Besuch des Fahrerlagers sind Tickets schon ab 18 Euro zu haben. Kinder bis 14 Jahre haben auch hier freien Eintritt. Tickets zu den VLN-Rennen sind über die kostenlose Tickethotline 0800 20 83 200, den Nürburgring Online-Shop sowie vor Ort im info°center und an den Zugängen zu den geöffneten Tribünen am Grand-Prix-Kurs und zum Fahrerlager erhältlich. Rennstart ist um 12 Uhr, die Startplätze werden zwischen 08:30 und 10 Uhr ausgefahren. Training und Rennen werden im Livestream auf VLN.de übertragen.

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