zur Startseite

Intercontinental GT Challenge: Porsche peilt in Laguna Seca ersten Gesamtsieg mit neuem 911 GT3 R an

Porsche 911 GT3 R, Wright Motorsports

22.03.2019 (Speed-Magazin.de) Porsche will nach dem perfekten Saisonauftakt in der Intercontinental GT Challenge beim zweiten Rennen des Jahres in Laguna Seca (USA) die Meisterschaftsführung ausbauen. Im Zwölfstundenrennen in Bathurst (Australien) waren Werksfahrer Dirk Werner (Würzburg) sowie die beiden Porsche Young Professionals Matt Campbell (Australien) und Dennis Olsen (Norwegen) auf der spektakulären Rennstrecke am Mount Panorama zum Sieg gefahren. Das Trio hatte mit dem ersten Triumph von Porsche in Bathurst dem Kundenteam von Werksfahrer Earl Bamber (EBM) einen optimalen Einstand auf der weltweiten Bühne sowie dem Porsche 911 GT3 R des Jahrgangs 2018 einen perfekten Abschied beschert. Beim Achtstundenrennen in Laguna Seca kommt die neue Version des über 500 PS starken GT3-Fahrzeuges zum Einsatz, die im Januar in Daytona (USA) ihre Rennpremiere gefeiert hatte. Die amerikanischen Porsche-Kundenteams Park Place Motorsports und Wright Motorsports setzen im Rennen am 30. März jeweils einen Porsche 911 GT3 R ein.

Das Rennen
Der Laguna Seca Raceway ist berüchtigt für die legendäre Corkscrew-Kurve. In der engen Passage auf dem Gipfel eines Hügels haben in der Vergangenheit spektakuläre und denkwürdige Manöver stattgefunden. Der 3,601 Kilometer lange Rennkurs umfasst insgesamt elf Kurven. Pro Runde wird ein Höhenunterschied von 55 Metern bewältigt. Der zweite Saisonlauf der Intercontinental GT Challenge geht über eine Distanz von acht Stunden. Das Veranstaltungsformat umfasst einige Besonderheiten. Im Gegensatz zum ersten Saisonrennen in Bathurst müssen im Qualifying alle auf einem Fahrzeug genannten Piloten eine schnelle Rundenzeit setzen. Die Teilnehmer haben vor der Zeitenjagd nur ein offizielles freies Training.

Die Porsche-Teams und -Fahrer
Das Team Park Place Motorsport setzt einen neuen Porsche 911 GT3 R ein. Im Auto mit der Startnummer 911 wechseln sich die Werksfahrer Romain Dumas (Frankreich) und Sven Müller (Bingen) mit Porsche Young Professional Mathieu Jaminet (Frankreich) ab. Im von Wright Motorsports eingesetzten Fahrzeug mit der Nummer 912 kommen die Bathurst-Sieger Dirk Werner, Matt Campbell und Dennis Olsen zum Einsatz.

Der Porsche 911 GT3 R

Porsche 911 GT3 R, Wright Motorsports #912, Dennis Olsen (N)
Porsche 911 GT3 R, Wright Motorsports #912, Dennis Olsen (N)
© Porsche | Zoom
Der Porsche 911 GT3 R wurde für die Saison 2019 neu entwickelt. Dabei flossen die Erkenntnisse aus den zahlreichen Einsätzen des Vorgängermodells konsequent in Form von Verbesserungen in den Bereichen Aerodynamik, Kinematik, Effizienz und Fahrbarkeit ein. Der Sechszylinder-Motor im Heck des GT3-Rennfahrzeuges für den Kundeneinsatz leistet über 368 kW (500 PS). Das erfolgreiche Vorgängerfahrzeug hatte Siege in zahlreichen internationalen Rennserien errungen, etwa in der IMSA SportsCar Championship, der World Challenge, dem ADAC GT Masters sowie beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring und beim Zwölfstundenrennen in Bathurst.

Die Zeiten
Das Achtstundenrennen in Laguna Seca startet am Samstag, 30. März, um 8:30 Uhr Ortszeit (16:30 Uhr MEZ). Das Rennen wird live im Internet unter https://www.intercontinentalgtchallenge.com übertragen.

Stimmen vor dem Rennen
Sebastian Golz (Projektleiter Porsche 911 GT3 R): „Wir freuen uns sehr, beim zweiten Saisonlauf mit unseren erfahrenen US-amerikanischen Kundenteams anzutreten. Park Place Motorsports und Wright Motorsports kennen die Besonderheiten der Strecke von Laguna Seca ganz genau. Auf der Anfahrt zur berühmten Corkscrew werden unsere Fahrer in den beiden Porsche 911 GT3 R extrem spät bremsen können. Wer einmal Onboard-Aufnahmen von dieser Passage gesehen hat, der weiß, wie spektakulär das wird. Wir wollen mit unserem neuen GT3-Rennfahrzeug dort anschließen, wo wir beim Sieg in Bathurst aufgehört haben.“

Romain Dumas (Porsche 911 GT3 R #911): „Für mich wird es ein ganz besonderer Event, denn ich bin den neuen Porsche 911 GT3 R im Wettbewerb bislang noch nie gefahren. Das neue Modell bietet sicherlich sehr viel Potenzial. Entsprechend groß ist die Vorfreude auf die ersten Runden. Im vergangenen Jahr haben wir in Laguna Seca den vierten Platz erreicht. Mit dem neuen Auto sollte noch mehr drin sein. Ein Podestplatz ist das Ziel.“

Sven Müller (Porsche 911 GT3 R #911): „Für uns europäische Fahrer sind Rennen in Nordamerika immer eine große Freude. Die Strecken sind herrlich ursprünglich und oft eine große Herausforderung. Das trifft für Laguna Seca allemal zu. Im vergangenen Jahr war unsere Performance dort nicht ganz optimal. In diesem Jahr kommen wir aber mit dem neuen Porsche 911 GT3 R. Das Team hat viel Erfahrung und unser Auto ist fahrerisch top besetzt. Da ist für uns bestimmt einiges möglich.“

Porsche 911 GT3 R, Park Place Motorsports #911, Sven Müller (D)
Porsche 911 GT3 R, Park Place Motorsports #911, Sven Müller (D)
© Porsche | Zoom
Mathieu Jaminet (Porsche 911 GT3 R #911): „Ich bin höchst gespannt auf den Event. Im Gegensatz zu meinen beiden Teamkollegen kenne ich die Strecke noch nicht. Es wird höchste Zeit, dass ich die ersten Runden in Laguna Seca drehe und die Corkscrew selbst erlebe. Das Team Park Place Motorsports hat viel Erfahrung. Ich bin sicher, dass alle Voraussetzungen für eine erfolgreiche Rennpremiere des neuen Porsche 911 GT3 R in der IGTC gegeben sind.“

Dirk Werner (Porsche 911 GT3 R #912): „Nach unserem Sieg beim Saisonauftakt in Bathurst würden wir gern beim zweiten Lauf in Laguna Seca nachlegen. Die notwendigen Zutaten sind vorhanden: Das Team hat enorm viel Erfahrung, unser neuer Porsche 911 GT3 R ist bestens vorbereitet. Ich mag die Strecke mit ihren einzigartigen Passagen sehr. Für uns Fahrer stellt sie eine tolle Herausforderung dar.“

Dennis Olsen (Porsche 911 GT3 R #912): „Ich bin noch nie in Laguna Seca gefahren, entsprechend riesig ist meine Vorfreude. Der Kurs ist der Hammer – kaum Auslaufzonen, erhebliche Höhenunterschiede und legendäre Kurven wie die Corkscrew. So etwas kann man als Rennfahrer einfach nur lieben. Das Team Wright Motorsports kenne ich bereits. Ich bin ganz sicher, dass unser Auto richtig schnell sein wird.“

Matt Campbell (Porsche 911 GT3 R #912): „Ich freue mich sehr auf das Rennen in Kalifornien. Ich kenne das Team von Wright Motorsports bereits und die Strecke mag ich einfach gern. Von mir aus kann es losgehen. Gespannt bin ich auf den ersten Einsatz des neuen Porsche 911 GT3 R in der IGTC. Es wäre nach unserem Erfolg in Bathurst und dem dortigen perfekten Abschied vom Vorgängermodell absolut perfekt, wenn wir mit dem neuen Auto sofort an diese Leistung anschließen könnten.“

Das ist die Intercontinental GT Challenge
Die Intercontinental GT Challenge 2019 umfasst fünf Langstreckenrennen auf fünf Kontinenten. Während die Teams beim Auftakt in Bathurst (Australien) nur GT3-Autos der Vorjahres-Spezifikation ins Rennen schicken durften, sind bei den folgenden Läufen in Laguna Seca (USA), Spa-Francorchamps (Belgien), Suzuka (Japan) und beim Saisonfinale in Kyalami (Südafrika) die neuesten Ausbaustufen erlaubt. Porsche ist in der weltweit ausgetragenen Rennserie für GT3-Fahrzeuge nicht mit einer Werksmannschaft am Start, sondern unterstützt wechselnde Kundenteams bei ihren Einsätzen.


Porsche


Die Mobile-App von Speed-Magazin.de