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IMSA WeatherTech SportsCar Championship: Zwei Porsche 911 RSR beim einzigen Saisonrennen in Kanada

Porsche 911 RSR (911), Porsche GT Team: Patrick Pilet, Nick Tandy

02.07.2018 (Speed-Magazin.de) In der IMSA SportsCar Championship jagen sich die Höhepunkte: Nur eine Woche nach dem Sechsstundenklassiker in Watkins Glen macht die bedeutendste Sportwagenrennserie Nordamerikas ihren traditionellen Abstecher über die Grenze und trägt am 8. Juli im Canadian Tire Motorsport Park ihr einziges Saisonrennen in Kanada aus. Das Porsche GT Team ist auf der sehr schnellen und anspruchsvollen Strecke in der Nähe von Bowmanville mit zwei 510 PS starken 911 RSR in der Klasse GTLM am Start. In dieser Kategorie mit vier Automobilherstellern sind die Rennen traditionell besonders hart umkämpft und spannend vom Start bis ins Ziel. Das Porsche-Kundenteam Wright Motorsports setzt in der Klasse GTD zwei 911 GT3 R ein.

Das Rennen
Der 3,957 Kilometer lange Traditionskurs im Canadian Tire Motorsport Park ist die älteste Rennstrecke Kanadas. Das erste Sportwagenrennen auf dem früheren Mosport International Raceway wurde 1961 ausgetragen und von Stirling Moss gewonnen. Von 1967 bis 1977 fand auf der sehr superschnellen Mutstrecke, zwei Autostunden entfernt von Toronto, der Grand Prix von Kanada statt. Den letzten Sieg für Porsche holten 2015 Patrick Pilet und Nick Tandy mit dem 911 RSR.

Die Porsche-Fahrer

Porsche GT Team: Earl Bamber
Porsche GT Team: Earl Bamber
© Porsche | Zoom
Im 911 RSR mit der Startnummer 911 wechseln sich Patrick Pilet (Frankreich) und Nick Tandy (Großbritannien) ab, die Gewinner des Zwölfstundenrennens in Sebring. Laurens Vanthoor (Belgien) und Earl Bamber (Neuseeland) sind die Fahrer des zweiten vom Porsche GT Team in der Klasse GTLM eingesetzten 911 RSR mit der Startnummer 912. Sie haben in den USA zuletzt das Rennen in Mid-Ohio gewonnen. In der Klasse GTD tritt das Porsche-Kundenteam Wright Motorsports mit zwei 911 GT3 R an. Die Startnummer 58 pilotieren Werksfahrer Patrick Long (USA) und Porsche Selected Driver Christina Nielsen (Dänemark), mit der 16 gehen Wolf Henzler (Nürtingen) und Michael Schein (USA) ins Rennen.

Die Porsche-Fahrzeuge
Beim 911 RSR wurden für seine zweite Rennsaison vor allem Setup-Optimierungen vorgenommen. Der vor der Hinterachse eingebaute Motor leistet je nach Restriktorgröße rund 375 kW (510 PS). Für aerodynamische Effizienz und ein hohes Maß an Abtrieb sorgt der große Heckdiffusor in Kombination mit dem hängend angebundenen Heckflügel. Der über 368 kW (500 PS) starke 911 GT3 R wurde für die weltweiten GT3-Serien konstruiert Für 2018 stellt Porsche seinen Kundenteams ein Evolutionspaket zur Verfügung.

Stimmen vor dem Rennen

Dr. Frank-Steffen Walliser, Leiter Motorsport und GT-Fahrzeuge: „Der Juli ist auch in dieser Saison der intensivste Monat in der IMSA SportsCar Championship. Nur eine Woche nach Watkins Glen steht jetzt der Abstecher nach Kanada auf dem Programm, und nach einer kurzen Verschnaufpause geht es dann in Lime Rock weiter. Drei Rennen in vier Wochen – das stellt Teams und Fahrer vor ganz besondere Herausforderungen. So bleiben uns für die Vorbereitung auf das Rennen im Canadian Tire Motorsport Park nur wenige Tage. Diese gilt es so gut wie möglich zu nutzen, um am Sonntag mit perfekt abgestimmten 911 RSR an den Start zu rollen.“

Pascal Zurlinden, Gesamtprojektleiter GT-Werksmotorsport: „Die anspruchsvolle Strecke ist sehr schnell und bietet nicht viele Überholmöglichkeiten. Umso wichtiger ist es deshalb, sich die bestmögliche Startposition fürs Rennen zu sichern. Das bedeutet, dass wir alles daransetzen müssen, unsere 911 RSR mit einer perfekten Abstimmung ins Qualifying zu schicken. Keine einfache Aufgabe für Fahrer und Team so kurz nach dem anstrengenden Sechsstundenrennen in Watkins Glen.“

Sebastian Golz, Projektleiter 911 GT3 R: „Von den Fahrern erfordert diese Hochgeschwindigkeitsstrecke volle Konzentration vom Start bis ins Ziel. Da die Asphaltbeschaffenheit manchmal von einer Kurve zur nächsten wechselt, ändert sich auch das Gripniveau. Unser 911 GT3 R sollte, nicht zuletzt durch unser Evo-Update, auf dieser Strecke vor allem von seiner hervorragenden Traktion profitieren.“

Porsche 911 GT3 R (58), Wright Motorsports: Patrick Long, Christina Nielsen
Porsche 911 GT3 R (58), Wright Motorsports: Patrick Long, Christina Nielsen
© Porsche | Zoom
Patrick Pilet (911 RSR #911): „Mit dem 911 RSR waren wir auf dieser Strecke im vergangenen Jahr sehr stark unterwegs. Wir haben die Pole-Position geholt und die schnellste Rennrunde. Leider hat uns ein technischer Defekt einen Strich durch die Rechnung gemacht. In Le Mans haben wir als Team sehr viel gelernt, und ich hoffe, dass wir das auf dieses Rennen übertragen können. Die Strecke macht viel Spaß, doch sie verzeiht keinen Fehler.“

Nick Tandy (911 RSR #911): „Das ist meine Lieblingsstrecke in Nordarmerika. Für mich ist es immer ein Vergnügen, dort zu fahren. Sie ist schnell und flüssig, es geht rauf und runter. Das erinnert mich an die Strecken in Großbritannien, auf denen ich groß geworden bin. Porsche war in Kanada immer stark unterwegs. Wir haben das Rennen 2015 gewonnen. Die Zeit ist reif für den nächsten Sieg.“

Laurens Vanthoor (911 RSR #912): „Nach dem Rennen in Watkins Glen geht’s jetzt gleich weiter nach Kanada. Für unser Team bedeutet das wenig Zeit, aber viel Arbeit. Doch das sind die Jungs gewohnt. Die Strecke ist eine große Herausforderung, etwas kurz, aber sehr schnell. Letztes Jahr hatten wir die Chance, zu gewinnen, konnten sie aber nicht nutzen. Ich bin zuversichtlich, dass wir es diesmal besser machen werden.“

Earl Bamber (911 RSR #912): „Das ist eine der schnellsten Strecken im Kalender. Ich freue mich auf diese Herausforderung. In der Meisterschaft liegen wir aussichtsreich im Rennen und ich hoffe, dass wir unsere Position weiter verbessern können.“

Patrick Long (911 GT3 R #58): „Die Strecke in Kanada ist sehr speziell. Sie ist megaschnell, und es gibt kaum Auslaufzonen. Dort zu fahren macht wirklich Spaß. Man muss allerdings mit Kopf fahren und immer wissen, was man tut. Denn diese Strecke verzeiht nicht den kleinsten Fehler.“


Porsche / RB


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