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IMSA WeatherTech SportsCar Championship: Starke Vorstellung des 911 RSR bleibt unbelohnt

Porsche 911 RSR (911), Porsche GT Team: Patrick Pilet, Nick Tandy

15.04.2018 (Speed-Magazin.de) Nachdem der Porsche 911 RSR beim Zwölfstundenklassiker in Sebring seinen ersten Saisonsieg in der IMSA SportsCar Championship gefeiert hatte, sah es auch in Long Beach lange nach einem Erfolg aus. Beim mit 100 Minuten kürzesten Rennen des Jahres lag Earl Bamber (Neuseeland) auf dem engen Stadtkurs in Kalifornien bis 22 Minuten vor dem Ziel in Führung – dann musste er den 510 PS starken Rennwagen aus Weissach, den er sich mit Laurens Vanthoor (Belgien) teilte, mit einem Aufhängungsdefekt an der Box abstellen. Im zweiten vom Porsche GT Team eingesetzten 911 RSR belegten die Sebring-Sieger Patrick Pilet (Frankreich) und Nick Tandy (Großbritannien) vor ihren Teamkollegen den sechsten Platz in der Klasse GTLM.

In der Postkartenkulisse mit Sonne, Meer und Palmen, wegen der Long Beach als das „Monte Carlo der USA“ gilt, startete der 911 RSR erstmals in dieser Saison aus der ersten Reihe. Laurens Vanthoor nutzte diesen Vorteil und setzte sich gleich in Runde eins an die Spitze. Diese Position verteidigte er gegen alle Angriffe seiner Verfolger. Nach 38 Minuten übergab er den 911 RSR mit der Startnummer 912 während einer Safety-Car-Phase an Earl Bamber. Der ging, weil ein BMW schon zuvor gestoppt hatte, als Zweiter zurück auf die Strecke und schloss sogleich die Lücke zum Führenden. Mit einem spektakulären Überholmanöver eroberte er schließlich die Führung zurück und konnte sich sogar etwas vom Rest des starken GTLM-Feldes absetzen, bevor ihn der Aufhängungsschaden zur Aufgabe zwang. Im 911 RSR mit der Startnummer 911 fanden Patrick Pilet und Nick Tandy wegen verschiedener Zwischenfälle nach ihrem ersten Boxenstopp nie mehr richtig ins Rennen.

Der vierte Lauf der IMSA SportsCar Championship wird am 6. Mai auf dem Mid-Ohio Sports Car Course in Lexington im US-Bundesstaat Ohio ausgetragen.

Stimmen zum Rennen

Porsche GT Team: Patrick Pilet, Nick Tandy (l-r)
Porsche GT Team: Patrick Pilet, Nick Tandy (l-r)
© Porsche | Zoom
Dr. Frank-Steffen Walliser, Leiter Motorsport und GT-Fahrzeuge: „In diesem Rennen war alles drin, was man sich als Zuschauer auf so einem Stadtkurs wünscht. Mit unserer Nummer 912 haben Laurens und Earl alles richtig gemacht. Laurens hatte einen perfekten Start und ging sofort in Führung. Earl hat sich nach dem Boxenstopp ebenfalls gleich wieder an die Spitze gekämpft. Beide sind absolut fehlerfrei gefahren, haben auch schwierige Situationen auf Tuchfühlung mit Konkurrenten bravourös gelöst. Sie lagen mit einem für ein Stadtrennen recht komfortablen Vorsprung in Führung, als sie der Schaden an der Aufhängung, der von einem Kontakt herrühren könnte, den durchaus möglichen Sieg kostete. Das war einfach nur Pech. Das Rennen der Nummer 911 wurde von einem Auffahrunfall beeinflusst, Nick und Patrick konnten danach nicht mehr viel ausrichten. Alles in allem kann man sagen, dass die Performance des 911 RSR gestimmt hat und auch das Team eine gute Leistung abgeliefert hat. Diese positiven Eindrücke nehmen wir mit zum nächsten Rennen nach Mid-Ohio.“

Patrick Pilet (911 RSR #911):
„Heute war kein Porsche-Tag. Schade für unsere Teamkollegen von der 912, die ein tolles Rennen gefahren sind, dafür aber leider nicht belohnt wurden. Für uns begann das Rennen ziemlich hektisch. Ich hatte gleich in der zweiten Kurve einen heftigen Kontakt, als vor mir plötzlich alle stoppten. Das Überholen ist auf dieser Strecke sehr schwierig, deshalb wollte ich versuchen, so viel Benzin wie möglich zu sparen. Das war die richtige Strategie. Wir hatten einen sehr kurzen Boxenstopp, konnten diesen Vorteil aber nicht nutzen, weil Nick beim Wegfahren von dem Auto vor uns blockiert wurde. Jetzt freue ich mich auf Mid-Ohio.“

Nick Tandy (911 RSR #911):
„Als ich nach unserem Stopp losfahren wollte, stand ein anderes Auto im Weg. Wir hätten als Zweite zurück auf die Strecke können, dann wäre das Rennen sicherlich anders für uns verlaufen. Der zusätzliche Boxenstopp, durch den wir eine Runde verloren haben, hat uns dann den Rest gegeben. Doch unser 911 RSR war schnell und das Team wie immer eine tolle Unterstützung.“

Porsche 911 RSR (912), Porsche GT Team: Earl Bamber, Laurens Vanthoor
Porsche 911 RSR (912), Porsche GT Team: Earl Bamber, Laurens Vanthoor
© Porsche | Zoom
Earl Bamber (911 RSR #912): „Unser 911 RSR hat auf dieser Strecke sehr gut funktioniert. Die Jungs haben einen schnellen Boxenstopp hingelegt und wir lagen recht komfortabel in Führung. Doch dann ging etwas an der Aufhängung kaputt, und das Rennen war für uns zu Ende. Das ist schade für das Team. Doch sowas passiert. Jetzt greifen wir in Mid-Ohio wieder an.“

Laurens Vanthoor (911 RSR # 912):
„Mein Start war sehr gut. Wir haben uns dafür heute morgen noch einen Plan zurechtgelegt, denn der Start ist sehr wichtig in Long Beach, weil das Überholen auf dieser engen Strecke nicht einfach ist. Dieser Plan hat gut funktioniert. Ich habe gleich den von der Pole gestarteten Ford überholt und danach versucht, das Rennen zu kontrollieren, ohne allzu viel zu riskieren. Das ist bis zum Boxenstopp aufgegangen. Earl ist danach super gefahren, bis uns ein technischer Defekt um alle Chancen gebracht hat.“

Rennergebnis
Klasse GTLM
1. Gavin/Milner (GB/USA), Chevrolet Corvette, 69 Runden
2. Westbrook/Briscoe (GB/USA), Ford GT, 69
3. Hand/Müller (USA/D), Ford GT, 69
4. Magnussen/Garcia (DK/E), Chevrolet Corvette, 69
5. Krohn/Edwards (SF/USA), BMW M8, 69
6. Tandy/Pilet (GB/F), Porsche 911 RSR, 69
7. Vanthoor/Bamber (B/NZ), Porsche 911 RSR, 52
8. Sims/de Phillippi (GB/USA), BMW M8, 37


Porsche / RB


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