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IMSA WeatherTech SportsCar Championship: Porsche 911 RSR startet auch in Mid-Ohio aus der ersten Reihe

Porsche 911 RSR (912), Porsche GT Team: Earl Bamber, Laurens Vanthoor

05.05.2019 (Speed-Magazin.de) Das Porsche GT Team hat seinen guten Lauf im Qualifying zum vierten Saisonrennen der IMSA WeatherTech SportsCar Championship fortgesetzt. In der Zeitenjagd zum Rennen in Lexington, Ohio (USA), fuhr der Belgier Laurens Vanthoor im rund 510 PS starken Porsche 911 RSR mit der Startnummer 912 die zweitschnellste Rundenzeit. Nach den Pole-Positions in Daytona, Sebring und Long Beach steht somit erneut ein Neunelfer aus Weissach in der ersten Startreihe. Patrick Pilet (Frankreich) erreichte im Schwesterauto mit der Startnummer 911 den achten Rang.

Das Qualifying auf dem Mid-Ohio Sports Car Course fand unter schwierigen Bedingungen statt. Nach Regenfällen am Vormittag trocknete die Strecke im Verlauf der 15-minütigen Session immer weiter ab. Mit jedem Umlauf verbesserte sich der Streckenzustand, die Zeiten wurde Runde um Runde schneller. Laurens Vanthoor, der sich den Porsche 911 RSR mit der Nummer 912 mit Earl Bamber (Neuseeland) teilt, musste sich in einem spannenden Duell um die Pole-Position erst in letzter Sekunde geschlagen geben. Werksfahrerkollege Patrick Pilet, der sich am Steuer der Startnummer 911 mit Nick Tandy (Großbritannien) abwechselt, bekam die Reifen im Verlauf des Qualifyings nie ins optimale Betriebsfenster und konnte die Spitze somit nicht angreifen.

In der GTD-Klasse zeigte der neue Porsche 911 GT3 R erneut sein enormes Potenzial. Zacharie Robichon übernahm in der Zeitenjagd früh die Spitze und wurde erst mit dem Fallen der karierten Flagge von einem Konkurrenten abgefangen. Aufgrund des verspäteten Antretens einer Durchfahrtsstrafe wurde die schnellste Rundenzeit gestrichen. Dadurch fiel das Fahrzeug von Platz zwei auf Rang fünf zurück. Der Kanadier teilt sich im Rennen das Cockpit der Startnummer 9 mit seinem Landsmann Scott Hargrove. Marco Seefried (Wemding) hatte am Steuer des baugleichen, über 500 PS starken GT3-Fahrzeuges des Kundenteams Park Place Motorsports großes Pech. Der Deutsche überfuhr in seinem ersten schnellen Umlauf eine Pfütze und rutschte ins Gras. Da aufgrund dieser Situation eine Rotphase entstand, wurden dem Team die zwei schnellsten Rundenzeiten gestrichen. Der Porsche 911 GT3 R mit der Startnummer 73, den im Rennen auch Werksfahrer Patrick Long (USA) fahren wird, erreichte unter diesen Voraussetzungen nur Platz 15.

Stimmen zum Qualifying
Steffen Höllwarth (Programmmanager IMSA SportsCar Championship): „Weil die Strecke immer besser wurde, war es spannend bis zur letzten Sekunde. Laurens lag kurz vor dem Ende an der Spitze, aber dann hat uns ein Ford die Pole-Position noch weggeschnappt. Es ist das erste Mal, dass wir in dieser Saison nicht vom besten Platz starten, dennoch ist die Ausgangsposition für die Startnummer 912 sehr gut. Beim Schwesterauto müssen wir in die Analyse, weil dort die Temperaturen nie im richtigen Moment im passenden Fenster waren. Das Rennen wird sehr interessant. An diesem Wochenende konnte bislang kaum mit Slicks gefahren werden. Am Renntag soll es trocken bleiben. Da wird das Reifenmanagement ein ganz entscheidender Faktor.“

Laurens Vanthoor (Porsche 911 RSR #912): „Die Strecke hat nur wenig Grip geboten. Daher war Attacke über volle Distanz gefragt, um über möglichst viele schnelle Runden die notwendige Temperatur in die Reifen zu bekommen. Ich musste in jedem Umlauf Vollgas geben, es war wie in einem Rennen. Wir haben aus meiner Sicht eine gute Ausgangsposition für den vierten Saisonlauf. Mehr als Platz zwei war am heutigen Tag nicht machbar. Im Rennen wollen wir um den Sieg kämpfen, um unsere Spitzenposition in der Meisterschaft auszubauen.“

Patrick Pilet (Porsche 911 RSR #911): „Es war ein enttäuschendes Qualifying für mich. In den letzten beiden schnellen Runden, als die Strecke am besten war und es um alles ging, war plötzlich die Balance nicht mehr so gut wie zuvor. Daher konnte ich keine Verbesserung mehr erzielen. Am Renntag soll es trocken bleiben. Niemand hat bislang ausreichend Erfahrungen mit den Slicks sammeln können. Das ist für uns eine Chance, im Rennen viele Positionen nach vorn zu kommen. Wenn wir das Reifenmanagement gut hinbekommen, ist noch alles drin.“

Zacharie Robichon (Porsche 911 GT3 R #9): „Unser Porsche 911 GT3 R war unter diesen schwierigen Bedingungen ein hervorragendes Auto. Ich hätte definitiv eine Chance auf die Pole gehabt, allerdings mussten wir im Qualifying eine Durchfahrtsstrafe antreten. Dadurch konnte ich nicht noch einmal nachlegen, als die Strecke am Ende am meisten Grip bot. Es ist ein bisschen schade, aber Platz fünf ist ganz sicher eine solide Ausgangsposition für das Rennen.“

Marco Seefried (Porsche 911 GT3 R #73): „Ausgangs der zweiten Kurve bin ich auf das nasse Gras gekommen und hatte keine Chance mehr. Ich saß in der Auslaufzone fest, das Auto musste von Helfern herausgezogen werden. Anschließend war nur noch Zeit für zwei schnelle Runden. Und genau diese Rundenzeiten wurden gestrichen, weil ich eine Rotphase verursacht hatte. Es ist schade, denn ich war Fünftschnellster. Die Performance lässt uns trotz des Pechs im Qualifying mit hohen Erwartungen auf das Rennen blicken.“

Ergebnis Qualifying
GTLM-Klasse
1. Müller/Bourdais (D/F), Ford GT, 1:19,124 Minuten
2. Bamber/Vanthoor (NZ/B), Porsche 911 RSR, 1:19,339 Minuten
3. Krohn/Edwards (FIN/USA), BMW M8 GTE, 1:19,623 Minuten
8. Pilet/Tandy (F/GB), Porsche 911 RSR, 1:20,098 Minuten

GTD-Klasse
1. Heistand/Hawksworth (USA/GB), Lexus RC F GT3, 1:24,281 Minuten
2. Keating/Bleekemolen (USA/NL), Mercedes-AMG GT3, 1:26,109 Minuten
3. Montecalvo/Bell (USA/USA), Lexus RC F GT3, 1:26,451 Minuten
5. Hargrove/Robichon (CAN/CAN), Porsche 911 GT3 R, 1:27,113 Minuten
15. Long/Seefried (USA/D), Porsche 911 GT3 R, keine Rundenzeit


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