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IMSA SportsCar Championship: Zwei neue 911 RSR auf Kanadas ältester Rennstrecke

Dr. Frank-Steffen Walliser:

03.07.2017 (Speed-Magazin.de) Die IMSA SportsCar Championship hält für Fahrer und Teams die Drehzahl hoch: Nur eine Woche nach dem Sechsstundenklassiker in Watkins Glen trägt die bedeutendste Sportwagenrennserie Nordamerikas am 9. Juli in Bowmanville ihr einziges Saisonrennen in Kanada aus. Im Canadian Tire Motorsport Park unweit der Millionenstadt Toronto setzt das Porsche GT Team zwei 510 PS starke 911 RSR in der Klasse GTLM ein. In dieser Kategorie sind die Rennen traditionell besonders hart umkämpft und spannend vom Start bis ins Ziel. Drei 911 GT3 R sind unter der Regie von Porsche-Kundenteams in der Klasse GTD am Start.

Das Rennen
Der 3,957 Kilometer lange Traditionskurs im Canadian Tire Motorsport Park ist vielen Fans noch als Mosport International Raceway bekannt. Der erste Sieger auf der ältesten Rennstrecke Kanadas war 1961 Stirling Moss mit seinem Lotus 19. In den Rennen der IMSA SportsCar Championship und ihrer Vorgängerserie American Le Mans Series feierte Porsche seit 1999 insgesamt 13 GT-Siege auf dieser ultraschnellen Mutstrecke – den vorerst letzten holten 2015 Patrick Pilet und Nick Tandy im 911 RSR.

Die Porsche-Fahrer
Den 911 RSR mit der Startnummer 911 teilen sich in Bowmanville Patrick Pilet (Frankreich) und Dirk Werner (Würzburg). Im zweiten vom Porsche GT Team eingesetzten 911 RSR sind mit der Startnummer 912 Laurens Vanthoor (Belgien) und Gianmaria Bruni (Italien) im Einsatz, der in Watkins Glen sein Debüt als Porsche-Werksfahrer feierte.

Die Porsche-Fahrzeuge

Drei 911 GT3 R sind unter der Regie von Porsche-Kundenteams in der Klasse GTD am Start
Drei 911 GT3 R sind unter der Regie von Porsche-Kundenteams in der Klasse GTD am Start
© Porsche | Zoom
Der 911 RSR ist eine komplette Neuentwicklung und wird vom Porsche GT Team neben der IMSA SportsCar Championship auch in der Sportwagen-Weltmeisterschaft WEC eingesetzt. Der vor die Hinterachse gerückte Motor leistet je nach Restriktorgröße rund 375 kW (510 PS). Das Abtriebsniveau sowie die aerodynamische Effizienz konnten signifikant verbessert werden. Der 911 GT3 R mit dem hochmodernen Vierliter-Sechszylinder-Boxermotor mit Direkteinspritzung wurde von Porsche für die weltweiten GT3-Serien auf Basis des Seriensportwagens 911 GT3 RS konstruiert. Der über 368 kW (500 PS) starke Kundensportrenner feierte in dieser Saison beim 24-Stunden-Rennen in Daytona einen Klassensieg.

Die Zeiten
Das Rennen im Canadian Tire Motorsport Park startet am Sonntag, 10. Juli, um 12:05 Uhr Ortszeit (18:05 Uhr MESZ) und dauert 2:40 Stunden. 

Stimmen vor dem Rennen
Dr. Frank-Steffen Walliser, Leiter Motorsport und GT-Fahrzeuge: „Dieser Juli hat es wirklich in sich. Nur eine Woche nach Watkins Glen geht es in Bowmanville weiter, zwei Wochen danach starten wir in Lime Rock. Ein anstrengendes Programm für Fahrer und Teams. Nach Watkins Glen bleiben uns nur wenige Tage zur Vorbereitung auf das Rennen in Kanada. Diese Zeit werden wir so gut es geht nutzen, um uns und unsere zwei 911 RSR auf die sehr schnelle und anspruchsvolle Strecke vorzubereiten.“
Marco Ujhasi, Gesamtprojektleiter GT Werksmotorsport: „Das Überholen ist auf dieser superschnellen Strecke extrem schwierig. Bei unserem Sieg vor zwei Jahren haben wir gesehen, wie enorm wichtig es ist, hier auf der Pole zu stehen. Wir müssen unsere 911 RSR also schon für das Qualifying möglichst perfekt abgestimmt haben. Dass wir kürzlich in Mosport getestet haben, hilft uns dabei sicherlich.“

Laurens Vanthoor (l), Gianmaria Bruni
Laurens Vanthoor (l), Gianmaria Bruni
© Porsche | Zoom
Sebastian Golz, Projektleiter GT Kundenmotorsport: „Diese Hochgeschwindigkeitsstrecke stellt ganz besonders Anforderungen an die Konzentration der Fahrer. Durch die vielen Ausbesserungen im Laufe der Jahre wechselt die Asphaltbeschaffenheit von Kurve zu Kurve, entsprechend ändert sich das Gripniveau. Dem 911 GT3 R sollte auf dieser Strecke vor allem seine hervorragende Traktion zugute kommen.“

Patrick Pilet (911 RSR #911): „Mosport ist eine meiner Lieblingsstrecken. Wer dort gewinnen will, braucht sehr viel Mut. Sie hat tückische Bodenwellen und kaum Auslaufzonen, dazu viele sehr schnelle Kurven, in denen man sich als Fahrer was trauen muss. Vor zwei Jahren haben wir das Rennen gewonnen und am Ende der Saison dann auch die Meisterschaft. Ich bin sicher, dass diese Strecke hervorragend für unseren neuen 911 RSR passt und hoffe, dass wir sein Potenzial voll ausschöpfen können.“

Dirk Werner (911 RSR #911): „Das ist eine Strecke für ganz Mutige. Viele schnelle Kurven, die teilweise ineinander übergehen, so dass du keine ruhige Sekunde hast und die ganze Zeit voll konzentriert sein musst. Mit dem 911 RSR dort zu fahren macht richtig Spaß. Wir sind jetzt in einer sehr wichtigen Phase der Saison, in der wir möglichst immer punkten müssen, um bis zum Schluss im Titelrennen zu bleiben. In Mosport haben wir getestet. Das hat viel gebracht. Jetzt greifen wir im Rennen an.“

© Porsche | Zoom
Laurens Vanthoor (911 RSR #912): „Watkins Glen und Mosport, zwei tolle Rennen in einer Woche – das macht richtig Spaß. Die Strecke hat Tradition, das merkst du an allen Ecken, und sie ist sehr schnell. Wir haben dort getestet und sind gut vorbereitet. Für mich ist das einer der Höhepunkte der Saison.“

Gianmaria Bruni (911 RSR #912): „Diese Strecke ist eine einzige Herausforderung. Die vielen schnellen Kurven lassen dir kaum Zeit zum Durchatmen. Mit Mosport verbinde ich gute Erinnerungen. Ich bin zuletzt 2010 dort gefahren und stand auf der Pole-Position. Ich hoffe, dass es auch diesmal so gut läuft und wir mit Porsche weit vorne landen.“

Das ist die IMSA SportsCar Championship
Die IMSA SportsCar Championship ist eine Sportwagenrennserie, die seit 2014 in den USA und Kanada ausgetragen wird. Sie ist aus dem Zusammenschluss der American Le Mans Series und der Grand-Am Series entstanden. Sportprototypen und Sportwagen starten dabei in vier verschiedenen Klassen: GTLM (GT Le Mans), GTD (GT Daytona), P (Prototype) und PC (Prototype Challenge). Der neue Porsche 911 RSR fährt in der Klasse GTLM, der Porsche 911 GT3 R in der Klasse GTD.


Porsche / JM


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