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Gute Ausgangsposition für Porsche bei 12 Stunden von Bathurst

EBM, Porsche 911 GT3 R (912): Dirk Werner, Dennis Olsen, Matt Campbell

02.02.2019 (Speed-Magazin.de) Porsche wird das 12-Stunden-Rennen von Bathurst (Australien) aus der vierten Startreihe in Angriff nehmen. Porsche Young Professional Matt Campbell sicherte sich im Top-10-Shootout auf dem Mount Panorama Circuit die siebtschnellste Rundenzeit. Der junge Australier schöpfte das Potenzial des Porsche 911 GT3 R, den er sich im Rennen mit Werksfahrer Dirk Werner (Würzburg) und Porsche Young Professional Dennis Olsen (Norwegen) teilt, nahezu optimal aus. Im engen Wettbewerb gegen sieben weitere GT3-Hersteller benötige Campbell für die 6,213 Kilometer lange Runde im Fahrzeug mit der Startnummer 912 nur 2:03.186 Minuten.

In den beiden Qualifyingsessions zuvor hatte der Franzose Mathieu Jaminet im Schwesterauto des Kundenteams EBM (Earl Bamber Motorsport) den Einzug in den Kampf um die besten zehn Startplätze denkbar knapp verpasst. Dem Porsche Young Professional fehlten auf seiner schnellsten Runde nur 0,08 Sekunden auf einen Platz in den Top 10. Der Porsche 911 GT3 R mit der Startnummer 911, an dessen Steuer sich Jaminet mit den Werksfahrern Romain Dumas (Frankreich) und Sven Müller (Bingen) abwechselt, wird von Rang zwölf in das Rennen starten. Werksfahrer Kévin Estre qualifizierte das baugleiche, rund 500 PS starke Auto des Kundenteams Competition Motorsports/McElrea Racing für Startplatz 13. Der Franzose teilt sich die Arbeit im Cockpit der Startnummer 12 mit Porsche Junior Jaxon Evans (Neuseeland) und David Calvert-Jones (USA).

EBM, Matt Campbell, Romain Dumas (l-r),
EBM, Matt Campbell, Romain Dumas (l-r),
© Porsche | Zoom
Der Porsche 911 GT3 R des US-amerikanischen Kundenteams Black Swan Racing wurde bereits am Freitag bei einem Unfall im zweiten Freien Training irreparabel beschädigt und nimmt am weiteren Verlauf des Events nicht mehr teil. Tim Pappas (USA), der sich das Fahrzeug mit Werksfahrer Marc Lieb (Ludwigsburg) und Jeroen Bleekemolen (Niederlande) teilte, wurde nach dem Zwischenfall zur Behandlung in eine Klinik nach Sydney transportiert. Er erlitt Brüche am rechten Oberarm und am Becken.

In der Class B wird der Porsche 911 GT3 Cup des erfahrenen Kundenteams Grove Racing vom besten Startplatz in den Dauerlauf gehen. Der Brite Ben Barker setzte sich in der Zeitenjagd gegen die baugleichen Autos der Kundenteams Ashley Seward Motorsport und Team Carrera Cup Asia durch.

Das 12-Stunden-Rennen in Bathurst startet am Sonntag, 3. Februar, um 05:45 Uhr Ortszeit (Samstag, 19:45 Uhr MEZ). Es ist außerhalb Australiens live im Internet unter www.bathurst12hour.com.au zu sehen. Beim Auftakt der diesjährigen Intercontinental GT Challenge kommt reglementbedingt letztmals die 2018er-Version des GT3-Fahrzeugs zum Einsatz. Beim zweiten Saisonlauf in Laguna Seca (USA) werden die Kundenteams den neuen Porsche 911 GT3 R in den Lauf über acht Stunden schicken, der am vergangenen Wochenende in Daytona (USA) seine Rennpremiere feierte.

Stimmen zum Qualifying

Competition Motorsports/McElrea Racing: David Calvert-Jones, Kevin Estre, Jaxon Evans
Competition Motorsports/McElrea Racing: David Calvert-Jones, Kevin Estre, Jaxon Evans
© Porsche | Zoom
Pascal Zurlinden (Leiter GT-Werksmotorsport): „Wir haben ein spannendes und sehr enges Shootout gesehen. Zwischen Platz sieben und Platz zwei liegen gerade einmal zweieinhalb Zehntelsekunden. Ich bin sicher, dass wir mit unserem Porsche 911 GT3 R gut aufgestellt sind. Beim letzten Einsatz dieses Autos in einem großen Langstreckenrennen ist für uns alles drin. Wir wollen angreifen und um den Sieg mitfahren.“

Sebastian Golz (Projektleiter 911 GT3 R): „Es ist ein sehr solides Ergebnis, mit dem man sich keinesfalls verstecken muss. Wir treten hier gegen starke Teams und Fahrer an. Vor allem die Lokalmatadoren sind auf der besonderen Strecke in Bathurst immer sehr schnell. Matt hat seine Runde gut durchgezogen. Unsere Ausgangsposition ist völlig in Ordnung. Das Auto sollte im Rennen konstant schnell sein, das noch junge Team EBM arbeitet bislang tadellos. In den kurvigen Abschnitten sind wir top, das spricht für die gute Fahrbarkeit des Porsche. Wenn wir jetzt noch ein bisschen an Tempo auf den Geraden zulegen können, dann wird es sicherlich ein starkes Rennen.“

Earl Bamber (Teamchef EBM): „Unsere Leistungen waren gut. Wir hatten uns zum Ziel gesetzt, ein Auto in das Top-10-Shootout zu bringen. Das ist uns gelungen. Ein bisschen mehr als Startplatz sieben hatten wir uns insgeheim zwar ausgerechnet, aber es ist in Ordnung. Unser Porsche 911 GT3 R ist über die Distanz schnell, konstant und angenehm fahrbar, die Piloten sind erstklassig. Das sind bei einem Langstreckenrennen sehr wichtige Faktoren. Wenn wir im Rennen unsere Möglichkeiten voll ausschöpfen, dann sollten wir um einen Podestplatz kämpfen können.“

Mathieu Jaminet (Porsche 911 GT3 R #911): „Das Qualifying war in Ordnung. Platz zwölf ist für einen Bathurst-Rookie nicht schlecht. Allerdings hätte es durchaus noch etwas nach weiter vorn gehen können. Im ersten Versuch habe ich einen Fehler drin gehabt, auch mit dem zweiten Reifensatz hätte ich an ein oder zwei Stellen etwas schneller sein können. Am Ende fehlte nur eine halbe Zehntelsekunde auf die Top 10. Das ist einerseits schade, aber andererseits ist unsere Ausgangsposition für das lange Rennen wirklich gut.“

Ashley Seward Motorsport, Porsche GT3 Cup (43), Danny Stutterd, Sam Fillmore, Richard Muscat
Ashley Seward Motorsport, Porsche GT3 Cup (43), Danny Stutterd, Sam Fillmore, Richard Muscat
© Porsche | Zoom
Matt Campbell (Porsche 911 GT3 R #912): „Im ersten Sektor waren die Reifentempertaturen noch nicht im optimalen Bereich, daher lief es dort nicht ganz perfekt. Im zweiten und dritten Streckenabschnitt waren wir richtig schnell. Es wäre vielleicht insgesamt noch ein bisschen mehr möglich gewesen, aber wir sollten dennoch zufrieden sein. Unsere Startposition ist okay, das Auto fühlt sich sehr gut an und das Rennen wird lang und anstrengend.“

Kévin Estre (Porsche 911 GT3 R #12): „Wir hatten entschieden, nur einen einzigen schnellen Umlauf zu fahren. Diesen Versuch habe ich früh in der Session unternommen und lag nach einer sauberen Runde zunächst auf Platz drei. Das Team war der Ansicht, dass es für den Einzug in das Top-10-Shootout reichen würde. Leider war das nicht der Fall. Wir wurden auf Platz 13 verdrängt. Schade, denn es wäre sicherlich mehr möglich gewesen. Allerdings ist unsere Startposition völlig in Ordnung.“

Ergebnis Qualifying
1. Dennis/Vaxiviere/Kirchhöfer, Aston Martin #62, 2:02.495 Minuten
2. Buhk/Marciello/Götz, Mercedes #999, 2:02.935 Minuten
3. Engel/Stolz/Paffett, Mercedes #77, 2:03.042 Minuten
7. Werner/Olsen/Campbell, Porsche 911 GT3 R #912, 2:03.186 Minuten
12. Dumas/Müller/Jaminet, Porsche 911 GT3 R #911, 2:02.879 Minuten
13. Estre/Evans/Calvert-Jones, Porsche 911 GT3 R #12, 2:02.912 Minuten
26. Grove/Grove/Barker, Porsche 911 GT3 Cup #4, 2:06.452 Minuten
28. Stutterd/Fillmore/Muscat, Porsche 911 GT3 Cup #43, 2:07.297 Minuten
31. Tresidder/v.d. Drift/ Bao/Hamprecht, Porsche 911 GT3 Cup #23, 2:08.538 Minuten


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