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GT4 European Series: Sieg und Podium für Patric Niederhauser in Brands Hatch

Traumwochenende für Patric Niederhauser in der GT4 European Series

06.05.2019 (Speed-Magazin.de) Grandioses Rennwochenende für Patric Niederhauser in Brands Hatch. Der Schweizer und sein Teamkollege Reinhard Kofler drückten dem zweiten Event der GT4 European Series ihren Stempel auf. Im KTM X-Bow GT4 ihres Teams True Racing gewann das Duo den ersten Lauf und fuhr mit einer sensationellen Aufholjagd im zweiten Rennen von Rang 15 bis auf das Podium nach vorne. 

Niederhauser hatte sich für den ersten Lauf am Sonntagvormittag Startplatz fünf gesichert und bereits nach einer Runde eine Position vorgearbeitet. Unmittelbar nach einer Full-Course-Yellow-Phase war es erneut der Schweizer, der die Pace machte und den vor ihm liegenden Aston Martin entschlossen überholte. Als der Zweitplatzierte an die Box abbog, machte Niederhauser Jagd auf den Führenden und setzte die schnellsten Sektorzeiten, bevor auch er die Box zum Fahrerwechsel ansteuerte. Teamkollege Kofler ließ nach dem Stopp nichts anbrennen und fuhr die schnellste Rennrunde, womit das Duo am Ende der Boxenstopp-Phase in Führung lag und diese bis zur Ziellinie nicht mehr abgab.

© GT4 European Series | Zoom
Für den zweiten Lauf des Wochenendes wäre das Duo ebenfalls von Rang fünf aus ins Rennen gegangen, eine Gridstrafe von zehn Positionen nach einer Berührung in Rennen eins warf den KTM X-Bow GT4 allerdings auf Rang 15 zurück. Kofler fuhr stark und übergab Niederhauser das Auto auf Rang neun. In seinem Stint zeigte der Schweizer erneut seine ganze Klasse und arbeitete sich bis auf Rang drei nach vorne. In den letzten 15 Minuten des Rennens lieferte sich der 27-Jährige ein unerbittliches Duell um Rang zwei, ohne Fehler oder Berührungen. Da ein sicheres Überholmanöver nicht möglich war, steckte er am Ende zurück und sicherte sich und seinem Team die wichtigen Punkte für Rang drei.

Für Niederhauser geht es vom 17. - 19.5. weiter im ADAC GT Masters. Gemeinsam mit Kelvin van der Linde und seinem Team HCB-Rutronik Racing will der Schweizer im tschechischen Most seinen zweiten Tabellenrang mit weiteren Topergebnissen verteidigen.

Glückwunsch zu diesem Mega-Wochenende! Mit welchen Gefühlen reist du aus Brands Hatch ab?
Natürlich fühle ich mich wunderbar. Es könnte nicht besser sein! Wir haben ein Rennen gewonnen und sind im anderen von Platz 15 bis aufs Podium gefahren. Als Rennfahrer will man natürlich immer das Maximum und ich hätte gerne noch mehr als Platz drei erreicht, aber wir sind nach so einem Ergebnis happy. Nach diesem Wochenende sind wir ´back in the game´ was die Meisterschaft angeht!

Im ersten Rennen habt ihr den Sieg eingefahren. Wie ist euch das von Startplatz fünf aus gelungen?
Das Qualifying war durch die abtrocknenden Bedingungen schwierig, weshalb ich nur eine Runde hatte, auf der ich zusätzlich noch zwei Autos überholen musste. Somit war Platz fünf nicht der Traum, aber es hätte andersherum auch Platz 20 sein können. Im Rennen habe ich von Start weg voll gepusht und einige Kontrahenten überholt. Ich habe Reini das Auto auf Rang zwei übergeben und er war danach unantastbar!

Im zweiten Rennen habt ihr eine unglaubliche Aufholjagd hingelegt. Wie kam es überhaupt dazu?
© GT4 European Series | Zoom
Wir haben zehn Plätze Strafe bekommen, weil ich im ersten Rennen eine Berührung mit einem Konkurrenten hatte. Wenn ich einen Fehler gemacht habe, dann stehe ich dazu. In diesem Fall fand ich die Strafe etwas hart. Trotzdem blieb uns nichts anderes übrig, als sie zu akzeptieren. So musste Reini von P15 ins Rennen und war richtig schnell unterwegs. Als plötzlich Rauch aus unserem KTM aufstieg, habe ich einen Schock bekommen, weil ich an einen technischen Defekt oder Reifenschaden dachte. Tatsächlich ist ihm ein Konkurrent hinten draufgefahren und hat damit kurzzeitig Probleme verursacht. Glücklicherweise war es nichts Schlimmes und er hat mir das Auto schließlich auf P6 übergeben.

Und du hast für das Duell des Rennens gesorgt und sicherlich die meiste Übertragungszeit für dich beansprucht!
Ich habe die Lücken schnell zufahren können und den ein oder anderen überholt. Der Kampf um Platz zwei ist jedoch unerwartet schwierig geworden. Wir hatten unterschiedliche Autos, weshalb ich zwar insgesamt viel schneller unterwegs war, durch den Topspeedunterschied aber nicht vorbei kam. Ich hatte eine halbe Chance, wollte aber nicht mit der Brechstange vorbeigehen und so einen Unfall riskieren. Deshalb habe ich lieber Rang drei sicher nach Hause gefahren.

Die nächste Station wird für dich das ADAC GT Masters in Most. Welche Erwartungen hast du?
Mit dieser Strecke verbinde ich ganz besondere Erinnerungen. Vergangenes Jahr bin ich dort zusammen mit meiner Freundin Marylin im GT4 Central European Cup an den Start gegangen und wir haben beide Rennen gewonnen. Das war ein einmaliges Erlebnis mit speziellen Emotionen. Dieses Mal reise ich als Tabellenzweiter des ADAC GT Masters an und möchte mit Kelvin natürlich wieder vorne mitfahren oder vielleicht sogar unseren ersten Saisonsieg erzielen. Gleichzeitig wollen wir auch mit etwas Demut ins Wochenende gehen. Wir hatten einen Megastart in die Saison und es wird alles andere als einfach sein, daran anzuknüpfen. Aber selbstverständlich arbeiten wir hart an uns und geben alles!


Patric Niederhauser PR


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