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Pirelli feiert in Turin 110 Jähriges Jubiläum im Motorsport

Brilli Peri Alfa Romeo 1925

18.02.2017 (Speed-Magazin.de) „Wir sind als Erste in Paris angekommen und mussten bis dahin nur zwei Räder wechseln”, telegrafierte Prinz Scipione Borghese im August 1907 aus der französischen Hauptstadt in die Heimat. Wenige Stunden zuvor hatte er mit großem Vorsprung die Rallye Peking – Paris gewonnen. Das Siegerfahrzeug war ein mit Pirelli Reifen ausgestatteter Itala. Hinter ihnen lagen 16.000 zermürbende Kilometer. Angesichts damaliger Straßenverhältnisse eine Tortur für Fahrer, Fahrzeuge und Reifen. Dieses Abenteuer lenkte die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit erstmals auf die Leistungsfähigkeit und Sicherheit eines Produkts, das bald darauf mit einem Logo versehen wurde, das heute weltweit bekannt ist: das Pirelli Logo mit dem langgezogenen P.

110 JAHRE PIRELLI IM MOTORSPORT
Am heutigen Tag feiert Pirelli sein 110-jähriges Jubiläum im Motorsport. Der Konzern tut dies in einer Weise, die erkennen lässt, wie sehr sich die Zeiten seit der Rallye Peking – Paris geändert haben. Seit vielen Jahren spielt der Motorsport bei Pirelli eine

Principe Scipione Borghese Luigi Barzini 1907
Principe Scipione Borghese Luigi Barzini 1907
© Pirelli | Zoom
entscheidende Rolle für die Entwicklung von Technologien für Auto- und Motorradreifen. Es war der Firmengründer Giovanni Battista Pirelli, der bereits Ende des 19. Jahrhunderts das Potenzial von Motorrad-Rennen als Testfeld für seine Straßenprodukte erkannte und fortan konsequent nutzte. Und welcher Ort wäre besser geeignet, den neuen Meilenstein in der Pirelli Geschichte zu feiern, als das Nationale Automobilmuseum in Turin. Auf dem 19.000 Quadratmeter großen Ausstellungsgelände werden über 200 historische Fahrzeuge von 85 verschiedenen Marken aufwändig in Szene gesetzt. Das älteste Exponat stammt aus dem Jahr 1769. In diesem Museum steht auch der legendäre weiße Itala 35/45HP, mit dem Prinz Scipione Borghese die Rallye Peking – Paris gewann. Er markiert zugleich das erste Kapitel in der erfolgreichen MotorsportGeschichte von Pirelli.

EIN MUSEUM MIT EINZIGARTIGEM PRESTIGE
Vom Itala bis zu den neuen breiteren Formel 1-Reifen, die im März beim Großen Preis von Australien 2017 ihr Debüt geben, reicht das Spektrum der Schätze, welche im Turiner Museum die 110-jährige Motorsport-Geschichte von Pirelli nachzeichnen. Nie waren Fahrzeuge und Reifen für den Motorsport einerseits und für den Einsatz im Straßenverkehr andererseits enger miteinander verknüpft, als in unserer Zeit. An einem Porsche 911S Turbo Sportwagen für die Straße und einem Lamborghini Huracan GT3 Rennwagen für den Circuit zeigen sich die großen Ähnlichkeiten zwischen den P Zero Reifen (die Ultra High Performance-Reifenlinie von Pirelli) für Straßen- und Rennfahrzeugen.

Die Reifen der bei der Superbike Weltmeisterschaft eingesetzten Ducati stehen für das Pirelli Motto „Wir verkaufen Reifen, mit denen wir Rennen fahren – und wir fahren Rennen mit Reifen, die wir verkaufen". Es ist seit vielen Jahren die Visitenkarte eines Produkts, das es Motorrädern ermöglicht, über die Rennstrecke zu jagen, und das
zugleich weltweit von begeisterten Motorradfahrern gekauft wird, damit ihre Maschinen im Alltag von den Performance- und Sicherheits-Vorteilen dieser Reifen profitieren. Dieses Konzept steht auch im Mittelpunkt des Prestige-Portfolios von Pirelli, das aktuell rund 50 Prozent aller verkauften Automobile des Prestige-Segments ausstattet.

Allan Alen Rally di Sanremo 1978
Allan Alen Rally di Sanremo 1978
© Pirelli | Zoom
Prestige ist eine Philosophie: Es steht für die Mission von Pirelli, erste Wahl für die weltweit leistungsstärksten, erlesensten und begehrtesten Motorräder und Automobile zu sein. Erfolge auf allen Rennstrecken der Welt bilden quasi das Schaufenster für jene Pirelli Produkte, die der Hersteller jetzt in den exklusiven Shops P Zero World präsentiert. Diese Stores inklusive Service-Center wurden entwickelt, um den speziellen Anforderungen anspruchsvoller Kunden zu entsprechen. Die erste P Zero World wurde vor einigen Monaten in Los Angeles geöffnet. Demnächst werden weltweit weitere dieser exklusiven Stores ihre Tore öffnen.

FREIER ZUTRITT ZUR SPITZEN-TECHNOLOGIE
Anlässlich des 110-jährigen Motorsport-Jubiläums von Pirelli bietet der Konzern Interessierten die Möglichkeit, das Hightec-Werk des Konzerns in Settimo Torinese zu besuchen. Dort haben sie freien Zugang zu moderner Spitzen-Technologie. Im Mittelspunkt steht die NEXT MIRS-Anlage. Dabei handelt es sich um die derzeit am weitesten digitalisierte industrielle Produktionsstätte. Sie präsentiert das Spitzenergebnis der herausragenden Pirelli Technologie. In der Minifabrik arbeiten ausschließlich computergesteuerte Industrie-Roboter. Sie fertigen High Performance-Reifen in den Größen von 19 bis 23 Zoll. Zudem werden dort auch die leistungsstärksten Reifen des Konzerns entwickelt und produziert, die Pirelli P Zero Reifen für die Straße und die Rennstrecke.

In Settimo Torinese werden aber nicht nur Reifen hergestellt. Dort entstehen auch Gummi-Mischungen, darunter jene für die Formel 1. Und alles geschieht mit einem Höchstmaß an Respekt und Achtsamkeit für die Umwelt und die Mitarbeiter.

MIT DEN CHAMPIONS FEIERN

Nelson Piquet Gran Premio di Francia 1985
Nelson Piquet Gran Premio di Francia 1985
© Pirelli | Zoom
110 Jahre Engagement im Motorsport wollen gebührend gefeiert werden. Daher freut
sich Pirelli sehr über die zahlreichen Champions, die an den Feierlichkeiten teilnehmen. Dazu gehören neben Stars der Formel 1 auch der mehrfache paralympische Goldmedaillen-Gewinner im Handbike, Alessandro Zanardi. Der ehemalige Formel 1-Pilot meisterte ein schweres Schicksal: Nach einem Unfall auf dem Lausitzring mussten ihm beide Beine oberhalb der Knie amputiert werden. Seit 2014 startet er mit speziell ausgestatteten BMW Fahrzeugen bei GT-Rennen – natürlich mit Pirelli Reifen. Auch Stefano Domenicali, Präsident von Lamborghini, nimmt an der Feier teil. Die Pirelli Reifen für Fahrzeuge der Marke Lamborghini spiegeln in höchster Weise den für Pirelli typischen Technologie-Transfer zwischen Reifen und Strecke wider.

Zahlreiche Champions und Hersteller stehen für die 2.200 Rennen und mehr als 340 Meisterschaften (für Autos und Motorräder), an denen Pirelli in diesem Jahr teilnimmt. Auch das ist eine Premiere. Genau wie jene vor 110 Jahren, als Pirelli Reifen auf der langen Strecke von Peking nach Paris ihre besondere Qualität bewiesen.


Pirelli / DW


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