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WRX: Johan Kristoffersson im Interview „Wie Usain Bolt im Startblock.“

Kristoffersson: Der Polo GTI ist wirklich extrem schnell und hat jede Menge Power

05.05.2017 (Speed-Magazin.de) Die WRX zu Gast in Hockenheim! Für Johan Kristoffersson vom PSRX Volkswagen World RX Team Schweden jedes Mal ein Highlight. Der schnelle Youngster aus Schweden spricht vor dem dritten WM-Lauf über die besondere Atmosphäre im Motodrom, verpasste Joker-Laps und warum er sich manchmal fühlt wie Sprint-Ass Usain Bolt.

Johan, beim letzten Rennen in Portugal hast Du leider eine Joker-Runde verpasst. Dein Vater Tommy, der ja auch dein Spotter ist, hat den Fehler auf seine Kappe genommen… herrscht nun Funkstille im Hause Kristoffersson?

Johan Kristoffersson (lacht): Nein, natürlich nicht! Das war ein kleiner Kommunikationsfehler, der in der Action schon mal passieren kann. Mir ist es allerdings erst zwei Mal passiert: das erste und das letzte Mal!

Ansonsten läuft es ja auch hervorragend. Sowohl in Barcelona als auch in Montalegre hast Du im Polo GTI Supercar jeweils die schnellste Rundenzeit gehabt. Du fühlst dich wohl im Auto?

Kristoffersson: Ja, der Polo GTI ist wirklich extrem schnell und hat jede Menge Power – das macht das Leben für Petter und mich im Rennen einfacher. Allerdings bedeutet es nicht zwangsläufig, dass das schnellste Auto im Feld am Ende vorne landet. In der Rallycross-WM ist das gesamte Paket entscheidend. Alles, vom Start über die Motorleistung bis zum Set-up muss im entscheidenden Moment passen.

Es ist dein drittes Rennen in Hockenheim zusammen mit der DTM. Wie gefällt dir die Strecke und was ist das Ziel dieses Wochenende?

Kristoffersson: Die Strecke ist wirklich toll. Wir fahren das gleiche Layout wie 2016 mit sehr schnellen, offenen Asphalt-Abschnitten und gleichzeitig mit engen, technisch anspruchsvollen Schotter-Passagen. Diese extremen Gegensätze sind eine große Herausforderung, die optimale Abstimmung zu finden. Und dann ist da natürlich die besondere Atmosphäre in Hockenheim. Durch die DTM haben wir viele Zuschauer und die Stimmung im Motodrom ist fantastisch! Natürlich wäre es wichtig für das neue Team, unseren ersten Sieg vor so einer Kulisse zu landen. Aber persönlich steht für mich im Vordergrund, so viele Punkte für die WM wie möglich zu sammeln – Sieg und volle Punktzahl wären perfekt.

Stichwort Rundstrecke: Du fährst dieses Jahr auch noch in der Schwedischen Tourenwagen Meisterschaft STCC. Was ist der Unterschied im Cockpit zwischen Rallycross und Rundstrecke?

Kristoffersson: Ich fahre zusammen mit Fredrik Blomstedt in einem 350 PS Golf GTI TCR, leider nicht den Auftakt, denn der ist zeitgleich an diesem Wochenende. Der Unterschied ist recht einfach zu erklären: Obwohl in der STCC die Rennen kurze Sprintrennen sind, ist die Distanz im Vergleich zur WRX zumindest lang genug, um einen Fehler beim Start auszubügeln. Die WRX ist da mehr wie ein 100 Meter-Lauf. Das Adrenalin ist enorm und ein verpatzter Start ist nicht mehr aufzuholen – du sitzt im Cockpit und fühlst dich manchmal wie Usain Bolt im Startblock.


Volkswagen Motorsport / RB


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