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Silk Way Rallye 2017: Beide MINI John Cooper Works Rally in den Top 10

Noch zwei Tage bis zum Zieleinlauf in Xi’an

21.07.2017 (Speed-Magazin.de) Die Silk Way Rally bedeutet für das X-raid Team eine Achterbahn der Gefühle. Gestern konnten Bryce Menzies und Pete Mortensen (beide USA) im MINI John Cooper Works Rally den zweiten Gesamtplatz erobern. Jedoch verloren sie heute in den Dünen zu viel Zeit und rutschten auf den vierten Platz in der Gesamtwertung zurück. Doch Aufgeben kommt nicht in Frage: „Wir sind in Schlagdistanz“, gibt sich Menzies kämpferisch „Morgen warten nochmal Dünen auf uns und es gibt noch eine Prüfung am Samstag.“ Yazeed Al-Rajhi (KSA) und Tom Colsoul (BEL) liegen seit gestern auf Gesamtposition zehn.

Zwölf von 14 Etappen auf dem Weg von Moskau nach Xi’an sind absolviert und Menzies kämpft, trotz seiner langen Cross-Country-Rallye-Pause, weiterhin um einen Platz auf dem Podium. Gestern gelang es ihm mit dem vierten Tagesrang den zweiten Gesamtplatz zu übernehmen. Doch die heutige Etappe war eine der schwierigsten der Rallye und Menzies musste sie als Lerntag abhaken. „Wir haben uns in den enorm hohen Dünen verfahren und ewig einen Wegpunkt gesucht“, berichtet der US-Amerikaner. „Zudem sind wir auch noch auf einer Dünenkuppe hängengeblieben. Später fuhren wir über eine Düne und haben die anderen Fahrzeuge gefunden. Aber da hatten wir schon zu viel Zeit verloren.“ Im Ziel wurde er als Neunter gewertet. Wie sich später herausstellte hatte er in den Dünen einen Wegpunkt ausgelassen und kassierte dafür eine Zeitstrafe von 20 Minuten. Trotzdem hält er den vierten Gesamtplatz.

Menzies auf Gesamtrang vier, Al-Rajhi auf zehn
Menzies auf Gesamtrang vier, Al-Rajhi auf zehn
© X-Raid | Zoom
Al-Rajhi und Colsoul kamen gestern mit nur zwei Minuten Rückstand als Dritte ins Ziel. „Es war alles sehr gut für uns gelaufen, leider hatten wir kurz vor Ende der Prüfung einen Reifenschaden“, erzählt Al-Rajhi. Heute stellte sich die Crew in den Dienst ihres Teamkollegen und wartete zu Beginn der Etappe auf Menzies. Später blieb der Saudi jedoch kurz stecken und verlor den Anschluss an den zweiten MINI. „Nach CP2 habe ich Bryce hinter uns gesehen und habe gestoppt, um ihm zu folgen. Später in den Dünen bin ich kurz steckengeblieben und dann habe ich ihn nicht mehr gesehen“, erklärt Al-Rajhi, der als Sechster ins Ziel kam. „Viele haben sich heute festgefahren. Es ging ziemlich rund – es war eine schwere Prüfung.“ Da auch weitere Konkurrenten Probleme hatten, waren Al-Rajhi und Colsoul plötzlich das erste Fahrzeug in der Prüfung. „Ich wusste gar nicht wie mir geschieht“, berichtet Colsoul. „Eben waren da noch Spuren und plötzlich mussten wir die Strecke eröffnen.“ Andere Teilnehmer folgten Al-Rajhis Reifenspuren und konnten so Zeit gutmachen.

Morgen steht die vorletzte Etappe der Silk Way Rally auf dem Programm. Es geht von Alxa Youqi nach Zhongwei. Auch auf dieser Prüfung geht es für die Teilnehmer wieder in die Dünen. Der letzte Tag führt den Tross nach Xi’an. Auf der 100 km kurzen Prüfung stehen nochmal sandige Passagen und kleine Dünen auf dem Programm.


Silk Way Rally - Gesamtwertung nach Stage 12:
1. C. Despres (FRA) / D. Castera (FRA) Peugeot – 36h 31m 47s
2. W. Han (CHN) / L. Min (CHN) SMG Buggy – 37h 15m 09s
3. C. Lavieille (FRA) / J.-P. Garcin (FRA) Baicmotor – 37h 18m 24s
4. B. Menzies (USA) / P. Mortensen (USA) MINI John Cooper Works Rally – 38h 07m 28s

11. Y. Al-Rajhi (KSA) / T. Colsoul (BEL) MINI John Cooper Works Rally – 40h 46m 30s


X-Raid / ND


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