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Rallye Dakar 2018: Al-Attiyah und Sunderland dominieren Etappe 3 der Dakar

Der Katari Nasser Al-Attiyah (Toyota) holte gestern in der Gesamtwertung wieder auf

09.01.2018 (Speed-Magazin.de) Nach der ersten längeren Etappe am Sonntag gab es gestern die letzte Stage in der Ica-Wüste Perus zu bestehen. Wieder war bei der anspruchsvollen Streckenführung Erfahrung bei der Navigation und Speed in den Dünen gefragt. Es war eine Tagesetappe, bei der auch diejenigen, die an den ersten Tagen zu den nicht so glücklichen gezählt hatten, Zeit gutmachen konnten, bevor sie die sandigen Strände im Ziel in San Juan de Marcona erreichten.

Das Wesentliche:

In der Motorradkategorie triumphierte ein weiteres Mal Sam Sunderland. Nachdem der amtierende Champion gestern einen enttäuschenden Tag erlebte, konnte er die heutige Etappe nicht nur für sich entscheiden, sondern auch einen Abstand zu seinen Konkurrenten einfahren. Zwar konnten Kevin Benavides und Toby Price den Schaden in Grenzen halten, aber Matthias Walkner und Adrien van Beveren nicht. Sie fielen im Gesamtklassement über 13 Minuten hinter Leader Sunderland zurück.

Vorjahressieger Sam Sunderland (KTM) konnte sich einen guten Vorsprung herausfahren
Vorjahressieger Sam Sunderland (KTM) konnte sich einen guten Vorsprung herausfahren
© Florent Gooden / DPPI | Zoom
Diese Leistung wurde quasi identisch von Nasser Al-Attiyah dargeboten, der den Zeitverlust von Stage 2 gestern mehr als gutmachen konnte. Der Katari dominierte die Etappe vom Start bis ins Ziel und konnte die Peugeot-Armada in Schach halten, wodurch er seinen Rückstand in der Gesamtwertung verringern konnte. Im Gesamt-Klassement bleibt der Franzose Stéphane Peterhansel mit drei Minuten vor seinem Peugeot-Markenkollegen Despres vorn. Auf Position drei folgt nun schon Al-Attiyah im Werks-Toyota. Einen heftigen Unfall auf der Zieldüne erlebte der ehemalige Dakarsieger Nani Roma. Er konnte zwar noch ins Ziel fahren, seinen Werks-MINI zerstörte er aber so nachhaltig, dass er die Rallye vorzeitig beenden musste. Er wurde vorsorglich in ein Krankenhaus nach Lima geflogen, bei den Untersuchungen dort gaben die Ärzte allerdings Entwarnung. Damit muss Teamchef Sven Quandt innerhalb von drei Tagen bereits den zweiten Ausfall eines seiner Fahrer verkraften. Speerspitze im MINI-Lager ist nun Orlando Terranova auf Rang acht.

Bei den Renntrucks gewann bei seinem dritten Dakar-Anlauf erstmalig Federico Villagra. Er konnte den Führenden im Gesamtranking, Eduard Nikolaev, am Ende der Stage besiegen.

Glanzleistung des Tages:

Ignacio Casale dominiert die Dakar 2018 weiterhin. Der chilenische Quadfahrer gewinnt auch die Etappe nach San Juan de Marcona und hat damit alle drei bisher möglichen Etappensiege eingefahren.

Größter Rückschlag:

Stolz darauf, die heutige Stage nach seinem gestrigen Sieg zu eröffnen ging Honda-Werkspilot Joan Barreda am Ende der Etappe durch die Hölle. Als er einen Wegpunkt verpasst, muss er 15 Kilometer zurückfahren, bis er ihn endlich findet. Am Ende kostet ihn dieser Fehler rund 28 Minuten.

Fakt des Tages:

Markus Walcher und Tobias Henschel halten aktuell auf Platz 47 im Gesamt-Ranking
Markus Walcher und Tobias Henschel halten aktuell auf Platz 47 im Gesamt-Ranking
© Markus Walcher | Zoom
Mit 80 kg weniger Gewicht und 3 Zentimetern mehr Federweg nutzt Nasser Al-Attiyah alle Vorteile dieser neuen Konfiguration am Werks-Toyota Hilux aus. Diese Veränderungen wurden erst kürzlich von der FIA abgesegnet, um eine bessere Balance zwischen der Performance der Buggys und Allradler zu schaffen.

Die Deutschen im Rennen:

Markus Walcher beendet auch die heutige Etappe in den Top 50 und zeigt mit seinem Beifahrer Tobias Henschel eine grundsolide Leistung. Der Rookie, der von BFGoodrich unterstützt wird, schlägt sich ohne Probleme durch – getreu dem Motto des Duos, ruhig bis ans Ende durchzufahren. Jürgen Schröder, der dagegen als Veteran der Rallye bezeichnet werden kann, verbessert sich gestern auf Gesamtrang 44, nachdem er sich in der zweiten Etappe überschlagen hatte.

Zitat des Tages:

Nasser Al-Attiyah: „Wir hatten zwei Platten, dadurch haben wir heute drei Minuten verloren, aber alles in allem war es kein großer Deal, immerhin konnten wir die Stage gewinnen. Wir mussten pushen, aber nicht auf eine verrückte, riskante Art und Weise. Die Strecke war heute an einigen Stellen ziemlich gefährlich. Wir sind auf einem guten Weg mit unserem neuen Hilux, aber die Rallye ist noch lang. Gestern war es ein bisschen schwieriger für uns, da wir die Strecke ohne jegliche Spuren eröffnen mussten, aber auch das war kein Problem.“


Ellen Lohr / RB

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