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Dakar Serie China Rallye: Dirk von Zitzewitz und Giniel de Villiers bei der finalen Stage wieder am Start

Dirk von Zitzewitz: Das war sicher härter als alles, was ich bisher in einer Wüste so gemacht habe.

01.10.2017 (Speed-Magazin.de) Nach der spektakulären gestrigen Etappe in den Dünen der Tenger Wüste, bei der sich alle Top Favoriten aus dem Rennen um den Gesamtsieg verabschiedet hatten, gab es heute nur noch eine zuschauerfreundliche Kurzetappe in den Dünen rund um das Ziel zu meistern. Der Sieg bei der ersten Ausgabe dieser Rallye sollte sich dennoch hier entscheiden, lagen die ersten beiden, der Chinese Ma Hailong und sein Landsmann Zhang Ming vor dem Start nur 1.44 Minuten auseinander. 

Am Ende gewann Ming zwar die Etappe, jedoch nur mit 9 Sekunden vor Nissan Pilot Heilong. Dieser freute sich im Ziel überschwenglich. „Ich habe nicht erwartet, dass ich mit meinem kleinen Team eine solche Rallye gewinnen kann und natürlich war es gut für mich, dass die Favoriten gestern allesamt Probleme hatten, was ich für sie bedauere. Was den Dakar Start angeht, bin ich überwältigt und weiss das noch gar nicht so genau einzuordnen. Das einzige, was ich weiss, es ist eine Riesenchance für mich.“

Einer der Favoriten, der Dakargewinner Giniel de Villiers, mit dem Deutschen Dirk von Zitzewitz an seiner Seite hatte gestern ebenfalls einen rabenschwarzen Tag, an dem er die Führung in der Gesamtwertung verloren hatte.

„Wir hatten eine Begegnung mit einem im Sand versteckten Stein. Ein kurzer Moment und alles Siegchancen sind dahin, das ist Offroad Racing. Man braucht immer das Quentchen Glück, um bei einem solchen Rennen zu gewinnen. Das hatten wir hier leider nicht. Nach dem Einschlag, bei dem auch die Servolenkung beschädigt wurde, mussten wir mit vier Händen lenken, um das Auto ins Bivak zu bringen. Dennoch war es eine sehr wichtige Rallye für uns, da die Etappen durch die Innere Mongolei wirklich spektakulär waren und sie für uns eine optimal Vorbereitung auf die sandigen Strecken der nächsten Dakar waren.“

Dirk von Zitzewitz ergänzt: „Wir hatten hier alles, von schmalen bis hin zu berghohen Dünen, runde oder scharfe Dünenkämme; das war sicher härter als alles, was ich bisher in einer Wüste so gemacht habe.“

Auch Tizinao Siviero, der Sport Direktor der Rallye war mehr als zufrieden:

„Wir sind wirklich happy mit der Zusammenarbeit mit FBLIFE, der Organisation vor Ort. Die Einheimischen sind unglaublich freundlich und hilfsbereit und während der Vorbereitung lief alles sehr professionell ab. Ich möchte mich beim gesamten Team für diese Partnerschaft bedanken.“

Die Dakar Serie China Rallye feiert ihre Zielankunft nur einen Tag vor Beginn des FB Festivals, dem grössten Offroad Festival der Welt.

Die 12. Ausgabe dieses Events ist der FB Community gewidmet, deren 10 Millionen Mitglieder durch das gemeinsame Hobby Offroad und Abenteuerreisen verbunden sind. Im vergangenen Jahr nahmen 300.000 Fahrzeuge und 1 Million Besucher an dem Festival teil. Bei der diesjährigen Veranstaltung werden ungleich mehr Teilnehmer erwartet, die mit ihren SUV den Weg in den FB Park in der Nähe des Ortes Alxa Left finden.


Ellen Lohr / ND


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