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Dakar Rally SS10: P5 für Cyril Despres - Lehrreiche zehn Tage in der Wüste Perus

100% Peru - 100% Herausforderung

18.01.2019 (Speed-Magazin.de) Mit großen Erwartungen war das X-raid MINI JCW Team in die Dakar 2019 gestartet. Doch für die Buggy Piloten des X-raid Teams gestaltete sich die Rallye als große Herausforderung. Nach zehn Etappen und rund 5.600 Kilometern erreichten die beiden Franzosen Cyril Despres und Jean-Paul Cottret im MINI John Cooper Works Buggy den fünften Rang. Carlos Sainz und Lucas Cruz (beide ESP) beendeten die Dakar 2019 auf Platz 13. Stéphane Peterhansel und David Castera (bei FRA) schieden gestern aus.

Obwohl die Dakar in diesem Jahr nur in Peru durchgeführt wurde, wird sie als eine der schwierigsten Ausgaben in die Geschichte der Marathonrallye eingehen. Viel Sand, viele Dünen und ein hoher Anteil an Off-Track-Passagen machten die Strecken zu einer großen Herausforderung.

Despres hielt sich die gesamten zehn Etappen über stets in den Top 10 der Gesamtwertung auf. Auch bei den Tageswertungen schaffte er es, trotz einiger Probleme, fast immer unter die schnellsten zehn Crews der Auto-Wertung. Nur auf der achten Prüfung mussten sie sich aufgrund eines defekten Getriebes mit dem 17. Rang zufrieden geben.

© X-Raid | Zoom
“Das war unser erster Tag ohne Fehler oder Probleme”, erzählt Despres im Ziel. „Wir hatten einen schönen Flow und kamen gut durch. Wir wussten, dass es eine harte Dakar wird, aber die war härter als wir erwartet hatten. Es geht nicht nur um die fahrerischen Fähigkeiten und die Erfahrung, die man hat, man braucht auch einfach etwas Glück. Es war ein anderes Rennen als ich es gewöhnt bin. Wir hatten ein paar Probleme mit dem Reifendrucksystem und das hat es einem auf Sand und in den Dünen nicht leichter gemacht.“

Sainz und Cruz verloren auf der dritten Wertungsprüfung, als sie sich in einem Graben die Vorradaufhängung beschädigten, sehr viel Zeit. Sie hatten damals auf den Racetruck warten müssen, der sie bei der Reparatur unterstützte. In der Gesamtwertung fielen sie auf den 36. Platz zurück. In den folgenden Tagen arbeiteten sie sich immer weiter nach vorne. Auf der achten Etappe kamen sie mit einer defekten Servolenkung zurück ins Biwak. Das Team arbeitete bis in den Morgen, um das Auto wieder fit zu bekommen. Trotzdem starteten Sainz und Cruz mit Verspätung in die Prüfung. Sie waren zwar extrem schnell unterwegs, doch die fast dreistündige Zeitstrafe ließ sie auf den 15. Gesamtrang abrutschen.

„Es war eine schwierige Rallye für uns – speziell nach dem dritten Tag“, so Sainz. „Danach ging es nur noch darum, durchzukommen. Wir hatten kleine Probleme, die uns insgesamt viel Zeit kosteten. Diese müssen wir nun lösen. Wir haben viel gelernt und ich möchte dem Team für seine Anstrengungen danken.“

Im Kampf um einen Platz auf dem Podium redeten Peterhansel und Castera lange Zeit ein Wörtchen mit. Die französische Crew lag lange Zeit in den Top 3 und konnte zwei Tagessiege im MINI John Cooper Works einfahren. Doch auf der achten Etappe schieden sie nach einem Einschlag in einer Düne aus, da Castera eine Prellung der Wirbelsäule erlitt.

© X-Raid | Zoom
„Bei dieser Dakar gab es einige Höhen und Tiefen für mich”, resümiert Peterhansel. „Ich war sehr glücklich mit der Performance des MINI und der tollen Arbeit, die David geleistet hat. Leider sind mir zu viele Fehler unterlaufen, die uns zu viel Zeit gekostet haben. Ich weiß nicht, warum das passiert ist. Es war sicherlich keine einfache Dakar – wir waren viel Off-Track unterwegs und es gab viele Dünen zu überwinden. Ich bin schon etwas enttäuscht, aber das wichtigste ist, dass es David gut geht. Natürlich war es Schade, dass wir gestern stoppen mussten, aber auch so wäre es nicht das Ergebnis geworden, das wir wollten. Wir haben vielleicht den zweiten, dritten oder vierten Platz verloren, aber um den Sieg konnten wir nicht mitkämpfen. Aber ich sehe es positive – wir haben uns im Team sehr wohl gefühlt. Wir hatten einen tollen Teamgeist mit Carlos und Cyril.”

Heute Abend steht noch das Zielpodium in Lima auf dem Programm – hier können Team und Fahrer zusammen feiern. Zudem werden heute und morgen alle Fahrzeuge im Hafen von Lima abgegeben und später per Boot zurück nach Europa gebracht. Dort werden die Ende Februar ankommen.

Rally Dakar - Ergebnis SS10
1. Carlos Sainz (ESP) / Lucas Cruz (ESP) MINI JCW Buggy - 1h 20m 01s
2. Sebastien Loeb (FRA) / Daniel Elena (FRA) Peugeot - 1h 20m 43s
3. Cyril Despres (FRA) / Jean-Paul Cottret (FRA) MINI JCW Buggy - 1h 22m 32s
4. Benediktas Vanagas (LTU) / Sebastian Rozwadowski (POL) Toyota - 1h 23m 39s
5. Kuba Przygonski (POL) / Tom Colsoul (BEL) MINI JCW Rally - 1h 23m 42s
6. Nani Roma (ESP) / Alex Haro (ESP) MINI JCW Rally - 1h 24m 17s
7. Boris Garafulic (CHL) / Filipe Palmeiro (PRT) MINI JCW Rally - 1h 25m 54s
8. Pierre Lachaume (FRA) / Jean Michel Polato (FRA) Peugeot - 1h 26m 23s
9. Ronan Chabot (FRA) / Gilles Pillot (FRA) Toyota -1h 27m 14s
10. Nicolas Fuchs (PER) / Fernando Adrian Mussano (ARG) Toyota - 1h 28m 14s

Rally Dakar - Gesamtergebnis nach SS10
1. Nasser Al-Attiyah (QAT) / Mathieu Baumel (FRA) Toyota - 34h 38m 14s
2. Nani Roma (ESP) / Alex Haro (ESP) MINI JCW Rally - 35h 24m 56s
3. Sebastian Loeb (FRA) / Daniel Elena (FRA) Peugeot - 36h 32m 32s
4. Kuba Przygonski (POL) / Tom Colsoul (BEL) MINI JCW Rally - 37h 06m 45s
5. Cyril Despres (FRA) / Jean-Paul Cottret (FRA) MINI JCW Buggy - 37h 26m 57s
6. Martin Prokop (CZE) / Jan Tomanek (CZE) Ford - 37h 57m 16s
7. Yazeed Al-Rajhi (SAU) / Timo Gottschalk (GER) MINI JCW Rally - 39h 09m 10s
8. Boris Garafulic (CHL) / Filipe Palmeiro (PRT) MINI JCW Rally - 42h 36m 12s
9. Giniel de Villiers (ZAF) / Dirk von Zitzewitz (GER) Toyota - 42h 37m 30s
10. Ronan Chabot (FRA) / Gilles Pillot (FRA) Toyota - 42h 48m 12s
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13. Carlos Sainz (ESP) / Lucas Cruz (ESP) MINI JCW Buggy - 44h 30m 00s


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