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20. Silvretta Classic: Mechaniker-Magie vor malerischer Kulisse

09.07.2017 (Speed-Magazin.de) Klassik-Rallyes werden in den Sommermonaten nahezu überall bestritten. So auch die Silvretta Classic in ihrer inzwischen 20. Auflage. Rund 200 Oldtimer rollen bereits seit Donnerstag und bis Sonnabend Abend durch das malerische Montafon. Insgesamt werden dieses Jahr 595 Kilometer unter die Räder genommen – bis vor die Grenze Italiens.

Mit im Feld unterwegs ist ein Volkswagen Käfer 1302 Theo Decker aus der Sammlung von Volkswagen Classic, pilotiert von unseren Autoren Tim Westermann und Alexander Voigt. Die Gesamtsieger aus dem Jahr 2013 holten zudem den dritten Platz im Prolog in Schruns, bei dem die 40 besten Teams der zurückliegenden 19 Silvretta Classics antraten.

© Tim Westermann | Zoom
„Die Silvretta zu fahren ist in vielerlei Hinsicht etwas ganz Besonderes. Das Teilnehmerfeld besticht durch seltene und originelle Klassiker aus mehr als acht Jahrzehnten – für einen bekennenden Liebhaber des alten Eisens ein echtes El Dorado“, schwärmt Tim Westermann und fügt bestimmt an: „Aber ohne die vielen Helfer und Serviceteams wäre ein Event dieser Kategorie kaum denkbar.“ So war es Dennis Weber vom Team der Autostadt aus Wolfsburg, der gleich zweimal auf Abruf rettend zur Stelle war, um den „Theo“ wieder flott zu machen.

Vor dem Prolog am Mittwoch Abend konnte ein Problem mit der Kraftstoff-Anzeige schnell behoben werden. Am ersten Fahrtag der Rallye blieb das Team Westermann/Voigt dann kurz vor dem Etappenziel mit einem gerissenen Gaszug liegen. Dennis Weber eilte zur Hilfe und behob den Defekt innerhalb von 15 Minuten. „Gut, dass wir bei vielen Rallyes auf die Unterstützung solcher Mechaniker-Zauberer bauen können. Heute hat uns das sprichwörtlich den Hals gerettet. Beinahe wären wir aus der Wertung gefallen, wenn Dennis nicht so schnell und kompetent reagiert hätte“, resümiert Co-Pilot Alexander Voigt.

1000 Strafpunkte gab es trotzdem, so dass das Team aus Braunschweig keine Chance mehr auf einen der vorderen Ränge hat. Auch der erste Platz bei einer geheimen Wertungsprüfung am Donnerstag spendete dabei nur geringen Trost. Damit zählt am Freitag und Samstag nur noch der Olympische Gedanke: Dabei sein, ist alles.


AMPNET / RB


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