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ADAC Procar: Weimann setzt Siegesserie fort, Marioneck und Thierfelder siegen in der Division 2

In der Division 1 holte sich Jens Weimann die Siege 7 und 8

09.07.2012 (Speed Magazin) Einige Überraschungen hielten die Piloten der ADAC PROCAR am Wochenende für die Zuschauer beim „Grossen Preis der Stadt Magdeburg“ in der Motorsport Arena Oschersleben bereit. Von engen Duellen und harten Zweikämpfen über gewagte Manöver bis hin zu einer Safety-Car-Phase war in den beiden 20-minütigen Rennen am Sonntag alles dabei. In der Division 1 holte sich Jens Weimann die Siege 7 und 8 in Folge und setzt sich damit weiter von seinen Kontrahenten ab. In der Division 2 erreichte Lennart Marioneck endlich den lang ersehnten Spitzenplatz im ersten Rennen, musste sich aber in Rennen 2 bei einsetzendem Regen dem Routinier Guido Thierfelder beugen, der weiterhin souverän die Division 2 anführt.

Marioneck und Thierfelder siegen in der Division 2
Marioneck und Thierfelder siegen in der Division 2
© ADAC | Zoom
Die bangen Blicke zum Himmel am Mittag in Oschersleben kurz vor dem Start des ersten Rennens der ADAC PROCAR waren unbegründet. Zumindest das erste Rennen verlief regenfrei und erst im zweiten Rennen setzte langsam Nieselregen ein.

Wie gewohnt ging Jens Weimann in seinem BMW 320si E90 von der Pole Position ins Rennen. Der Thate Motorsport-Pilot, der sich inzwischen bereits an das Siegen in der Division der Super2000-Boliden gewöhnt hat, ließ seinem Verfolger Paul Green am Start keine Chance und blieb auch nach der ersten Schikane an der Spitze. Doch weit konnte er sich nicht absetzen, denn ab der dritten Runde war das Safety Car im Einsatz, das wegen des Überschlags von Bodo Cordes von der Rennleitung auf die Strecke gesandt wurde. Nachdem das Safety Car zwei Runden später die Lichter ausgeschaltet hatte und es somit klar war, dass das Rennen ab der Safety-Car-Linie wieder freigegeben sein würde, sah Paul Green seine Chance gekommen, um Weimann zu überholen. Was der junge Wiesbadener jedoch nicht bedacht hatte, war, dass sein Überholmanöver noch vor der Safety-Car-Linie stattfand und er somit von der Rennleitung wegen Überholens unter gelber Flagge bestraft werden musste. „Ich war schon verwundert als ich Paul neben mir und plötzlich auch vor mir sah, wusste aber auch, dass das sicher von der Rennleitung beobachtet wurde und habe daher gar nicht angefangen, ihn anzugreifen“, fasste Weimann zusammen. Paul Green bekam auch postwendend eine „Drive-Through-Strafe“ aufgebrummt, die nach

Die Blicke zum Himmel vor dem Start waren unbegründet
Die Blicke zum Himmel vor dem Start waren unbegründet
© ADAC | Zoom
Ende des Rennens in einer 30 Sekunden-Ersatzstrafe umgewandelt wurde. Die Nutznießer dieser Situation waren Milenko Vukovic und Michael Meyer, die mit ihren BMW 320 si E90 auf die Plätze 2 und 3 nach vorne rückten.

Im zweiten Rennen zeigte sich an der Spitze das gleiche Bild: Jens Weimann führte die Division 1-Tourenwagen als Führender ins Ziel, gefolgt von Milenko Vukovic und Paul Green. Green kämpfte sich von Startplatz 11 komplett durch das Feld der geringer motorisierten Division 2-Fahrzeuge und ließ noch Michael Meyer (KM Racing) hinter sich. Ein versöhnliches Ende für den Rookie des Liqui Moly Team Engstler. "Ich freue mich einerseits über einen weiteren Doppelsieg und andererseits darüber, dass wir langsam immer dichter zusammen rücken und hoffe, dass sich auch in den nächsten Rennen dieser Trend fortsetzt", so Weimann.

Etwas spektakulärer ging es in der 1600er Klasse zu. Yury Krauchuk, der junge Weißrusse, der eine Spitzenleistung bisher an diesem Wochenende gezeigt hatte, ging von der Pole Position in das erste Rennen. Doch schaffte es der Rookie nicht, sich gegen Lennart Marioneck am Start zu behaupten. Marioneck nutzte seinen besseren Start, um aus der ersten Kurve als Führender der Division 2 herauszugehen. „Als dann die Safety-Car-Phase kam, war ich nicht gerade erfreut. Ich hatte mir einen schönen Vorsprung erarbeitet und dachte, dass dieser jetzt dahin sei“, so der von der ADAC Stiftung Sport geförderte Neueinsteiger. Doch auch nachdem das Rennen wieder freigegeben war, ließ Marioneck nichts anbrennen. Krauchuk versuchte zwar immer wieder einen Angriff zu starten, doch wirklich gefährlich wurde es für Marioneck nie. So durfte sich der Engstler-Pilot über seinen ersten Sieg in der ADAC PROCAR

Zumindest das erste Rennen verlief regenfrei
Zumindest das erste Rennen verlief regenfrei
© ADAC | Zoom
freuen. Yury Krauchuk wurde Zweiter vor Guido Thierfelder.

Im zweiten Rennen wurden die Karten dann wieder neu gemischt und es schien fast so als habe Guido Thierfelder das Wetter-Ass gezogen. Bei einsetzendem Regen konnte er seine langjährige Erfahrung nutzen und sowohl Lennart Marioneck als auch Yury Krauchuk hinter ihm lassen. „Ich war an diesem Wochenende sicher nicht der schnellste, die anderen waren hier deutlich schneller. Aber der Regen hat mir in die Hände gespielt, manchmal muss man eben auch ein bisschen Glück haben“, so der ETH-Pilot, der aber auch die Spitze der Division 2 nicht kampflos für sich beanspruchen konnte. Yury Krauchuk hatte sich eng an seine Stoßstange gehängt und setzte immer wieder zu einem Überholmanöver an. Am Ende der Start-Ziel-Geraden wollte er sich dann endgültig die Führung erobern, bremste dann aber zu spät und musste geradeaus in die Auslaufzone fahren. Lennart Marioneck nahm seinen Platz direkt hinter Thierfelder dankend ein und blieb bis im Ziel auf Rang 2, gefolgt von Nils Mierschke.


ADAC / J Patric


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